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Lieblingsrouten der promobil Redaktion

Die schönsten Wohnmobil-Routen in Europa

Steffen Zink, Alpenpass 7 Bilder

Die Straße zum Glück kann ein Fluss sein, eine Schlemmerroute oder die einsame Piste ans Ende der Welt. Die promobil-Redaktion verrät Ihnen ihre liebsten Traumstraßen. Kommen Sie mit!

15.06.2016 Redaktion promobil

Über alle Berge mit Grafiker Steffen Zink:
„Wann immer es möglich ist, fahren wir nach einem Urlaub im Süden über einen Alpenpass zurück in die Heimat. Da ist es dann noch einmal – das Gefühl, Zeit zu haben, sich treiben zu lassen und auch den Weg zum Ziel zu machen. Gemächlich schrauben wir uns immer weiter nach oben, hinter jeder Serpentine wartet ein neues spannendes Panorama. Eben noch im Mittelmeer gebadet, stehen wir ganz oben nicht selten im Schnee. Die hier zu sehende alte Strecke des Gotthardpasses in der Schweiz war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Passagen im Nord-Süd-Verkehr. Heute wird dieser durch Tunnel verkürzt. Wir aber bevorzugen die grandiose Bühne der Natur.“

Jürgen Bartosch, Moldau
Test- und Technik-Ressortleiter Jürgen Bartosch empfiehlt eine Moldau-Tour.

Kultur im Fluss der Zeit empfiehlt Technik-Ressortleiter Jürgen Bartosch:
„Entlang der Moldau zu fahren reizte mich gleich, nachdem ich die ersten Male die sinfonische Dichtung von Smetana gehört hatte. Dabei bin ich kein Klassik-Fan, aber diese musikalische Interpretation eines Flusslaufs hat mich sofort inspiriert. Und als wir die Reise dann tatsächlich unternahmen, zeigte sich, wie vielfältig die Landschaft entlang der Moldau ist und wie tiefe Einblick in die europäische Kulturgeschichte man dabei bekommt. Was sich vielleicht trocken anhört, meint Nationalparkwanderungen, Schlossbesichtigungen, Brauereiführungen (Foto: Budweis), Stadtrundgänge, Paddeltouren, Festbesuche...“

Eine gemächliche Wasserstraße – der Heimattouren-Tipp von Redakteurin Anne Mandel:
„Das Altmühltal mag auf den ersten Blick nicht besonders exotisch sein, aber für Kajakfahrer ist es ein tolles Ziel, zu dem man aus Süddeutschland nicht besonders lange fahren muss. Von der Quelle an der Frankenhöhe bis zur Mündung in die Donau bei Kelheim schlängelt sich die Altmühl in vielen munteren Windungen durch Mittelfranken und Oberbayern, besonders schön ist der Fluss im Naturpark Altmühltal. Radeln, Boot fahren, wandern: Direkt vom Reisemobil aus kann man loslegen. Das Glück perfekt machen die zahlreichen Stell- und Campingplätze.“

Dominic Vierneisel, Frankreich
Chefredakteur Dominic Vierneisels Lieblingsroute führt in die Tarnschlucht.

Die spektakuläre Tarnschlucht – die Routenempfehlung von Chefredakteur Dominic Vierneisel
„Frankreich ist ja generell reich an touristischen Attraktionen. Zu den landschaftlich besonders spektakulären zählen auch Verdon-, Ardèche- und Tarnschlucht. Aus Sicht des Reisemobilisten gefällt mir die Gorges du Tarn zwischen Ispagnaz und Le Rozier am besten. Anders als an Ardèche und Verdon führt die Straße tief im Tal nah am Fluss entlang. Vom Rand der Schlucht ergeben sich immer wieder grandiose Ausblicke, wie hier auf Saint-Chély. Ursprüngliche Orte wie Stainte-Enimie oder La Malène säumen die Strecke. Kanu-Verleihstationen gibt es praktisch überall, teils sogar direkt auf dem Campingplatz. Aber Achtung: In der Hauptsaison kann es hier schon mal eng werden.“

Leckereien im Piemont – eine Genusstour von Online-Redakteurin Sophia Pfisterer
„Alles Lüge! Die Piemont-Kirsche aus der Werbung existiert so wenig wie die lila Kuh. Auf Tour durch diese Region wurde ich kulinarisch dennoch nicht enttäuscht: Vorbei an imposanten Reisfeldern gelangten wir auf den quirligen Wochenmarkt in Mondovi, wo wir hauchdünnen Schinken und einzigartig-würzigen Castelmagno-Käse kauften. Dazwischen verkosteten wir in Alba fantastischen Trüffel, und als es in Richtung Barolo ging, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: Hügel um Hügel reihen sich Weinberge aneinander. Hier also sind die berühmten Weine Barolo, Barbera und Nebbiolo zu Hause – kein Wunder, schmecken die so gut!“

Dieter S. Heinz, Nordkap
Das Herz von Autor Dieter S. Heinz schlägt für ein nordisches Ziel.

Die Einsamkeit des hohen Nordens – Entdeckungstour mit Autor Dieter S. Heinz
Nordkap – was an dieser absolut öden Ecke faszinierend sein soll, hat sich mir nie so recht erschlossen. Jetzt, da ich selbst zu einer Fotoreportage dort war, will mir das Ensemble aus grotesker Landschaft, aus Licht und Einsamkeit nördlich des 70. Breitengrades nicht mehr aus dem Kopf. Und es ist vor allem die eindrucksvolle Route hierher, die das Erlebnis Nordkap definiert.  Noch auf den letzten 200 Kilometern ändert sich das Wetter ebenso spontan wie die zerklüftete Küste des Porsangerfjords. Noch wechseln sich prärieartige Wiesen mit dünnen Birkenwäldern ab. Doch bald behaupten nur noch Gras, Moose und Flechten das Terrain und legen im flachen Sonnenlicht ein greifbar plastisches Farbenspiel an den Tag. Ich kann nur raten, das Nordkap außerhalb der Saison in Angriff zu nehmen – Ende September war ich dort –, dann tanzen in den Nächten sogar Polarlichter übers Firmament.“

Königliche Natur – der Frankreich-Touren-Tipp von Autor Ulrich Kohstall:
„Flusslandschaften und Reisemobiltourismus passen bekanntlich gut zusammen. Für alle Menschen mit diesen Vorlieben ist die Loire wohl die Krönung. Denn anders als andere große europäische Flüsse hat sich die französische Loire von der Quelle im Zentralmassiv bis zur Mündung am Atlantik stets ihre Wildheit bewahrt. Schon früh entdeckte der Adel diese Reize, sodass in schönem Kontrast zur Natur mehr als 400 Schlösser an der Loire entstanden, darunter Höhepunkte wie Chambord und Kleinode wie das Château de la Roche. Auch an Stellplätzen mangelt es nicht. Will man allerdings alle sehenswerten Dörfer, Städte und Ufer entlang des majestätischen Stroms erkunden, setzt man sich besser kein Zeitlimit. Die Loire fließt auf einer Strecke von immerhin 1004 Kilometern.“

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Heft 06 / 2016 11. Mai 2016 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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