Zoom

Ratgeber Thermen: Wellness im Winter

Wellness: Wenn es draußen stürmt und schneit, dann naht die hohe Zeit der Wellness-Angebote.

Vorfreude ist immer noch die beste Freude – das gilt auch und vor allem beim Studium von Reiseprospekten. Auf den Wellness-Seiten wimmelt es von sonnengebräunten und sportgestählten Körpern, die sich in Thermalbädern tummeln, sich von einem kräftigen Masseur durchkneten oder von den sanften Fingern einer Kosmetikerin verschönern lassen. Die Namen dieser Thermen erzählen von sagenumwobenen Welten. Von Kelten und Römern ist da die Rede, so manche Wortschöpfung führt die Sonne im Mund und weckt gerade an tristen und feuchtkalten Tagen die Sehnsucht nach Wärme, Licht und einem Hauch von Sonnenschein. Der Wunsch kann in Erfüllung gehen. Immer mehr Kurorte, Thermengesellschaften und Campingplatzbetreiber entdecken Reisemobilisten als ebenso zahlungskräftige wie erholungswillige Kunden. Das aber stellt den Wellness-Eleven vor die Qual der Wahl: Wohin soll die Reise gehen? Der erste Blick gilt den einschlägigen Prospekten und Internetseiten. Auch hier wimmelt es oft von ebenso farbigen wie den Laien überfordernden Fachausdrücken: Begriffe wie „Hamham-Liege“ wecken eher Assoziationen an die Märchenwelt aus Tausendundeiner Nacht, als dass sie den Kunden en detail informieren.

Erster Schritt beim Angebotsvergleich: die richtige Therme finden. Experten unterscheiden zwischen den ruhigen und auf eine ältere, Erholung suchende Klientel ausgerichteten Thermalbädern, den Spaß- und Sportbädern mit Rutschen, Sprungtürmen und Einrichtungen zum Amüsement der meist jüngeren Gäste sowie den Gesundheitsbädern, die Kureinrichtungen mit Unterhaltungselementen verbinden. Wellness ist allerdings fast überall groß in Mode. Die nächste Überlegung gilt also den Anwendungen. Was darf es sein? Einzelanwendungen für den aktiven Menschen wie Bewegungsbäder oder Aqua-Jogging? Oder doch lieber etwas zum Entspannen wie Massagen, Bäder, Packungen und Wärmeanwendungen? Aber: Die Zahl der einzelnen Angebote ist kaum überschaubar, ihre Wirkung dem Laien weitgehend unbekannt. Die einfachste Lösung des Problems liefert also eine Pauschale: Die Anwendungen sind medizinisch sinnvoll aufgebaut und überfordern auch ältere Menschen nicht. Über 50 Pauschalen verzeichnet allein der Prospekt von Bad Königshofen. Das Angebot reicht von Tagesprogrammen der klassischen Thai-Massage bis hin zu einwöchigen Wellness-Paketen samt Stellplatz. Die Alternative: Gäste, die bereits wissen, was ihnen gut tut, können im Rahmen der Möglichkeiten vor Ort ihre Anwendungen selbst zusammenstellen und sich dabei von den Mitarbeitern beraten lassen. Faktor Nummer zwei: der Stellplatz. Freizeit-, Gesundheits- und Thermalbäder mit Stellplatz sind in Deutschland keine Seltenheit mehr, bei der Auswahl sollte der Gast also auch hier die wichtigsten Unterschiede berücksichtigen. Vor allem im Winter ausschlaggebend: die Entfernung vom Reisemobil zur Wellness-Oase. Bad Königshofen und Bad Saulgau haben dabei die Nase vorn – nur wenige Schritte trennen den jeweiligen Stellplatz vom Eingang zur Therme. Dichtauf folgen die Angebote von Bad Dürrheim, Bad Krozingen, Bad Salzungen, Bad Wörishofen oder Neualbenreuth.

Deren Thermen sind zwar etwas weiter entfernt, aber immer noch bequem zu Fuß zu erreichen. Bleibt also noch der Blick auf den Stellplatz selbst. Die Unterschiede sind beträchtlich. Für Reisemobile reservierte Areale, in der Szene inzwischen allgemein als Reisemobilhäfen bekannt, empfehlen sich vor allem für die längeren Wellnesspauschalen. Hier setzen die großen Vier unter den reisemobilfreundlichen Kurorten den Erfolgsstandard. Bad Dürrheim, Bad Königshofen, Bad Saulgau und Neualbenreuth weisen nicht nur komfortable, sondern auch absolut wintertaugliche Stellplätze aus. Bei vielen anderen Kurorten muss der Gast in diesem Punkt Abstriche machen: In Bad Krozingen geht der Stellplatz unmittelbar in den Pkw-Bereich über, die nahe Straße sorgt zusätzlich für Verdruss. In Bad Gögging fallen die Stellflächen für Dickschiffe zu klein aus, und auch die Top-Therme von Erding kann in puncto Stellplatz nicht ganz überzeugen. Ähnliches gilt für die neue Therme von Bad Wörishofen. So attraktiv der Bau aus Stahl und Glas auch sein mag, ohne Ent- und Versorgung bleibt der Stellplatz ein Transitplatz für einen kürzeren Aufenthalt. Um richtig verstanden zu werden: Auch Stellplätze dieser Machart haben absolut ihren Reiz. Wer aber von seiner Wellnessreise mehr verlangt als nur einen Saunagang samt anschließendem Parken, der sollte sich die Angebote vor Ort genau ansehen.

promobil Logo

Autor

Datum

14. Dezember 2004
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++
+++ Viele Tipps +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
02:15 Offroad-Fahrschule mit promobil vor 3 Tagen
57 Aufrufe
06:27 Bürstner Lyseo 2016 Supercheck vor einem Monat
564 Aufrufe
  • Alle Bereiche
  • News
  • Tests
  • Stellplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
Alle Marken von A-Z