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Transportboxen aus Hartplastik bieten einen guten Schutz während der Fahrt. 9 Bilder Zoom

Basiswissen Wohnmobil-Tour mit dem Haustier: Campingurlaub mit Vierbeinern

Für den Wohnmobil-Urlaub dem Haustier sollte man sich über Dinge im Klaren sein, wie Transport, Einreisevorschriften und Verhalten während der Fahrt.

Auf Stellplätzen bekommt man manchmal den Eindruck, dass zu jeder zweiten Reisemobilbesatzung ein Hund gehört. Ganz so viele sind es laut einer promobil-Umfrage zwar nicht, aber immerhin nimmt jeder vierte Teilnehmer seinen Vierbeiner mit auf Tour. Verständlich, denn ein Reisemobilurlaub hat für Tierbesitzer viele Vorteile, ist zum Beispiel viel entspannter als ein Hotelurlaub. Es liegt daher auf der Hand, dass auch Hundebesitzer die Freiheiten eines Reisemobils schätzen.

Freiheit auf der einen Seite, Verantwortung auf der anderen: Gerade beim Transport des Hundes gibt es noch viel Aufklärungsbedarf. Einige Hundebesitzer verzichten ganz auf eine Sicherung ihrer Tiere während der Fahrt. Zu unkomfortabel, zu viel Aufwand – "Argumente" gibt es genug. Was viele dabei vergessen: Ein ungesicherter Hund ist bei einem Unfall eine Gefährdung für sich selbst und andere. Laut Straßenverkehrsordnung ist man als Halter verpflichtet, die "Ladung Hund" so zu sichern, dass bei einer plötzlichen Bremsung niemand gefährdet wird (§ 22, StVO).

Praktikable Transportlösungen für Hunde gibt es indes einige. Transportboxen sind für kleine und mittelgroße Hunde eine Option, am besten misst man vorher das Fahrzeug aus, damit die Box hinterher auch genug Platz hat. Verstaut werden kann die Box in der Heckgarage, dort ist es allerdings laut und dunkel – keine ideale Lösung. Besser ist eine Platzierung in der Nähe des Fahrers, also beispielsweise unter dem Tisch. Dort muss die Box entweder verkeilt oder verzurrt werden, damit nichts rutscht. Dethleffs bietet hierfür eine Zurröse im Bereich der Sitzgruppe an, erhältlich im "4-Pfoten-Paket".

Eine andere Möglichkeit sind Sicherheitsgeschirre, die mit einem Dreipunktgurt verbunden werden. Zu viel Spiel sollte die Leine nicht haben, sonst verpufft die Wirkung des Geschirrs. Auch bei der Fahrt ist einiges zu beachten. So sollten die Tiere immer ausreichend Wasser haben und alle zwei Stunden Bewegung bekommen. Wichtig: den Hund in fremder Umgebung immer anleinen. Sollte der Hund dennoch ausreißen, ist es von Vorteil, wenn er gechipt und bei einem Haustierregister wie Tasso registriert ist. Ein Mikrochip ist Pflicht, sobald die Reise ins Ausland geht. Obligatorisch ist auch der EU-Heimtierausweis sowie eine gültige Tollwutimpfung. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann’s losgehen zum entspannten Urlaub auf Stell- oder Campingplatz.

Reisemobil mieten mit Hund

Ohne eigenes Reisemobil kann es schwierig werden, das Haustier mit in den Urlaub zu nehmen: Die meisten großen Vermieter gestatten keine Hunde in ihren Fahrzeugen. Es gibt aber Ausnahmen. So ist zum Beispiel die Wohnmobilvermietung Lechner aus Wegberg in der Nähe von Mönchengladbach auf Kunden mit Vierbeinern spezialisiert: www.waumobil.de. Auch bei LuckyWomoDog, www.luckywomodog.de, gibt es hundefreundliche Reisemobile zu mieten.

Report: Service-Hotlines

Autor

Foto

Ingolf Pompe, Hersteller, Archiv

Datum

24. Juli 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 07/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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