Alles über Urlaubsvorbereitung
Ratgeber: Maut in Europa 19 Bilder Zoom

Wohnmobil-Maut in Europa: Im Maut-Dschungel

Zahlsysteme, Fallstricke, Sonderregelungen –  Die meisten europäischen Länder erheben Maut. Mit den Tipps von promobil kommen Sie gut informiert durch den Urlaub und umschiffen alle Mautfallen.

Sei es in Form von Vignetten, Zahlstellen oder elektronischen Geräten, wie beispielsweise die Go-Box in Österreich. Dass man bei diesem Variantenreichtum den Überblick verlieren kann, ist kein Wunder. Daher haben wir die beliebtesten Reiseländer samt ihrer Straßengebühren unter die Lupe genommen. Fallen lauern vor allem bei den elektronischen Bezahlsystemen, die eine Registrierung im Voraus erfordern – das zeigen nicht zuletzt die vielen Leserbriefe zu Go-Box und Co. Doch auch die direkte Bezahlung an Mautstationen kann ihre Tücken haben, wenn zum Beispiel an unbemannten Stationen die Abrechnung nicht funktioniert, man keinen direkten Ansprechpartner hat – und nach dem Urlaub dann ein Bußgeld wegen Mautprellerei ins Haus flattert. Wer nicht unter Zeitdruck steht, kann sich natürlich auch die Freiheit nehmen, Mautstrecken zu umfahren. Doch egal wofür man sich entscheidet: Letztendlich ist gute Vorbereitung das Wichtigste, denn ohne tappt man garantiert in die ein oder andere Mautfalle – und das muss wirklich nicht sein.

Österreich und Schweiz

Bei der Handhabung der Vignette in Österreich und der Schweiz kann man eigentlich nichts falsch machen. Man sollte lediglich darauf achten, dass sie gut sichtbar innen an der Windschutzscheibe klebt, alte sollte man entfernen. Vignetten sind an alten Grenzstationen, grenznahen Tankstellen und bei Automobilclubs erhältlich. Weitaus mehr Schwierigkeiten bereitet Wohnmobilisten der Umgang mit der Go-Box, dem in Österreich erforderlichen mobilen Gerät zur Mautbezahlung bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen. Die Go-Box ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel und muss ebenfalls an der Windschutzscheibe angeklebt werden. Durch Mikrowellensignale wird bei der Durchfahrt unter einem Mautportal die fällige Gebühr abgebucht. Mittels Pieptönen signalisiert die Box, ob alles funktioniert oder ein Fehler aufgetreten ist. Piepst es viermal nacheinander, heißt es auf zur nächsten Vertriebsstelle der Asfinag (der österreichischen Mautgesellschaft), denn dieses Signal bedeutet, dass die Maut nicht abgebucht werden konnte. Nur wer die Gebühr umgehend nachzahlt, bleibt von der Ersatzmaut in Höhe von 220 Euro verschont. Die Go-Box-Maut kann man übrigens im Voraus oder im Nachhinein bezahlen. Letzteres ist via Kreditkartenrechnung oder durch die Anmeldung bei Go-Direkt, dem Bezahlsystem der Asfinag, möglich. Probleme mit der Go-Box tauchen vor allem bei der Programmierung auf. Hier muss unter anderem die Euro-Emissionsklasse angegeben werden. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass die Nachrüstung eines Dieselpartikelfilters an dieser etwas ändert. Auch gibt die Zahl auf der Umweltplakette keinen Aufschluss über die Euro-Emissionsklasse des Wohnmobils. Einzig und allein ausschlaggebend für die korrekte Programmierung der Go-Box ist der Eintrag in den Fahrzeugpapieren. Wer Euro 4 (IV) und besser hat, muss dies zudem schriftlich bei der Asfinag belegen. Beachten Sie: Der Nachweis muss innerhalb von zwei Wochen nach Deklaration der Schadstoffklasse erfolgen.

Auch in der Schweiz müssen Wohnmobile über 3,5 Tonnen eine höhere Maut zahlen, hier allerdings in Form der Schwerverkehrsabgabe. Zusätzlich zur normalen Maut gibt es sowohl in Österreich als auch in der Schweiz Sondermautstrecken.

Tipp: Wer ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen fährt und die Schweiz nur durchqueren will oder lediglich kurzzeitig besucht, ist am günstigsten mit der Schwerverkehrsabgabe für zehn frei wählbare Tage unterwegs. Achten Sie darauf, jeden Gültigkeitstag einzutragen.

Info: Österreich: www.asfinag.at oder www.go-maut.at, Schweiz: www.ezv.admin.ch

Achtung: fünf Mautfallen

Italien: Abmahnung wegen nicht entrichteter Maut an defekter Zahlstelle
Norwegen: Ungerechtfertigte Abmahnungen trotz gültiger Auto-Pass-Registrierung
Österreich: Go-Box mit falscher Schadstoffklasse programmiert
Portugal: Elektronische Maut für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen
Slowenien: Hohe Geldstrafen für Fahren ohne Vignette

Report: Service-Hotlines

Autor

Foto

Kohstall, Asfinag/Simlinger, Shutterstock/Lisa S., fotolia/Arid Ocean

Datum

24. Mai 2014
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