Reise-Tipp: Marken, News 10 Bilder Zoom

Reise-Tipp Italienische Marken: Zwischen Apennin und Adria

Breite Strände und verschwiegene Buchten an der Adria, Nostalgie in Renaissancestädtchen und ein von Menschen kaum berührter Naturpark mit hochalpiner Szenerie: Die Marken sind ein Reiseziel wie aus dem Bilderbuch. Haben wir etwas vergessen? Ach ja, die Pasta - sie ist vielleicht die beste Italiens!

Wo ist Italien am italienischsten? Natürlich in den Städten der Marken. Ob Urbino, Ascoli Piceno, Macerata oder Jesi - nirgendwo sonst auf dem Stiefel hat sich der ganz besondere Charme Italiens so unverfälscht erhalten wie in den mittelitalienischen Kleinstädten mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen und sonnigen Plätzen, prächtigen Renaissancebauten und ebenso bunten wie üppigen Obstmärkten.

Am eindrucksvollsten: die in den grünen Hügeln gelegene Renaissancestadt Urbino, deren Pracht dem im 15. Jahrhundert regierenden (und von Piero della Francesca so großartig gemalten) Herzog Federico von Moltefeltro zu verdanken ist. Wer durch die Gassen Urbinos wandert, fühlt sich um Jahrhunderte zurückversetzt - wären da nicht Hunderte von Studenten, die an der 500 Jahre alten Universität von Urbino Jura, Pharmazie oder Sprachen studieren und die altehrwürdigen Mauern der Stadt mit Leben und Lachen erfüllen.
Hinreißend ist auch das im äußersten Süden der Marken gelegene Ascoli Piceno mit seiner eleganten Piazza, die vom Dom S. Francesco und dem im 13. Jh. erbauten Palazzo del Popolo gesäumt wird. Hier findet jedes Jahr im August die „Giostra della Quintana“ statt, ein historisches Reitturnier. Reizvoll sind übrigens auch fast alle anderen Städtchen der Region. Noch einen Tipp? Offida im Süden, das zu den schönsten Orten Italiens gezählt wird.

Die Marken bieten oft alternatives Badeglück

Der große Wow-Effekt: Die senkrecht abfallenden weißen Kreideklippen am Monte Conero sind nicht nur eine Art Wahrzeichen der Marken, sie bilden auch die Bühne für das alternative Badeglück. Denn sie enden in idyllischen kleinen Buchten, die nichts mit den kilometerlangen breiten Sandstränden zu tun haben, die man sonst mit der Adria verbindet.

Die schönsten Strände am Monte Conero sind das winzige Portonovo, die Bucht von Sirolo - dessen Altstadt aussichtsreich hoch über dem Meer liegt - und Numana, dessen Strand sich weit nach Süden hinzieht. Die winzigen Geheimtipp-Buchten jedoch erreicht man nur mit dem Boot - etwa von Portonovo aus.
Auch wer das klassische Adria-Badevergnügen mit breiten Sandstränden und bunten Sonnenschirmen sucht, findet in den Marken sein Glück. Im lebhaften Gabbice Mare etwa, in Senigallia mit seinen 13 Kilometern Strand oder unter den 7000 Palmen von San Benedetto del Tronto.

Berühmte Weine & Geheimtipps

Weiß, weiß, weiß sind alle meine Reben? Das war einmal. Lange Jahre kannte man die Marken in der Tat vor allem für ihre Weißweine, allen voran für den berühmten Verdicchio, eine traditionsreiche Rebsorte, die zu den bekanntesten Weißweinen ganz Italiens zählt. Der Verdicchio dei Castelli di Jesi ist ein DOC-Wein, der um Ancona und Macerata herum angebaut wird und perfekt zu den leichten Fischgerichten der Küste passt. Man trinkt ihn jung. Interessante Geheimtipps sind die Weißweine Offida Pecorino und Falerio.

Immer öfter machen die Marken jetzt auch mit ihren Rotweinen von sich reden. Vor allem die Rebsorten Montepulciano und Sangiovese werden angebaut. Aus den Trauben der Montepulciano-Rebe und einem kleinen Anteil an Sangiovese wird zum Beispiel der Rosso Conero gekeltert, ein kräftiger und gehaltvoller Roter mit dunklen Obstnoten, von dem man sich ruhig ein paar Flaschen mitnehmen kann: Er wird mit den Jahren immer besser.

Die Sibillinischen Berge

Gerade 30 Kilometer Luftlinie von den wogenden Palmen in San Benedetto di Tronto tut sich auf einmal eine hochalpin anmutende Gebirgsszenerie auf: majestätische Felsgipfel von beinahe schon dolomitischer Dramatik, sanft abfallende Bergwiesen, weite Ebenen und hoch in der Luft bewegungslos verharrende Steinadler.

Die zum Apennin gehörenden Sibillinischen Berge liegen im Westen der Marken an der Grenze zu Umbrien, sind ein unvergessliches Naturerlebnis und stehen im Kontrast zur sanften, mediterranen Küstenlandschaft der Region. 50 ihrer Gipfel sind höher als 2000 Meter. Der mit 2476 Metern höchste trägt den Namen Monte Vettore und schenkt den Wanderern einen herrlichen Weitblick bis aufs Mittelmeer.
Noch eindrucksvoller ist die riesige und völlig baumlose Hochebene Piano Grande, die sich im späten Frühjahr, wenn der Klatschmohn blüht, in ein rotes Flammenmeer verwandelt. Auch wilde Orchideen, Edelweiß und Alpenveilchen gedeihen in der von Menschen kaum berührten Gebirgseinsamkeit, in der sich dafür selte-ne Schmetterlingsarten, Wildkatzen, Wölfe und sogar Bären wohlfühlen. Wer richtig wandern will, begibt sich am besten auf den gut markierten Fernwanderweg, der in neun Etappen am Rand des Gebirges entlangführt.

