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promobil-Leser baut Traummobil

Vom Kofferwagen zum Luxusmobil

Nach Umbau Foto: Fotos: Robert Kraft 10 Bilder

Marita und Robert Kraft verwirklichten sich ihren großen Traum. 2200 Arbeitsstunden stecken in dem „RMK-6-Sterne-Mobil“. Das Mobil dient jetzt als Basislager für Motorradausfahrten.

03.08.2017 Jürgen Bartosch

Wer über 40 Jahre lang im weltweiten Außendienst unterwegs war, kann auch im Ruhestand nicht lange untätig zu Hause sitzen. Zumindest ging es Robert Kraft so: Darum plante er mit seiner Frau Marita, ausgiebige Touren mit der geliebten Honda Goldwing zu unternehmen.

Doch der vorhandene Caravan war als Basislager ungeeignet – schließlich kann man immer nur einen Anhänger ziehen. Und so sahen sich die beiden nach einem passenden Reisemobil um. Doch alles, was sie begutachteten, überzeugte sie nicht – oder es scheiterte am Budget. Und so kam Robert auf die Idee, sich selbst ein Reisemobil zu bauen. Kommentar von Marita: „Du bist doch wahnsinnig.“ Aber als der Gedanke erst einmal in der Welt war, wucherten die Ideen und Pläne in Roberts Kopf ganz von selbst.

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Iveco Daily 65 C 18 wird zum Reisemobil

Nach einem halben Jahr Vorüberlegungen und Suche nach einem geeigneten Objekt wurde es konkret. Sie kauften einen Iveco Daily 65 C 18 mit Kofferaufbau und 123.400 Kilometern auf dem Zähler. Als Erstes wurde der Aufbau abgenommen und das Basisfahrzeug auf Vordermann gebracht.

Parallel entstanden die exakten Pläne für den Um- und Ausbau des Koffers. Damit aber aus Fahrerhaus und Aufbau ein funktionelles und komfortables Reisemobil wird, galt es zunächst, eine Verbindung zwischen beiden herzustellen.

Rückwand und Dach des Cockpits sowie die Frontwand des Koffers wurden passend aufgeschnitten und solide miteinander verbunden. Der aufgesetzte Windabweiser auf dem Daily-Dach mutierte dabei zur fest integrierten T-Haube, sodass ein komfortabler Durchgang entstand – wie bei Teilintegrierten eben üblich.

Die Fahrerhaussitze erhielten Drehkonsolen, um sie bei Bedarf in die Sitzgruppe integrieren zu können. Diese entstand aus zwei schicken und bequemen Sofas aus dem Möbelhaus, die längs montiert wurden. Da die beiden ohnehin nur zu zweit unterwegs sind, konnten sie sich aufwendige Gurtkonstruktionen sparen.Ein Tresen trennt die darauffolgende Küche mit Vierflammkocher und großer Backofen-Kühl-Gefrierkombination ab.

Massagedüsen im großen Raumbad

Dusche Foto: Fotos: Robert Kraft

Besonderes entdeckt man auch im Raumbad, das dahinter die komplette Aufbaubreite einnimmt: eine großzügige und mit Massagedüsen ausgestattete Duschkabine aus dem Haushaltsbereich. Das Heck birgt schließlich ein 1,90 mal 1,60 Meter großes Querbett, das durch einen Seitengang gut zugänglich ist. Nach Fertigstellung stand noch die obligatorische Fahrt auf die Waage an. 5,3 t leer lassen dem 6,5-Tonner noch reichlich Luft.

Fahren Sie auch ein besonderes Campingmobil? Wir würden Ihr Fahrzeug und seine Geschichte gerne in promobil vorstellen. Senden Sie uns ein paar aussagekräftige Bilder Ihres Reisemobils und eine Beschreibung der wichtigsten Besonderheiten und wie Sie zu Ihrem Fahrzeug gekommen sind. Schreiben Sie an: Redaktion promobil, Stichwort Lesermobil, 70162 Stuttgart, oder an lesermobil@ promobil.de. Für jedes veröffentlichte Lesermobil bedanken wir uns mit einem Stellplatzführer Landvergnügen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
pro 06/2017
Heft 07 / 2017 7. Juni 2017 146 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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