Alles über Stellplatz-Planung
Zoom

Ratgeber Preise für Wohnmobil-Stellplätze: Stellplatz-Studie Teil 2

Wie teuer darf ein Stellplatz sein? Die Studie von promobil, Professor Gerd Peters und project m beantwortet die Frage des Jahres.

Geld stinkt zwar nicht, bietet aber immer wieder den schönsten Anlass für endlose Diskussionen, Zoff und jede Menge Ärger. Zu sehen war dies gerade in der zurückliegenden Feriensaison: Die teilweise heftigen Preissteigerungen auf Reisemobil-Stellplätzen erregten die Gemüter zahlreicher Reisemobilisten, die sich mit drastischen Worten Luft verschafften. "Abzocke“ war noch einer der freundlichsten Ausdrücke, die sich Stellplatzbetreiber anhören durften, welche die gute alte "DM“ einfach durch den neuen "Euro“ ersetzten, ohne die Zahl davor zu verändern.

Mit Spannung erwartete die Redaktion deshalb auch die Ergebnisse der brandneuen Grundlagenstudie zum Reisemobil-Tourismus in Deutschland, die Gerd Peters, Reisemobilfahrer und Marketing-Professor an der FH Eberswalde, und die project m Marketingberatung aus Lüneburg gemeinsam mit promobil erarbeiteten. Über 4.200 Leser hatten im Sommer einen detaillierten Fragebogen ausgefüllt, der die Basis für diese Untersuchung ist.

Was darf ein Stellplatz kosten?

Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Ein Drittel der der promobil-Leser gibt an, zurzeit bis fünf Euro für eine Nacht auf einem Stellplatz zu bezahlen, weitere 60 Prozent entrichten ihren Angaben zufolge zwischen fünf und zehn Euro. Und nur fünf Prozent der Einsender zahlten nach eigenem Bekunden über zehn Euro pro Nacht und Mobil.

Diese Angaben decken sich mit den Erfahrungen aus der Praxis. Die weit überwiegende Zahl der promobil-Gemeinden des Monats bietet keinen gebührenfreien Stellplatz mehr an. Ein Blick auf die Übersicht zeigt, dass sich die Tarife der guten Stellplätze meist im Bereich zwischen vier und acht Euro pro Reisemobil und Nacht bewegen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Mit Rotenburg an der Fulda, Worms und Gau-Algesheim setzen drei beliebte, gut besuchte promobil-Gemeinden des Monats auf die Spendenbereitschaft ihrer Gäste.

Auch "teurere" Stellplätze kommen gut an

Stellvertretend für die Mehrheit der Stellplatzbetreiber steht eine Aussage von Werner Angermüller, dem Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft im fränkischen Bad Königshofen: "Wir verlangen seit Jahresbeginn sieben Euro pro Nacht und Mobil und haben bis heute so gut wie keine Beschwerde unserer Gäste bekommen.“ Im Gegenteil, der Reisemobilhafen an der Franken-Therme war den Großteil der Saison sogar komplett ausgebucht - obwohl für Strom und Frischwasser noch Zusatzgebühren anfallen.

Zweites Beispiel: Die Stadt Überlingen war nach einem außergerichtlichen Vergleich mit dem Pächter des Campingplatzes gezwungen, ihre Gebühr auf zehn Euro zu erhöhen. Sie spendierte ihren mobilen Gästen dafür aber auch eine Gästekarte mit zahlreichen Vergünstigungen wie Gratisfahrten mit innerstädtischen Bussen, sie integrierte die Kurtaxe in die Karte und wertete den Stellplatz mit einer Sitzecke auf.

promobil Logo

Autor

Datum

2. Dezember 2002
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++
+++ Viele Tipps +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
02:15 Offroad-Fahrschule mit promobil vor 5 Tagen
114 Aufrufe
06:27 Bürstner Lyseo 2016 Supercheck vor einem Monat
557 Aufrufe
  • Alle Bereiche
  • News
  • Tests
  • Stellplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
Alle Marken von A-Z