Pasta-Variationen

An der Küste duftet es nach Brodetto, der typischen Fischsuppe, in der sich 13 verschiedene Fischarten zu einem einzigartigen Aroma verbinden. Im Hinterland dagegen dringt der würzige Geruch von auf Holzkohle gegrilltem Fleisch in die Nase, es riecht nach geschmortem Kaninchen mit Fenchel und köstlichen Würsten.

Doch ganz egal ob Fisch oder Fleisch - was die Marchigiani, wie die Bewohner dieser Region genannt werden, vereint, ist ihre ausgeprägte Liebe zur Pasta, die hier in köstlichen Varianten zubereitet wird. Weit über die Grenzen der Marken hinaus bekannt sind zum Beispiel die Vincisgrassi, eine der Lasagne ähnliche Art von überbackenen Nudeln, die mit einer besonders würzigen Fleischsauce gefüllt sind und die - im Unterschied zu einer klassischen Lasagne - ganz ohne Tomaten zubereitet werden. Eine andere Spezialität sind die Passatelli, spätzleartige Nudeln, die durch ein Locheisen gedrückt und als Suppeneinlage in heißer Brühe serviert werden. Sie sind vor allem in der Gegend von Urbino zu Hause.

Die italienischen Marken - Information und Stellplätze

Anreise: Die Marken liegen an der adriatischen Ostküste Italiens. Die Autobahn A 14, die Bologna mit Apulien verbindet, verläuft parallel zur Küste und ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Anreise.

Sehenswertes

Matelica: Seine berühmte Ciauscola-Wurst, der Verdicchio und die Crescia, eine Art Strudel, machen das hübsche Renaissancestädtchen nicht nur für Kunsthistoriker, sondern auch für Feinschmecker zu einem lohnenden Ziel.

Grotten von Frasassi: Erst 1976 wurden die Tropfsteinhöhlen von Frasassi bei Genga entdeckt, in denen es viel zu sehen gibt: riesige Stalagmiten, natürlich verzierte Stalaktiten, sogar kleine Seen und vieles mehr. Ganzjährig geöffnet. Juni bis September Führungen auch in Deutsch. www.frasassi.com

Information: ENIT Italienisches Fremdenverkehrsamt, Neue Mainzer Straße 26, 60311 Frankfurt/M., Tel. 069/23 7434, www.enit.de . Die Region Marken unterhält eine eigene Website auf Deutsch: www.diemarken.com

Stellplätze

I-60123 Ancona: Area Comunale Ancona
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 30 Reisemobile. Areal in ruhiger Lage am westlichen Ortsrand des OT Posatora. Bushaltestelle zum 4 Kilometer entfernten Stadtzentrum. Fährhafen 3 km. Maximaler Aufenthalt: 48 Stunden. 12 Euro promobil und 24 Stunden. Ganzjährig nutzbar.
Standort:
Via Sanzio Blasi, GPS 43°36’00”N, 13°29’08”O,
Telefon 0039/0712224343

I-61042 Apecchio: Area Sosta Camper
Gebührenfreier Stellplatz für 30 Mobile. Parkplatz für Pkw und Mobile. 100 m vom Zentrum. Ganzjährig.
Standort:
Via Isidoro Pazzaglia, GPS 43°33’35”N, 12°25’10”O,
Telefon 0039/0722989004

I-63100 Ascoli Piceno: Parkplatz Via Piceno Aprutina
Gebührenfreier Stellplatz für 20 Reisemobile etwas außerhalb des Zentrums auf einem Parkplatz für Pkw und Reisemobile. Eben, wenig Schatten, durch Laternen beleuchtet. WC-Anlage vorhanden. Maximaler Aufenthalt: 48 Stunden. Ganzjährig.
Standort:
Via Piceno Aprutina, GPS 42°50’49”N, 13°36’35”O,
Telefon 0039/0736298204 www.comune.ascoli-piceno.it

I-60044 Fabriano: Area Attrezzata per Camper
Gebührenfreier Stellplatz für 15 Reisemobile. Separates Gelände für Reisemobile in der Nähe der Sportanlagen. Ebener, befestigter Untergrund, ruhige und
zentrale Lage, 1,5 Kilometer zum Ortskern, teilweise schattig. Ganzjährig nutzbar.
Standort:
Via Bruno Buozzi, GPS 43°20’47”N, 12°54’58”O,
Telefon 0039/0732625067

I-63023 Fermo: Area Camper LOasi
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 50 Mobile auf einem Wiesen-gelände. Duschen auf dem Tennisplatz nebenan. Saison: Juni
bis Mitte September. Hauptsaison: 18 Euro pro Nacht/Mobil, Nebensaison: 11 bzw. 13 Euro; inkl. Strom, Ver- und Entsorgung.
Standort:
Via Umberto Marilungo, GPS 43°13’58”N, 13°46’40”O,
Telefon 0039/3492949350

I-61012 Gradara: Parcheggio Attrezzato P 1
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 40 Mobile. Leicht geneigter Parkplatz unterhalb der Burganlage. WC-Anlage in der nahen Tourist-Info tagsüber. 10 Euro promobil von 8-23 Uhr oder 1,50 Euro pro Stunde. Nachts gebührenfrei. Ganzjährig nutzbar.
Standort:
Piaz. Paolo e Francesca, GPS 43°56’28”N, 12°46’16”O,
Telefon 0039/0541964128

Autor

Foto

FeelStudio/Fotolia, Udo Bernhart

Datum

26. November 2012
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