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Schweizer Vignette

Autobahn-Vignette wird 150 Prozent teurer

Der Schweizer Nationalrat beschloss gestern, die Vignette von 40 Franken auf 100 Franken zu erhöhen. Der Preis soll ab 2015 gelten. Mit den Einnahmen wollen die Schweizer ihr Straßennetz erweitern.

05.03.2013 Redaktion promobil

Wer ab 2015 durch die Schweiz in den Süden fahren will, muss bald mehr bezahlen: Statt 40 Franken (33 Euro) soll die Vignette 100 Franken (81 Euro) dann kosten.  Das Schweizer Parlament, der Nationalrat, stimmte für den Vorschlag der Regierung mit 97 zu 89 Stimmen.

Die Schweiz rechnet derzeit mit 300 Millionen Franken Mehreinnahmen aus der Preiserhöhung. Das Geld soll dafür verwendet werden, in den nächsten 10 bis 15 Jahren Straßenprojekte zu finanzieren. Der Neubau von 390 Kilometern Schweizer Nationalstraßen sind derzeit geplant.

Zwei-Monats-Vignette für Touristen

Allerdings soll es neben der Jahresvignette auch eine Kurzzeit-Plakette für zwei Monate eingeführt werden. Die Zwei-Monats-Vignette ist vor allem für Touristen gedacht und soll 40 Franken kosten, genauso viel wie die derzeitige Jahresvignette.

Wer auf der mautpflichtigen Schweizer Autobahn ohne Vignette fährt, muss mit einer Geldstrafe von 200 Franken rechnen. Ob diese Buße ab 2015 ebenfalls erhöht wird, ist bisher nicht bekannt.

Ergänzung/Update vom 10.04.2013:
Unsere Schweizer Kollegen von der Zeitschrift "Wohnmobil & Caravan" haben via Facebook-Post vom 09.04.2013 auf folgendes hingewiesen: Die Vignetten-Erhöhung ist zwar in politischen Kreisen gewollt, kann jedoch noch durch ein Referendum durch die Schweizer Bürger gestoppt werden. Sie schreiben:

"...anders als in Deutschland ist das damit noch nicht beschlossene Sache.
Um es einfach zu machen: Kommt ein Referendum (Unterschriftensammlung unter Wahlberechtigten) dagegen zustande, muss eine Volksabstimmung durchgeführt werden!
Von beschlossener Sache kann noch lange nicht die Rede sein.
Beschlossen ist die Sache, wenn
a) die Referendumsfrist ungenützt abläuft (nicht genügend Wahlberechtigte mit Unterschrift eine Volksabstimmung zur Sache verlangen)
b) oder bei erfolgreichem Referendum die Stimmberechtigten dem Referendum (Einsprach gegen die politische Absicht) die Zustimmung verweigern. Dann wäre es ein Volksentscheid.
"

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