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Reise-Tipp Deutschland: Weihnachtsmärkte

Aus ganz verschiedenen Gründen denken die meisten Menschen in Zusammenhang mit Weihnachten an tief verschneite Bergwelten - dicke Schneeflocken, unter deren weißer Pracht sich die Äste beugen.

Tief verschneite Bergwelt: Aus einem unerfindlichen Grund fällt vielen Menschen beim Gedanken an die Weihnachtszeit spontan diese Szenerie ein – dicke Schneeflocken, unter der weißen Pracht gebeugte Äste und mittendrin in dieser Märchenlandschaft ein Schlitten mit rot gekleidetem Passagier. All das scheint nicht so recht zum gelegentlich spröden Norden zu passen. So kann man sich täuschen. Kenner der Weihnachtsmarkt-Szene weisen seit Jahren auf den Charme Lübecks hin. Und in der Tat: Die Schöne an der Trave ragt dank unverwechselbarer Attraktionen aus der Masse der Weihnachts-Städte weit heraus. Vor allem der Kunsthandwerkermarkt im mittelalterlichen Heilig-Geist-Spital, aber auch sein Pendant in der St.-Petri-Kirche sind einzigartig: Wo sonst treffen sich so viele Aussteller aus dem Ostseeraum, um Keramik und Holzarbeiten, Lederwaren und Kunstgegenstände vor einer gut 800 Jahre alten Kulisse anzubieten?

Typische Weihnachtsmärkte mit ihrer Mischung aus Bratäpfeln, Mandeln, Zimtsternen und Glühwein sind in Lübeck eher Beiwerk, zumal der Marzipan-Matador Niederegger in seinem Stammhaus an der Breiten Straße einen kalorienträchtigen Basar abhält. Doch auch Winterliches kommt nicht zu kurz. Lübeck erlebt vom 7. bis zum 9. Dezember die Weltmeisterschaft der Eiskünstler, die mit ihren kalten Kunstwerken das bis zum 23. Januar andauernde Eisskulpturenfestival am Holstentor eröffnen. Bremen ist die zweite Station.

Der Weihnachtsmarkt in der Hansestadt an der Weser profitiert ähnlich wie die Märkte in Münster von der Kulisse der historischen Innenstadt. Sind es in Bremen die Stadtmusikanten, der Roland und das Rathaus, die den Weihnachtsmarkt einrahmen, so verteilen sich die fünf Märkte von Münster in der dezent beleuchteten Altstadt mit ihren vielen Kirchen, Adelshöfen und dem altehrwürdigen Rathaus. Dazu kommt in Bremen ein mehr als reichhaltiges Kulturprogramm mit Orgelkonzerten und Krippenspielen, Theater und Ausstellungen. Blasmusik und Glockenspiel rahmen auch den Aachener Weihnachtsmarkt ein. Rund um Dom und Marktplatz drängen sich über 100 Stände. Hoch geht es gewöhnlich vor den Buden her, an denen es Reibekuchen gibt – sie gehören zu Aachen wie Karl der Große und die Printen. Wer auch im Advent das Ungewöhnliche sucht, sollte kleinere Städte in seine Reiseplanung mit einbeziehen. In Hann. Münden, der Fachwerkstadt im Weserbergland, und in Deidesheim an der Deutschen Weinstraße erreicht die Weihnachtsreise zwei Höhepunkte.

Der Adventsmarkt von Deidesheim ist für seine romantische Atmosphäre ebenso berühmt wie für das feine Kunsthandwerk. In Hann. Münden locken der Doktor-Eisenbart-Weihnachtsmarkt, spezielle Führungen, Konzerte, Theaterstücke für Kinder, eine Ausstellung internationaler Weihnachtsmännermodelle sowie ein eigenständiger Adventskalender. Bleibt das Frankenland mit zahlreichen Top-Veranstaltungen – vom weltberühmten Christkindlesmarkt auf dem Nürnberger Hauptmarkt bis hin zu den etwas weniger stark besuchten Städten wie Dinkelsbühl. Kunsthandwerk bestimmt hier den Weihnachtsmarkt im Innenhof des Spitals, im Kunstgewölbe ist ein Basar mit exklusiven Arbeiten zu entdecken. Was fehlt bei dieser Weihnachtsreise? Klar: Dresden. Zur Ehrenrettung der Redaktion sei gesagt: Sie kürt die sächsische Landeshauptstadt zur Gemeinde des Monats Dezember (siehe Seite 145). Wäre das nicht ein guter Anlass, wieder einmal über den Striezelmarkt zu schlendern und auf der Rückreise einen Abstecher ins nahe Erzgebirge einzulegen?

Termine

Lübeck: Weihnachtsmarkt, Märchenwald (22. 11.–20. 12.), Kunsthandwerkermarkt in der St.-Petri-Kirche (24. 11.–23. 12.) und im Heilig-Geist-Spital (26. 11.–6. 12.).

Bremen: Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz, Ausstellungen in der Rathaushalle (25. 11.–23. 12.).

Hann. Münden: Weihnachtsreise mit Führungen, Märkten und Konzerten (27. 11.–31. 12.).

Münster: Gleich vier Weihnachtsmärkte setzen die Altstadt gekonnt in Szene (22. 11.–23. 12.).

Aachen: Rund ums Rathaus steigt einer der schönsten Weihnachtsmärkte des Landes (22. 11.–23. 12.).

Deidesheim: Edles Kunsthandwerk kennzeichnet den Markt an den vier Adventswochenenden.

Freiburg: Der Weihnachtsmarkt am Rathaus steht im Zeichen von Kunst und Genuss (22. 11.–23. 12.).

Wangen: An den vier Adventssamstagen schmücken über 80 Stände die zauberhafte Altstadt.

Dinkelsbühl: Weihnachtsmarkt im Innenhof der historischen Spitalanlage (25. 11.–21. 12.).

Nürnberg: Von ihrer besten Seite zeigt sich die Lebkuchenstadt beim Christkindlesmarkt (26. 11.–24. 12.).

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Datum

29. November 2004
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