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Ratgeber: Tragende Rollen

Wenn’s um Gewichte bei Reisemobilen geht, gilt der erste Blick in der Regel dem zulässigen Gesamt- und dem Leergewicht. Denn aus deren Differenz lässt sich die Gesamtzuladung ermitteln. Doch dieser Wert gibt nur bedingt Auskunft über die tatsächlichen Beladungsmöglichkeiten. Neben den zulässigen Achslasten sind auch die Traglasten der Reifen von entscheidender Bedeutung. Sowohl die hohen Gewichte als auch die Wankbewegungen des Aufbaus setzen den Reifen stark zu. Wenn ihre zulässige Traglast überschritten wird, sind Reifenplatzer nur noch eine Frage der Zeit.
Über die Tragfähigkeit des einzelnen Reifens gibt der so genannte Last-Index Auskunft: eine zwei- oder dreistellige Zahl, die auf der Reifenflanke hinter der Größenangabe steht. Der zweite, etwas niedrigere Wert gilt für die Zwillingsbereifung. Bei Zweifeln an ausreichender Tragfähigkeit, sollte man folgendermaßen vorgehen: Zunächst das Fahrzeug reisefertig beladen und anschließend jedes Rad einzeln wiegen. Das ist bei vielen Kfz-Prüfstellen, wie dem TÜV, auf öffentlichen Waagen oder mit einer speziellen Radlastwaage auf ebener Fläche möglich. Um den Last-Index zu entschlüsseln, hilft dann eine Fahrt zum Reifenhändler, der die für den einzelnen Reifen zulässige Höchstlast auf einer Tabelle nachlesen kann.

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promobil

Datum

10. November 2003
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