Alles über Wintercamping
Laurins praechtiger Rosengarten. 13 Bilder Zoom

Winterliche Mobil-Tour ins Fassatal: Laurins Zauberreich in den Dolomiten

Winterfreuden vom Feinsten, Kulinarik und Kultur erleben mobile Urlauber im italienischen Fassatal. Zum Saisonstart bietet es viele Neuigkeiten, darunter einen Skipass für drei Gebiete.

Wundersame Geschichten erzählte man sich früher im Fassatal, am knisternden Feuer sitzend darunter die vom legendären Zwergenkönig Laurin. Der Sage nach verlor jener trotz magischer Kräfte den Kampf mit Dietrich von Bern um die Gunst von Similde, der schönen Tochter des Königs an der Etsch. Aus Gram belegte der Besiegte seinen Rosengarten, den er weit oben im Geröll angelegt hatte, mit einem Fluch. Dieser besagt, dass kein Mensch nach ihm die Blütenpracht genießen dürfe weder bei Tag noch bei Nacht. Laurin vergaß aber die Dämmerung, weshalb die bizarren Felsspitzen über dem Dolomitental auch heute noch beim Sonnenauf- und -untergang leuchtend rot erblühen.

Traditionen und Kulinarik im Fassatal

Und wie anno dazumal treffen sich Einheimische und Gäste beim Einbruch der Dunkelheit in den urgemütlichen Gaststuben, um im Schein des Kaminofens Leib und Seele zu erwärmen. Nach einem langen Tag auf den Brettern tut dies besonders gut. Zudem eilt der herzhaften Trentiner Küche zu Recht der Ruf voraus, zur körperlichen Wiederherstellung maßgeblich beizutragen. Ebendeshalb tönt talauf, talab von den Wirtshaustischen immer wieder der Ruf: Zacan se zaca zeche! ein ladinischer Zungenbrecher, der bedeutet: Endlich gibt es etwas zu essen!

Dann gibt es vielleicht Tagliata di manzo al Teroldego con radicchio rosso, castagne e crocchette, zu Deutsch etwa geschnetzeltes Rindfleisch in Teroldego-Weinsauce mit rotem Radicchio, Kastanien und Kartoffelkroketten. Speisen wie diese werfen automatisch die Frage auf: Wie lässt sich ein solcher Kalorienschub auf die Schnelle wieder abtrainieren? Und in diesem Punkt bietet die norditalienische Bergwelt mit ihren überaus vielseitigen Wintersportmöglichkeiten die optimalen Grundvoraussetzungen.

Fassatal: Viele Pistenkilometer im Skigebiet

Insgesamt 500 Pistenkilometer und 200 Liftanlagen garantieren rund um Marmolata, Rosengarten, Langkofel und den majestätischen Sellastock ein außergewöhnliches Skivergnügen. Ob Anfänger oder Könner: Hier findet jeder das passende Terrain. Und es kommen immer wieder Strecken hinzu, beispielsweise im Karersee-Gebiet, wo pünktlich zur beginnenden Wintersaison der neue 6er-Sessellift Tschein zur Verfügung steht. Er verbindet die Abfahrten südöstlich der Moseralm, Paolina und Latemar mit den Laurin-Pisten im Nordwesten. Die Anlage erstreckt sich auf einer Länge von rund 2000 Meter und bringt die Skifahrer in sechs Minuten zum Tschein-Berg. Die dazugehörige Bergstation wurde etwa 80 Meter höher angelegt als die vorherige. Somit entstand ein zusätzlicher Pistenabschnitt unterhalb der Kölner Hütte.

Die als sehr sonnig bekannte Tschein-Piste erhielt im Übrigen eine spürbare Aufwertung: Die teils rote und teils blaue Strecke bietet nun für die Spitzenkönner eine steile Abfahrt, für weniger Geübte leichte Ausweichvarianten. Zur gleichen Zeit eröffnete an der Moser-Piste beim Skilift Moseralm ein Family-Fun-Park ein Übungs- und Spaßhang, der auf die Bedürfnisse von Kindern und Freestyle-Anfängern zugeschnitten ist; sie haben hier die Gelegenheit, ihre ersten Schritte in die Freestyle-Welt zu wagen.

Ebenfalls für Neulinge ausgelegt: der Dolomiti Snowpark im Zentrum der Ski-area Belvedere in fantastischer Lage zwischen den Pisten Grohmann und Salei, unmittelbar unter der Sellagruppe. Dort kommt zum Saisonstart ein sogenannter BigAirBag zum Einsatz, eine riesige Luftmatratze, die auch bei nicht ganz perfekten Sprüngen eine sanfte Landung gewährleistet. Zu erreichen ist die Anlage mit der Kabinenbahn ab Canazei.

Wintersport-Hochburgen in den Dolomiten

Canazei, Campitello und Pozza gelten als die Top Drei unter den Wintersportdörfern im Tal, die jeweils auch über einen eigenen Campingplatz verfügen. Canazei zum Beispiel zeichnet besonders seine Kinderfreundlichkeit aus, vom Skikindergarten bis zur Babybetreuung. Daneben stehen Schneeschuhwanderungen aller Schwierigkeitsgrade und Skitouren hoch im Kurs. Unzählige Restaurants, Cafés und Bars sorgen für Après-Ski-Spaß.

Entspannungssuchende lassen es sich im schicken Hallenbad Dòlaondes mit Wellnesszentrum gut gehen (www.dolaondes.it). Neben der obligatorischen Sauna gibt es da Thalasso, Hamam, Hy­dromassage und mehr. Campitello und Pozza weisen ähnliche Angebote aus. Eine wichtige Neuheit betrifft die gesamte Region. Mit dem Skipass Fassa XL 3+3 kann man ab dieser Saison erstmals mit einem einzigen Ticket an sechs aufeinanderfolgenden Tagen über die Pisten der Skigebiete Fassa, Trevalli und Fiemme gleiten. Man bekommt ihn zu einem recht attraktiven Preis (ab 194 Euro für Erwachsene), wenngleich spezielle Bedingungen gelten.

Alle Orte im Fassatal lassen sich übrigens bequem per kostenlosem Skibus erreichen und die Momente, wenn morgens und abends Laurins Rosen erblühen, sind so kostenlos wie unbezahlbar.

Autor

Foto

Cernak

Datum

10. Januar 2015
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