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Ratgeber: Zielführend: Navigationssysteme

Orientierung und mehr Sicherheit unterwegs – das sollen Navigationssysteme bieten. promobil zeigt, welche Systeme sich für Sie eignen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual – der Spruch passt, wie bei so vielen Dingen, auch bei modernen Navigationssystemen wie die Faust aufs Auge. Dank stetig steigender Nachfrage gibt es immer mehr Geräte zu immer günstigeren Preisen. Eigentlich prima, doch einen Haken hat die Sache: Bei derart komplexen Produkten wächst mit der Auswahl auch der Beratungsbedarf steil an – zumal hier die unterschiedlichsten Konzepte und Gerätegattungen miteinander konkurrieren: Radio-Navigation, Bildschirm-Navigation, PDA-Navigation, tragbare GPS-Empfänger, Handy-Navigation – wer soll sich denn da noch wirklich auskennen? Klarer Fall: Sie – nach der Lektüre dieses Artikels. Denn auf den folgenden Seiten erklärt Ihnen promobil anhand von sechs Nutzertypen, worin sich die verschiedenen Systeme unterscheiden, für wen sich welches am besten eignet, was der Markt derzeit hergibt und welche Geräte besonders zu empfehlen sind. Für Schnäppchenjäger: Sie möchten gerne einen digitalen Wegweiser, aber möglichst wenig Geld dafür ausgeben? Ausgemachte Pfennigfuchser können sich bei der Wahl von vornherein auf zwei Bereiche beschränken: auf ältere Radio-Navigationssysteme, die mittlerweile recht günstig zu haben sind, und auf PDA-Navigation. Wobei Letztere derzeit regelrecht boomen und sich die Anbieter – die Palms, HPs und Sonys dieser Welt – mit Tiefstpreisen gegenseitig unterbieten. Immerhin buhlt selbst der In-Discounter Aldi in diesem Segment um sparwütige Käufer. Vorsichtig geschätzt gingen 2003 in Deutschland rund 300 000 Pocket-PCs über den Ladentisch – im Verbund mit einem Navigationssystem. Enorme Zahlen, zumal im gleichen Zeitraum gerade einmal 160 000 Nachrüstsysteme zum Festeinbau verkauft wurden. Für alle, die ihr neues PDA-System nicht sofort benötigen, ein kleiner Hinweis: Noch dieses Jahr soll die 300-Euro-Grenze geknackt werden. Komfort muss sein: Wer dagegen bei der reisemobilen Routenführung besonderen Wert auf gesteigerten Komfort legt, darf nicht ausschließlich auf den Preis schielen. Soll sich die Navi unauffällig ins Fahrzeug integrieren und so einfach zu bedienen sein wie eine Klimaanlage, dann ist ein großes Bildschirm-System ab Werk oder eine Radio-Navigation zur Nachrüstung ideal. Beide Lösungen fügen sich harmonisch ins Umfeld des Armaturenbretts ein und machen vor allem eines: wenig Arbeit. Sie sind auch erste Wahl, wenn es um höchste Präzision bei der Zielführung geht. Dank der Verknüpfung mit dem Geschwindigkeitssignal des Fahrzeugs und einem integrierten Trägheitssensor finden sich Festeinbauten in begrenztem Maße sogar ohne GPS-Empfang zurecht. Für Internet-Fans: Bei der modernsten Form der Navigation – der Off-Board-Navigation – ist Empfang hingegen zwingend nötig, und zwar in zweierlei Hinsicht: Da hier die Straßenkarte nicht innerhalb des Geräts, sondern in den unendlichen Weiten des Internets gespeichert ist, muss bei der Berechnung der Route nicht nur GPS-, sondern auch Mobilfunkempfang für eine Online-Verbindung bestehen – sonst geht gar nichts, und Sie stehen ganz schnell im Regen. Dafür verbuchen diese Systeme auch einige nicht von der Hand zu weisende Vorteile: Sie funktionieren sowohl auf PDAs als auch auf Handys – Geräte, die viele Menschen ohnehin immer bei sich tragen. Die Kartendaten sind ohne teure Updates stets aktuell, und auch Staumeldungen sind standardmäßig in den Routen enthalten. Sind also PDA, Handy oder Smartphone Ihre ständigen Begleiter, haben Sie damit eine preiswerte, praktische und flexible Möglichkeit, sich und Ihr Reisemobil mit Navigation auszustatten. Multimedia, Fun, Show: Hören Sie gerne Musik im Reisemobil? Wenn Ihre Antwort »ja« lautet und Sie zudem an eine DVD-Video-Abspielmöglichkeit für den Wohnraum denken, dann sind Sie klar dem Typ 4 zuzuordnen, dem Multimedia-Fan – und dann liegen Sie mit einem Nachrüstsystem mit großem Bildschirm genau richtig. Von allem ein bisschen was, und noch etwas mehr, lautet die Devise bei den wohl teuersten Autoradios der Welt. Wer sich hier etwas gönnen will, kann locker 5000 Euro und mehr in eine Multimedia-Anlage investieren. Dafür gibt es aber auch eine Menge Gegenwert: DVD-Video, hochwertiges Autohifi mit MP3-Wiedergabe sowie Anschlussmöglichkeiten für Spielkonsole und manchmal sogar Digitalkamera. Für Profis nur das Beste: Nicht nur Multimedia-Freunde, sondern auch Profi-Anwender treffen mit Bildschirm-Systemen die beste Entscheidung. Perfekte Übersicht über die groß dargestellten Karten, enorm kurze Berechnungszeiten und ein großer Speicher für Routen und Zielpunkte zeichnen die Königsklasse unter den Navigationsgeräten aus. Hinzu kommt die bereits erwähnte hohe Präzision bei der Streckenführung. Auch PDA-Navigation eignet sich für Profis. Denn die Programme können in der Regel auf das Adressbuch des Organizers zugreifen und es zur Zielführung verwenden. Das spart eine Menge Tipparbeit – vor allem, wenn man häufiger das Fahrzeug wechselt. Auch die etwas aus der Mode gekommenen Notebook-Systeme sind hier zu nennen. Einzig deren Montage im Reisemobil ist nichts für Business-, sondern nur etwas für Einbau-Profis. Das Fazit: Infotainment und Routenplanung sind auch im Reisemobil mächtig im Kommen. Zumal es sich bereits für ein paar hundert Euro bequem und zuverlässig navigieren lässt. Und weil sich unter den vielen verschiedenen für jeden Mobilisten das exakt passende System findet. Je nachdem, welche Ansprüche Sie haben und welche finanziellen Mittel Sie einsetzen möchten, dürfte die Wahl am häufigsten auf die meist ab Werk angebotenen Bildschirm-Navigationssysteme, die flexiblen und vor allem günstigen PDA-Organizer oder aber auf den perfekten Kompromiss, die Radio-Navis, fallen. Wie immer Sie sich entscheiden: Die Zukunft gehört der digitalen Navigation. Ob Sie deshalb auf Landkarten, Autoatlanten und einen pfiffigen Beifahrer verzichten wollen, ist eine andere Frage.

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Datum

20. Oktober 2004
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