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Stellplatz-Tipp Wohnmobilpark in Berlin: Mit dem Wohnmobil in die Metropole

Deutschlands Metropole ist allemal eine Reise wert. Zudem ist die Hauptstadt spitze, wenn esd um Stellplätze geht. Eine promobil Tour nach Berlin und ins Umland zeigt das nochmals.

Berlin soll ja bekanntlich eine Reise wert sein, doch die Werbebotschaft aus den Tagen der Teilung wirkt angesichts der jüngsten Stellplatzentwicklung in der Stadt fast schon bescheiden. Denn Reisemobilisten benötigen mittlerweile schon mehrere Touren oder viel Zeit, wenn sie sich einen Überblick über das erfreulich facettenreich gewordene Stellplatzangebot in der Hauptstadt verschaffen wollen.

Vor wenigen Wochen erst hat Helge Dujkers seinen Wohnmobilpark Berlin in Tegel eröffnet – und damit den inzwischen sechsten Reisemobil-Stellplatz in Berliner Stadtbezirken ins Leben gerufen.

„Wohnmobilpark“ heißt dieser Stellplatz ganz bewusst, denn damit spielt sein Betreiber auf die frühere Verwendung des 10 000 Quadratmeter großen Grundstücks als Baumschule an. Auch die zugleich verkehrsgünstige Lage unweit der Stadtautobahn und in einer für eine Großstadt ruhigen Umgebung sowie die Bepflanzung mit viel Grün heben den teilweise terrassierten Stellplatz im Nordwesten von Berlin aus der Menge heraus.

So ungewöhnlich wie die Vorgeschichte ist auch die Stellplatzorganisation. Dujkers teilt als erster Stellplatzbetreiber Deutschlands seine 90 Parzellen in vier Kategorien auf: einfache Übernachtungsplätze, Standard-Stellplätze mit etwa 35 Quadratmeter Fläche, Extra-Stellplätze mit 50 Quadratmetern und als Sahnehäubchen die Premium-Stellplätze mit über 80 Quadratmetern.

Diese Staffelung drückt sich auch in der Gebührenordnung aus. Der günstigste Platz kostet sieben Euro promobil, die exklusive Variante kommt auf 15 Euro, und dazwischen ist je nach Absicherung der Stromanschlüsse vieles möglich. Die U-Bahn- und S-Bahn-Stationen in Berlin-Tegel sind vom Stellplatz aus zu Fuß in fünf Minuten zu erreichen. Von da aus dauert die Fahrt ins Zentrum ohne umzusteigen nur noch eine gute Viertelstunde. Wie ernst die Betreiber der anderen, bereits in promobil vorgestellten Stellplätze diesen neuen Wettbewerber nehmen, lässt sich an ihren Reaktionen ablesen. Der bisherige Platzhirsch, der Reisemobilhafen Berlin im Bezirk Spandau, hat kürzlich neue Sanitärcontainer bekommen, die den Standard des Platzes deutlich steigern. „Wir folgen damit einem Wunsch ganz vieler Gäste“, betont Kai Schulz vom Reisemobilhafen Berlin. Diese Erfahrung bestätigt auch Dirk Steinbock, Juniorchef im Abschleppunternehmen Steinbock und Sohn, muss in dieser Frage aber passen.

Die Kreuzberger weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie weder mit Toilette noch Dusche dienen können – dafür aber mit mehr Platz für Reisemobile: Steinbock hat den Stellplatz auf seinem Firmengelände auf eine Kapazität von gut 30 Mobilen erweitert. Hinzu kommen zwei eigentlich unvereinbare Vorzüge: eine ruhige und sichere, weil bewachte Lage in einem trotzdem großstädtischen Quartier. Im Herzen der Stadt befindet sich auch die Internationale Reisemobilstation Berlin – genau dort, wo einst die Mauer Berlin teilte, können auf einem gut befestigten, von Wohnhäusern umgebenen Groß-Stellplatz an die 45 Mobile stehen, nur 15 Gehminuten von der Friedrichstraße entfernt.

Vor den Toren der Stadt, in Köpenick, findet sich schließlich das komplette Gegenteil – ein schmucker, kleiner Stellplatz am historischen Fährhaus Wendenschloss in einem Villenviertel unweit des Großen Müggelsees. Das Umfeld mit Sportboothafen, Fähre und viel Grün lässt die Metropole vergessen und wird Gäste begeistern, die in Berlin nicht nur Pflaster unter den Füßen spüren wollen. Für diese kommen auch die drei größeren Stellplätze im Berliner Umland in Frage. Vor dem Country Camping in Tiefensee nördlich von Berlin findet sich ein großzügig parzellierter und gut ausgestatteter Reisemobilhafen, der sich gut als Sprungbrett nach Berlin eignet, aber ebenso, wie auch die Stellplätze in Fürstenberg oder in Belzig, für erholsame Tage im Grünen mit Radtouren und Wanderungen. Nebenbei bemerkt: All diese Stellplätze befinden sich in privater Trägerschaft – ein Signal dafür, dass der Betrieb eines Stellplatzes nunmehr auch für private Investoren als heißer Tipp gilt. Berlin ist halt nicht nur für Touristen eine Reise wert.

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Datum

11. August 2005
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