Reise-Service: Mobil zu Musikfestivals 12 Bilder Zoom

Touren-Tipp Musikfestivals: Rock'n'Reisemobil

Abrocken mit Gleichgesinnten - Wer Musik in gigantischer Atmosphäre erleben will, besucht im Sommer ein Festival. Sehr praktisch: Manche Events haben mittlerweile auch Stellplätze für Wohnmobile.

Der Sänger setzt zum Refrain an, und die Menge vor der Bühne stimmt begeistert mit ein. Die Musik schweißt völlig Unbekannte zu einer großen Gemeinschaft zusammen. Noch lange nach dem Auftritt hält die ausgelassene Stimmung an - schließlich war dies erst das Eröffnungskonzert eines mehrtägigen Musikfestivals.

In den nächsten Tagen geht es nur noch um folgende Themen: Welchen Auftritt darf man nicht verpassen? Wer hat noch einen Geheimtipp für eine noch unbekannte Band? Und wo kann man es sich auf dem Gelände kurz gemütlich machen, um sich für das nächste Konzert zu stärken? Letzteres ist leicht beantwortet: Kräfte tanken für den nächsten Auftritt kann man wie ein Rockstar am besten im eigenen Tour-Bus, kurzum: dem Wohnmobil. Wahlweise tut es auch der Platz vor dem Mobil, auf dem man sich bei einem Kaltgetränk mit neuen Festivalbekanntschaften austauscht, vorzugsweise über die Bands, die Lieblingsplatten und die besten Plätze vor den Bühnen.

Doch gibt es eigentlich eine Halbwertszeit dafür, in welchem Alter man noch auf ein Festival gehen kann? Jürgen und Michaela Reinert sind mit ihrem Campingbus immer wieder auf Konzerten und Musikfestivals unterwegs und bloggen darüber auf Ihrer Website www.camping-bus.de. Sie schreiben: „Mick Jagger ist 1943 geboren und tobt noch auf den Bühnen der Welt rum. Dann dürfen wir Jüngeren (1960/1955) vor der Bühne auch nicht schwächeln!“

Immer mehr Festivals haben neben dem traditionellen Zelt-Campingplatz mittlerweile Stellplätze für Motorräder, Caravans oder Wohnmobile. Dem Woodstock-Feeling tut es keinen Abbruch, ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Das Plus an Komfort braucht allerdings ein Plus an Planung, denn auf den meisten Festivals gibt es nur einen begrenzten Platz für Wohnmobile. Beim Festival-Ticket ist oft nur ein Zeltplatz inklusive - wer mit dem Wohnmobil kommt, muss zusätzlich eine „Wohnmobil-Plakette erwerben oder ein Extra-Ticket für den Stellplatz auf dem Festivalgelände.

Urlaub auf dem Festivalgelände

Für einige große Festivals gibt es noch Karten und Stellplätze, wie das Roskilde Festival in Dänemark oder das Sziget in Ungarn. Auf letzterem kann man beinahe eine Woche lang Urlaub machen, dafür sorgt das Rahmenprogramm mit Tanz, Theater und Sport. Dazu kommt die einmalige Lage inmitten von Budapest auf einer Donauinsel. Festival Besucher können die Insel jederzeit für eine Stadtbesichtigung verlassen - allerdings dürfen Wohnmobile nur am ersten Tag auf die Insel gebracht und am letzten weggefahren werden.

Größere Festivals bieten eine breit gefächerte Auswahl von Musikrichtungen. Kleinere Festivals hingegen spezialisieren sich meist auf einen Musikstil, wie etwa der Chiemsee Reggae Summer, das Melt (elektronische Musik) oder das M'Era Luna (Dark Metal und Gothic). Im Internet wird man für die unterschiedlichsten Musikvorlieben fündig (siehe nächste Seite).

Früh um Festival-Tickets kümmern!

Viele große Festivals waren bei Redaktionsschluss bereits ausverkauft, wie das Hurricane und das Southside Festival. Auch für das berüchtigte Heavy-Metal-Festival Wacken gibt es keine Karten mehr. Ebenfalls ausverkauft ist das „Rock am Ring“, auf dem stets Top-Bands auftreten.

Vorsicht: Schwarzmarkt-Tickets sind teuer, und es besteht die Gefahr, auf Fälschungen hereinzufallen. Wer namhafte Bands sehen will, darf beim Ticketkauf nicht lange zögern. Das beweist das Glastonbury Festival in England, weltweit eines der größten Events mit knapp 180 Bands. Bereits im Oktober letzten Jahres gab es keine Karten mehr. Innerhalb der Rekordzeit von einer Stunde und 40 Minuten waren alle 137500 Eintrittskarten vergriffen.

Für diejenigen, die sich langsam vortasten wollen: Für die meisten Veranstaltungen gibt es Tagestickets. Perfekt, um einmal Festival-Luft zu schnuppern. Wenn Sie nun das Festival-Fieber packt, noch ein Tipp von uns zur Sicherheit, falls das Unisono vor der Bühne oder die Nachbarn auf dem Stellplatz zu laut sein sollten: Ohrstöpsel nicht vergessen!

Portraits Redaktion

Foto

FKP Skorpio, Glastonbury Festival, Greenville: royalmg und doubleju, Rock im Park: G. Pfannmüller, Roskilde: Björk S. Joergensen, Per Lange, Vegard S. Kristiansen, Camping: Victoria Millner (themilnerguide.com)

Datum

9. Juli 2013
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