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Leserfrage - Wohnmobil mieten: Stolperstricke beim Mieten

Wer sich aus Kostengründen kein eigenes Wohnmobil zulegen oder das Campen erst einmal ausprobieren möchte, greift gerne auf die Angebote zu einem Mietmobil zurück. Dass das nicht immer ohne Tücken abläuft, zeigt das Beispiel eines Lesers.

Das hätte sich Leser Diedrich Blank nicht träumen lassen. Zum ersten Mal mietet der Dortmunder bei einer größeren Verleihkette ein Wohnmobil und überlässt dem Vermieter die von den meisten Unternehmen verlangte Kaution – immerhin 500 Euro. Am Tag der Rückgabe dann die Überraschung: Bei der Inspektion des Mobils weist der Vermieter auf zwei kleine Lackschäden hin, die es sich im Urlaub der Blanks zugezogen haben müsse. Die Kaution behält er ein mit der Begründung, erst einen Kostenvoranschlag für die Reparatur einholen zu müssen.

Auf Kostenaufstellung oder Geld wartet Diedrich Blank bis heute vergeblich.
Die Chancen, dass Blank doch noch zu seinem Recht kommt, beurteilt Rechtsanwalt Rüdiger Zipper als gering. Auf die Schäden wird im Mietvertrag nicht hingewiesen, und die Beweislast für Schadensursache und -zeitpunkt liegt eindeutig beim Mieter. Zwar dürfe, so Zipper, der Vermieter nur tatsächliche Reparaturkosten aufwenden und der Mieter könne auf dem Kostenvoranschlag bestehen. Aber es bleibt das Risiko einer Retourkutsche: Der Schaden wird bei einer befreundeten Werkstatt bewertet und fällt viel höher aus als die Kaution.

Die einzige Möglichkeit, sich vor unseriösen Vermietern zu schützen, besteht darin, das Mobil bei der Übernahme gründlich unter die Lupe zu nehmen und jeden noch so kleinen Mangel im Mietvertrag festzuhalten. Das ist zeitaufwendig, spart aber im Zweifelsfall bares Geld.
Böse überrascht werden kann auch, wer unvermutet die Reise im Mietmobil doch nicht wie geplant antreten kann. Steht im Kleingedruckten etwas von 100 Prozent Stornogebühr oder ist für den Ausfall gar keine explizite Regelung getroffen, kann den Mieter nur eine vorher abgeschlossene Reiserücktrittskosten-Versicherung davor bewahren, die komplette Leihgebühr bezahlen zu müssen.

Mehr Tipps zum Mieten eines Wohnmobils:

Schritt für Schritt zum Profi-Camper - So geht es: mieten, kaufen, versichern
Wohnmobil mieten in Übersee: Miet me, Baby!
Wohnmobil richtig mieten: Befristetes Verhältnis
Ratgeber Wohnmobile Richtig Mieten: Suchen und Buchen

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Datum

28. Februar 2006
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