Alles über Stellplatz-Planung
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Ratgeber - Stellplätze als Wirtschaftsfaktor: Stellplatz-Studie Teil 3

Was bringt ein Stellplatz der Kommune? Die Studie von promobil, Professor Peters und project m zum Wohnmobil-Tourismus erhellt die wirtschaftlichen Hintergründe einer touristischen Wachstumsbranche.

Vorurteile sind mitunter nur schwer auszurotten. Auch heute noch soll es Vertreter von Campingwirtschaft und Touristik geben, die sich unter dem Reisemobilfahrer einen Zeitgenossen vorstellen, der abends eine mitgebrachte Dose Ravioli auf dem Esbit-Kocher erwärmt und sich dazu einen Schluck Dosenbier aus dem heimischen Supermarkt genehmigt, um am nächsten Morgen von dannen zu ziehen, einen riesigen Berg Müll und Unrat auf dem Stellplatz hinter sich lassend.

Entsprechend zweifelhaft ist das Image der mobilen Urlaubswelt auch heute noch. Ein Rundgang auf der ITB in Berlin, der weltweit größten Reisemesse, zeigt es nur zu deutlich: Reisemobil-Tourismus ist in vielen Köpfen nach wie vor ein Teil der Camping-Szene, und diese rangiert bei vielen Touristikern in puncto Image immer noch irgendwo zwischen Jugendherberge und Heubettenhotel.

Wieviel Geld gibt ein Reisemobilist durchschnittlich aus?

Wie die Realität aussieht, zeigt ein Blick auf die Studie zum Reisemobil-Tourismus in Deutschland, die promobil gemeinsam mit zwei starken Partnern - Professor Gerd Peters von der Fachhochschule Eberswalde und der project m Marketingberatung aus Lüneburg - erarbeitet hat. Zur Erinnerung: Über 4.000 promobil-Leser hatten im Frühsommer einen detaillierten Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt; genau 1.381 davon wurden nach dem Zufallsprinzip ausgesucht und detailliert ausgewertet. Entscheidend für die Akzeptanz einer Zielgruppe im Tourismusgeschäft ist, wie könnte es anders sein, die Ausgabefreudigkeit.

Das Ergebnis der Studie lässt aufhorchen: Gut 45 Euro, so rechnen die Forscher von project m aus den Angaben der promobil-Leser aus, gibt ein Reisemobil-Tourist zusätzlich zur Stellplatzgebühr vor Ort aus, und zwar pro Tag und Person. Diese Summe setzt sich aus drei Komponenten zusammen: den Ausgaben in der Gastronomie - im Restaurant, Imbiss oder Café - für Einkäufe im Ort, ob eine Füllung Diesel und für Lebensmittel sowie für Freizeitaktivitäten - Eintrittskarten für Museen oder Bäder. Ein Blick auf die Verteilung erklärt das Freizeitverhalten: Knapp 19 Euro der Summe bleiben in der Gastronomie, fast 16 Euro fließen in Einkäufe und Lebensmittel, und gut zehn Euro finanzieren die Freizeitgestaltung.

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Datum

2. Januar 2003
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