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LED-Campinglampen im Test: Die bleiben lange hell

Wenn es um das Thema Licht geht, haben LEDs in den letzten Jahren eine kleine Revolution eingeleitet. Sie sind sehr klein, sparsam und langlebig. Deshalb eignen sie sich perfekt für das Campingleben.

Sehr lange Zeit waren Campinglampen mit Gaskartusche unschlagbar: Ihr Licht war heller, sie leuchteten länger, und die Kartusche musste seltener ausgetauscht werden als die Batterien elektrischer Tischleuchten. Doch jetzt bekommt die alte Technik endlich moderne Konkurrenz. Die Lichtausbeute von LEDs ist so verbessert worden, dass sie als Leuchtmittel auch in Campinglampen eine prima Figur machen.

Trotz der Vorteile der LEDs ist das Angebot an Campinglampen mit dieser Technik immer noch überschaubar. Zu den bekannten Marken gehören Outwell, Primus und Coleman. Außerdem gibt es noch eher unbekannte Hersteller wie Pro-Plus aus dem Katalog von Reimo oder Ampercell.

LED-Campinglampen: Wie ausdauernd sind die Lichtspender?

Keine Sorgen muss das Thema Leuchtdauer machen. Die 104 Stunden, die Coleman für die Table Lamp angibt, sind zwar ziemlich hoch gegriffen, doch acht der zehn Testlampen strahlen auch nach über 30 Stunden Dauerbetrieb in der jeweils höchsten Leuchtstufe noch hell. Wobei die Ausdauer der LED-Lampen von den Batterien abhängt.

Schlecht waren in dieser Kategorie nur die Coleman Pocket Lantern und die Monica von Ampercell. Beide sind klein und die fest eingebauten Akkus daher eher schwach dimensioniert. Bei der Coleman-Lampe reicht die Kapazität für knapp vier, bei der Monica sogar nur für knapp drei Stunden Betrieb. Wobei Letztere einen Kurbel-Dynamo hat, mit dem der Akku für kurze Einsätze aufgeladen werden kann.

Zumindest wurde bei den beiden kurzatmigsten Lampen darauf geachtet, sie mit einem Akku auf Lithium-Basis auszustatten. Die sind deutlich zyklenfester als herkömmliche Akkus. In alle anderen Lampen müssen konventionelle Batterien oder Akkus eingesetzt werden. Primus liefert immerhin schon einen Pack davon mit seinen Campinglampen mit.

Pfiffig ist in dieser Beziehung die Idee des CPX 6-Systems von Coleman. Der Hersteller verwendet für sieben unterschiedliche Lampen einen baugleichen Adapter mit vier D-Batterien. Dieser kann durch einen Akku der gleichen Form ersetzt werden. Dadurch kann man als Camper mehrere Lampentypen einpacken, braucht aber nur eine Energiequelle – und spart so ein wenig Gewicht.

Welche Details unterscheiden gute von sehr guten Lampen?

Sonst sind es Details, die in Sachen Ausstattung auffallen. Ganz vorne liegt hier – wie in vielen Testrubriken – die Carnelian von Outwell. Der Henkel aus einem dicken Metallstab sieht zwar nicht besonders schick aus, erfüllt aber seinen Zweck ohne Abstriche. Außerdem hat Outwell an einen Haken gedacht, um die Lampe kopfüber aufhängen zu können. Und der gummierte Sockel ist sehr standsicher. Einen rutschhemmenden Gummisockel findet man sonst nur noch bei den Campingleuchten von Primus und Ampercell.

Bei der Easy Hanging Lantern von Coleman fehlt diese Gummierung. Dafür kann man dank des Klett-Tragebands schnell zwischen der Nutzung als Hänge- und als Handlampe hin und her wechseln. Wobei Pro-Plus Outdoor hier eine noch schnellere Methode gefunden hat, indem der Haken einfach aus dem Tragegriff ausgeklappt wird.

Wie hell leuchten die LED-Lampen?

Die Lampen von Primus und Coleman fallen dadurch positiv auf, dass sie nach dem Einschalten in der hellsten Stufe leuchten. Dass man bei der Konkurrenz mehrmals drücken muss, bis es ganz hell wird, ist dagegen umständlich.

Die Lichtausbeute ist letztendlich der Punkt, an dem sich tatsächlich die Spreu vom Weizen trennt: gerade beim Vergleich der Lampen von Coleman und der Outwell Carnelian, die alle mit Hochleistungs-LEDs bestückt sind. Die Carnelian leuchtet den Campingtisch deutlich heller aus als die Lampen von Coleman. Da bringt auch das gleichmäßigere Lichtbild relativ wenig. Wobei die Lichtausbeute den Coleman-Lampen in dieser Kategorie bessere Bewertungen beschert als der im übrigen Testfeld versammelten Konkurrenz.

In dieser Hinsicht kommt es allerdings auch auf Details an. Die ausziehbare Laterne von Pro-Plus beispielsweise leuchtet im Kernbereich sehr hell, hat wegen der Metallstäbe im Leuchtkörper und der Streben in der Gehäusescheibe aber ein ungleichmäßiges Lichtbild. Gegenstände in deren Schatten sind schlecht erkennbar.

Auffällig ist bei fast allen Testleuchten, dass sie rund um die Lampen die Tischfläche recht gut erhellen, zu den Rändern des Tischs hin jedoch abrupt nachlassen. Das trifft sogar auf die Carnelian zu, die auf die Mitte des Campingtischs am meisten Helligkeit bringt. Ihre Grundleistung ist allerdings so stark, das trotz des auch hier starken Helligkeitsabfalls auch an den Rändern eines Campingtischs alles beleuchtet wird. Einzig die Outwell Aquila leuchtet den Tisch durchweg hell aus, weil ihr pilzförmiger Lampenschirm das Licht nach unten reflektiert. Dadurch strahlt aber wenig Licht zur Seite oder nach oben ab. In dem Bereich sind die meisten Konkurrenten besser. Coleman, Primus oder Ampercell machen an diesem Punkt ihre Schwächen in der Flächenausleuchtung wett.

Eine große Übersichtstabelle mit allen Test-Wertungen und Ergebnissen finden Sie im kostenpflichtigen PDF zum Download (siehe oben).

Portraits Redaktion

Foto

Dieter S. Heinz

Datum

6. Oktober 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 09/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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