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Leserfrage - Methanol-Kanister entsorgen: Wohin mit dem Methanol der Brennstoffzelle?

Leserfrage: In unserem Wohnmobil war serienmäßig eine Efoy-Brennstoffzelle zur Stromerzeugung eingebaut. Diese wird mit Methanol betrieben, das hochgiftig ist. Kann wirklich nichts aus den Kanistern austreten? Wie können wir Kanister, in denen Reste verblieben sind, entsorgen? Und warum sind zwei Fünf-Liter-Kanister (32 Euro) bei gleicher Brennstoffmenge so viel teurer als ein Zehn-Liter-Kanister (22 Euro)?

Methanol ist in der Tat giftig, hochgiftig jedoch nur in hohen Dosen ab einem Gramm je Kilogramm Körpergewicht.Der Umgang mit Methanol erfordert wie bei anderen Gefahr­stoffen (Benzin, chlorhaltige Reinigungsmittel usw.) auch vom Nutzer deshalb eine gewis­se Umsicht. Der Anbieter ist natürlich ebenso verpflichtet, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um eine Gefährdung der Nutzer so weit wie möglich auszuschließen.

Die Methanol-Behälter von Smart Fuel Cell, die sogenannten Tankpatronen, sind nach Herstellerangaben umfangreich getestet worden und tragen das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Sie besitzen ein patentiertes Ventil-Verschlusssystem, das gewährleisten soll, dass der Benutzer mit dem Methanol weder in flüssiger Form noch mit Dämpfen in Berührung kommt.

Die Verschlüsse sind kindersicher und gegen Auslaufen geschützt; auch beim Wechsel der Patronen am Gerät kann normalerweise nichts passieren. Fehlerhafte, zum Beispiel undichte Patronen sollten umgehend beim Verkäufer reklamiert werden. Auf keinen Fall sollte man undichte Kanister weiterverwenden.

Vollständig entleerte Behälter dürfen mit dem normalen Kunststoff-Verpackungsmüll im gelben Sack oder auf Wertstoffhöfen entsorgt werden. Allerdings verbleibt meist doch ein kleiner Rest im Kanister. Solche Patronen sollte man mit dem Originaldeckel verschließen und dem Händler zurückgeben.

Das Naturprodukt Methanol ist im Übrigen gut biologisch abbaubar. So sind Brennstoffzellen auch in Umweltschutzgebieten zugelassen, wo beispielsweise der Gebrauch von Diesel- oder Benzingeneratoren ausdrücklich nicht gestattet ist.

Der von Ihnen angesprochene, tatsächlich recht große Preisunterschied rührt nach Herstelleraussagen daher, dass nicht der Inhalt, sondern die Verpackung samt Verschlusssystem das teuerste an den Methanol-Tankpatronen ist.

Wenn auch Sie Fragen zum Thema Wohnmobil haben, mailen Sie uns an redaktion@promobil.de

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Datum

22. Februar 2009
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