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Ratgeber: Schutzbriefe

Wer mit dem Reisemobil bei Pech und Pannen nicht allein dastehen will, benötigt einen Schutzbrief. promobil vergleicht die wichtigsten.

Selbst ganz nüchtern denkende Menschen wünschen sich machmal klammheimlich einen Schutzengel, der in brenzligen Situationen ein Auge auf sie wirft.
Doch ganz gleich, wie fest man auf den allzeit bereiten, geflügelten Gefahrenabwender vertraut, man sollte dieses Wesen nicht überfordern, sondern das Seine dazu beitragen, Unfälle oder Pannen zu vermeiden. Dazu kann man sein Können im Umgang mit Reisemobilen etwa mit einem Fahrsicherheitstraining schulen, wie es promobil zusammen mit Reisemobilhersteller Dethleffs alljährlich anbietet. Und für den Fall, dass trotzdem mal was passiert, kann so vorgesorgt werden, dass die Folgen nicht allzu herb ausfallen: mit einem Schutzbrief.
Landläufig gelten Schutzbriefe als universelle Retter, die aus sämtlichen denkbaren Notlagen helfen, die Reisemobilurlauber unterwegs ereilen können – von der Panne über Diebstahl und Unfall bis hin zu Erkrankung, Verletzung oder gar Tod. Doch Schutzbrief ist nicht gleich Schutzbrief, Leistungsumfang nicht gleich Leistungsumfang, Preis nicht gleich Preis.
So bieten zum Beispiel Accura oder ESV Schwenger Schutzbriefe, die in der Kfz-Versicherung enthalten sind, während sich alle anderen Anbieter selbige extra bezahlen lassen. Und das mit bis zu 78 Euro (ADAC). Dennoch ist das günstigste Angebot nicht immer das beste, das teuerste nicht von vornherein abzulehnen: Bei entsprechend größerem Leistungsumfang kann auch ein höherer Preis angemessen sein.
Da hilft nichts: Nehmen Sie sich viel Zeit und vergleichen Sie! Hierfür finden Sie nach dem Umblättern eine ausführliche Tabelle mit den wichtigsten Schutzbriefanbietern, Leistungen und Preisen.
Besonders die Besitzer größerer Reisemobile sollten beim Studium auf etwaige Längen-, Höhen- oder Gewichtsbeschränkungen achten. Werden diese überschritten, deckt der Schutzbrief im Ernstfall nämlich weder die Bergung noch den Rücktransport des verunfallten oder liegen gebliebenen Fahrzeugs ab.
Die Einschränkungen bezüglich der Abmessungen und des Gewichts sind bei Weitem nicht die einzigen Unterschiede zwischen den Schutzbriefen. Einige Beispiele: Während alle anderen Anbieter ohne Begrenzung der Bergungskosten agieren, übernimmt die Europ Assistance diese nur bis maximal 520 Euro, die R+V Versicherung holt als Einzige Ihr repariertes Fahrzeug nicht ab, und DEVK sowie Europ (beim Schutzbrief bis 3,8 t) übernehmen keinerlei Kosten für einen Krankenbesuch. All das können Sie auf den nächsten Seiten ausführlich nachlesen.
Eines jedoch kann auch die beste Tabelle nicht verhindern: dass die Suche nach dem ganz persönlichen Schutzbrief-Favoriten stets mit einem Kompromiss enden wird. Den perfekten, ganz speziell auf jeden Reisemobilfahrer zugeschnittenen Schutzbrief gab es nicht, gibt es nicht und wird es so schnell wohl auch nicht geben.
Dennoch sind Schutzbriefe keine faulen Kompromisse – sie verhindern zwar keine Unfälle oder Pannen wie vielleicht Ihr Schutzengel, wohl aber so manche teure Überraschung.

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Datum

2. Juni 2005
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