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Vorstellung - der neue Bürstner Ixeo (2016)

Richtungswechsel im Hubbett-Teilintegrierten

Seitenansicht Bürstner Ixeo Foto: Promobil 6 Bilder

Der Bürstner Ixeo hat die Klasse der Hubbett-Teilintegrierten einst populär gemacht. In der Neuauflage wird nun längs geschlafen. Und: Das umständliche Hinaufklettern aufs Bett fällt auch weg.

10.06.2015

Wenn Revolutionäre alt und starrköpfig werden, nimmt das bisweilen tragische Züge an. Die, die einst alles in Frage stellten und Regeln und Konventionen zur Seite stießen, pochen nun eisern darauf, die Ideale der Revolution hochzuhalten.

Damit so etwas dem Bürstner Ixeo, der seine revolutionäre Karriere unter dem Kampfnamen Mega-Van begann und später kurz Quadro genannt wurde, nicht passiert, haben ihm seine geistigen Ziehväter nun eine tiefgreifende Neuausrichtung auferlegt. Das quer über der Sitzgruppe eingebaute Hubbett, mit dem der Ixeo einst eine neue Hybridgattung zwischen Alkovenmobil und klassischem Teilintegrierten erschuf, wechselt die Richtung und senkt sich in der Generation 2016 nun längs von der Decke herab.

Die Neuorientierung punktet mit mehreren Vorteilen

Die Liegelänge des Hubbetts ist nicht mehr von der Aufbaubreite des Fahrzeugs abhängig und kann so auf zwei Meter wachsen – bei 1,38 Meter Breite. Das Hubbett ragt dabei platzsparend bis ins Fahrerhaus hinein, die Cockpitsitze müssen deswegen vor dem Absenken jeweils gedreht werden.

Außerdem ist der Zustieg auf beide Liegeflächen vom Fußende her nun viel leichter möglich. Zumal sich das Bett elektrisch – an Gurtbändern gehalten und an einer Schiene geführt – bis auf zirka 65 Zentimeter über dem Fußboden absenken lässt. Eine Leiter für den Aufstieg ist damit hinfällig. Die tiefe Absenkung funktioniert aber nur, weil bei der Längsanordnung die Oberschränke nicht mehr unten am Hubbett hängen, sondern fix an der Wand montiert sind. Das ermöglicht zudem eine bessere Stauraumausnutzung.

Und auch den Notausgang durch die Aufbautür beeinträchtigt das neue Bett praktisch nicht mehr. Einen Nachteil hat die neue Bettanordnung allerdings: Da die Liegefläche bis in die T-Haube hineinragt, kann kaum Licht durch das Dachfenster an die Sitzgruppe dringen. Eine Flächenleuchte unten am Hubbett ersetzt darum das Oberlicht.

Das Hubbett im Bürstner Ixeo ist jetzt noch besser

Das Hubbett erfährt mit diesen Änderungen insgesamt auf jeden Fall eine Aufwertung. Das war auch das Hauptziel, insbesondere, um die Akzeptanz für neue, kompakte Grundrisse zu verbessern, die ausschließlich auf das Hubbett setzen. Die Rede ist etwa von einer Variante mit besonders großem Bad im Heck, das dennoch eine Garage bietet. Zu den Grundrissen im Detail ist allerdings noch nicht viel bekannt – nur, dass zunächst drei Modelle an den Start gehen sollen, die später auf voraussichtlich fünf Varianten ergänzt werden.

Die Konstruktion des 2,88 Meter hohen Ixeo-Aufbaus wird sich an der für den Nexxo neu entwickelten Bauweise mit PU-Schaum- statt Holz-Verstärkungen, GfK-Dach und -boden sowie XPS-Schaum-Dämmung orientieren. Dessen 70 Zentimeter breite Aufbautür kommt auch dem neuen Ixeo zugute. Als Basis dient hier wie da der Fiat Ducato mit Flachrahmen.

Deutlich moderner als zuvor gestaltet sich die Einrichtung des Ixeo – klare Linien und homogene Flächen prägen das Bild, ohne dabei schlicht oder kalt zu wirken. Zumal wohnliche Details wie integrierte Regale und eine Anrichttheke zwischen Küche und Sitzgruppe sowohl optische als auch praktische Bedürfnisse befriedigen.

Und Zufriedenheit ist der Kit, der Gesellschaften bei radikalen Umbrüchen zusammenhält. So wandelt sich auch der Revolutionär Ixeo zunehmend zum populären Evolutionär.

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Heft 06 / 2015 6. Mai 2015 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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