Reise-Tipp: Wangen im Allgäu 7 Bilder Zoom

Reise-Tipp Wangen im Allgäu: Heitere Zeiten im Allgäu

Durch eine farbenfrohe Fassadenkunst, fantasievoll gestaltete Brunnen und eine gepflegte Gemütlichkeit verzaubert Wangen jeden. Wohnmobilfahrer sind in der oberschwäbischen Stadt gern gesehen.

"Schaut mal da, die lustigen Figuren“, ruft freudestrahlend die kleine Lisa ihren Großeltern zu. Sie tummelt sich mit anderen Kindern zwischen dem Hirten und der Schweinefamilie, die den Antonius-Brunnen zieren. Die lebensgroßen Bronzeskulpturen erinnern an den Saumarkt, der früher an dieser Stelle am Südzipfel der Altstadt einmal in der Woche stattfand.

Fantasievoll gestaltete Brunnen und eine jahrhundertealte Handelstradition gehören zu den herausragenden Besonderheiten der Stadt Wangen, die gerne als das Herz des Württembergischen Allgäus bezeichnet wird. Wenngleich keine lebenden Tiere mehr angeboten werden, hat der bunte Wochenmarkt am Rathaus bei Einheimischen und Gästen nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Er findet stets mittwochs statt - so, wie es Kaiser Ludwig 1330 per Dekret bestimmt hat.

Spaziergang durch Wangen - Stadt der Brunnen und Epochen

Deutlich jünger sind die vielen Wangener Brunnen. Sie sind aus Bronze geformt und stammen alle aus den 1980er Jahren. Neben dem Antonius-Brunnen fällt auch der Esel-Brunnen ins Auge, der mit eindrucksvollen Motiven eine Fabel erzählt. Sie handelt von Vater und Sohn, die auf dem Weg zum Markt von Passanten mit Spott oder guten Ratschlägen überhäuft wurden. Manche machten Witze, weil die beiden ihren mitgeführten Esel nicht als Reittier nutzten, andere empörten sich über dessen schweres Gepäck, worauf die gescholtenen Männer schließlich den Esel an einer Stange baumelnd in die Stadt trugen.

Am repräsentativen Marktplatz trifft man auf viele Baustile vergangener Epochen. So geht der aus Findlingsbrocken gemauerte Turm der Sankt-Martins-Kirche auf die Stauferzeit zurück. Das Rathaus in der Mitte glänzt zwar mit einer vergleichsweise neuen Barockfassade, ist aber im Kern romanischen Ursprungs. Und gleich daneben steht das Hinderofenhaus, ein stark von der Renaissance geprägter, ehemaliger Patrizierpalast.

Ehemals kämpften die Wangener mit Hungersnöten, der Pest und verheerenden Feuersbrünsten. Jetzt widmen sie sich lieber den schönen Dingen des Lebens - und alle Gäste sind eingeladen, dabei mitzutun und eine Zeit lang in das heitere Ambiente der Stadt einzutauchen. Stadtnaher Ausgangspunkt für Wohnmobilisten ist Wangens großer Stellplatz.

Infos und Stellplätze in Wangen

Mehr Auskünfte gibts beim Gästeamt Wangen Tourist Information, Bindstraße 10, 88239 Wangen, Telefon 07522/74211, Telefax 07522/74214, E-Mail tourist@wangen.de , www.wangen.de

88239 Wangen im Allgäu: Parkplatz P17 Vorderes Ebnet
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 42 Mobile auf Pflastersteinen am Rand der Altstadt. Bei Bedarf zusätzliche Plätze auf großer Wiese am Argenufer. 7 Euro pro Nacht und Mobil inklusive Entsorgung und Strom. Wasser 0,50 Euro/120 Liter, Kurtaxe 1,30 Euro pro Person. Ganzjährig nutzbar.
Standort: Am Klösterle, GPS 47°40’55”N, 09°50’05”O, Telefon 07522/74211

88279 Amtzell-Büchel: Büchelwiesen Landgasthof Adler
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 36 Mobile auf Rasengittersteinen. Gestuftes Gelände bei einer Gaststätte mit Badeweiher. Alpenblick. Nach Wangen 10 Kilometer. 9 Euro pro Nacht und Mobil inklusive Wasser, Strom (26 Anschlüsse) 0,50 Euro/kWh, Dusche 1,50 Euro pro Person. Ganzjährig.
Standort: Büchel 3, GPS 47°42’31”N, 09°45’57”O, Familie Feiner, Telefon 07522/3311

88364 Wolfegg: Reisemobilhafen Loretopark
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 12 Mobile auf Schotterfläche unterhalb der Loretokapelle. Zur Ortsmitte und zum Automuseum Fritz B. Busch zirka 600 Meter. 5 Euro pro Nacht und Mobil inklusive Kurtaxe. Strom 0,50 Euro/kWh, Wasser 1 Euro/80 Liter. Aufenthalt maximal 5 Tage, Verlängerung auf Anfrage. Ganzjährig nutzbar.
Standort: Rötenbacher Straße, GPS 47°48’54”N, 09°47’53”O, Telefon 07527/960151

Der besondere Tipp:

Körperpflege, Wund- und Zahnbehandlungen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit lagen in den Händen des städtischen Baders. Wie er seine wichtige Arbeit in Wangen verrichtete, zeigt die Alte Badstube mit Kupferkessel und Waschzuber unter einem Kreuzgewölbe. www.amv-wangen.org

Autor

Foto

Thomas Cernak

Datum

24. März 2013
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