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Vorsicht beim Wohnmobil-Gebrauchtkauf : Plaketten-Ärger

Eine verweigerte Umweltplakette berechtigt den Käufer nicht, ein gebrauchtes Wohnmobil zurückzugeben.

Für 7500 Euro hatte eine Käuferin ein altes Wohnmobil erstanden, das der private Verkäufer selbst schon gebraucht gekauft hatte. Laut Kaufvertrag bestand „keine Garantie“ für Mängel. An der Windschutzscheibe des Fahrzeugs klebte eine gelbe Umweltplakette, die laut Verkäufer schon vorhanden gewesen sei, als er das Fahrzeug gekauft habe. Er wisse keinen Grund, warum das Wohnmobil die gelbe Plakette nicht wieder bekommen sollte.

Als die Käuferin das Wohnmobil ummeldete, wurde ihr eine gelbe Plakette jedoch verweigert, weil das Fahrzeug „nicht schadstoffarm“ sei. Sie erkundigte sich beim Hersteller, der bestätigte, dass der Motor keine Euronorm erfüllt. Den 27 Jahre alten Motor umzurüsten, sei leider unmöglich. Daraufhin forderte die Frau den Verkäufer auf, das Geschäft rückgängig zu machen und den Kaufpreis herauszurücken. Als er ablehnte, zog sie vor Gericht, wo sie aber in allen Instanzen scheiterte.

Begründung: Der Verkäufer habe der Käuferin nicht zugesagt, dass sie das Wohnmobil in Umweltzonen benutzen könne. Im Gegenteil habe er sogar erklärt, ihm sei nicht bekannt, wann und unter welchen Umständen das Fahrzeug die Plakette erhalten habe.

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Autor

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Thomas Cernak

Datum

26. September 2013
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