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Schritt für Schritt zum Profi-Camper: Richtig beladen und transportieren

Wie wird ein Wohnmobil gleichmäßig und sicher beladen? Wo kann ich Gewicht vielleicht sparen? Und wie werde ich aus den Gewichtsangaben im Fahrzeugschein schlau? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert dieser Teil unserer großen Ratgeber-Serie.

Morgen früh, am besten noch vor Sonnenaufgang, geht es los auf die große Tour – vorher muss alles eingepackt sein. Aber wo fängt man da bloß an? Bei so vielen Staufächern, Schränken und Klappen kann man als ungeübter Wohnmobil-Packer leicht den Überblick verlieren.

Campingmöbel, Gasgrill, Verpflegung und Küchenkram müssen ordentlich verstaut werden, denn sicheres Fahren hängt stark mit der richtigen Beladung zusammen. Eine ungleichmäßige Beladung drückt das Fahrzeug hinten runter und kann die Vorderachse aushebeln – fast bei der Wippe auf dem Kinderspielplatz. Spätestens auf kurviger oder holpriger Strecke heißt das: Traktion und Kurvenstabilität lassen nach.

Selbst wenn man die Theorie kennt, kann ein so großes Wohnmobil zum hemmungslosen Beladen verführen, denn das schöne „Auf-Reisen-alles-dabei“-Gefühl macht die Mobil-Tour so beliebt. Ein Wohnmobil ist aber nichts anderes als ein Nutzfahrzeug, auf dem mit der Mini-Ferienwohnung dauerhaft ein hohes Gewicht lastet. Oft ist vom Zauberwort der Zuladung die Rede: Sie gibt in Kilogramm an, wie viel Passagiere und Urlaubsgepäck das Fahrzeug eigentlich aushält.

Clever Gewicht sparen: Tricks, die das Wohnmobil leichter machen

Kann das auch noch mit? Ohne diese Frage geht wohl kein Packszenario über die Bühne – erst recht nicht, wenn Kinder mit an Bord sind. Doch jedes Kilo weniger Gepäck spart nicht nur Sprit, sondern bewahrt auch vor Überladung. Die wichtigsten Tipps.

Wassertank nicht voll machen: 100 Liter Wasser müssen nicht über die Autobahn kutschiert werden, wenn am Zielort Frischwasser aufgefüllt werden kann.

Tütengerichte statt Konserven einpacken: Eine Dose Ravioli wiegt ganze 948 Gramm – stattdessen kann ein ganzer Stapel Tütennudeln als Proviant mit.

Camping-Geschirr mitnehmen: Teller aus bruchsicherem Melamin, Töpfe und Pfannen aus leichtem Alu: spart gut fünf Kilogramm.

Alu-Gasflaschen verwenden: Knapp 11 Kilo wiegt eine Stahlflasche, Alu lediglich die Hälfte.

Reserverad durch Reifenpannenset ersetzen: Ein Ersatzreifen wiegt satte 35 Kilo, das Fiat-Original-Pannenset nur 2,8 Kilo.

promobil lesen: Die Redaktion greift das Thema Gewicht sparen, zum Beispiel beim Zubehör immer wieder in ihren Artikeln auf.

Wohnwagen-Packanleitung: Stauräume richtig nutzen

Je übersichtlicher gepackt und im Urlaub Ordnung gehalten wird, desto weniger Zeit geht auch mit dem Suchen von Sonnenmilch, Dosenöffner oder Brettspielen drauf – das schont die Nerven. Einfacher wird’s mit den richtigen Ordnungshelfern: Anti-Rutsch-Matten, Tellerstapler und leichte Kunstfaser-Organizer sind für kleines Geld zu haben und lassen dem Kleinkram-Chaos im Wohnmobil keine Chance.

Hängeschränke: Die oberen Hängeschränke sind wie gemacht für Textilien und Kleidung, die wenig wiegen. Offene Fächer und Ablageflächen müssen während der Fahrt aber ganz leer sein, denn beim Bremsmanöver werden selbst die leichtesten Teile zu gefährlichen Geschossen.

Küche: Sie bietet in manchen Wohnmobilen fast so viele Fächer, Schubladen und Auszüge wie daheim – in der Nähe des gut 30 Kilo schweren Kühlschrank ist aber schweres Ladegut manchmal fehl am Platz. In die Schränke am besten unten die schweren und oben die leichten Küchenutensilien packen.
Wichtig: Die Kühlschranktür muss vor jeder Fahrt gut eingerastet sein, damit der Inhalt nicht herausfällt.

Schränke: Die meisten Wohnmobile haben einen Kleiderschrank, in dem man Jacken aufhängen kann. Hier ist mitunter auch Platz für sperriges Gepäck. Türen und Klappen müssen gut verschlossen sein, damit sie nicht aus ihrer Halterung reißen können.

Bodenfächer: Stauräume in Bodennähe und Doppelböden sind sehr beliebt. Am sinnvollsten verstaut man hier schwere Teile wie Getränke oder Konserven – übrigens genauso wie im Stauraum unter der Sitzbank. So wird der Schwerpunkt des Wohnmobils nach unten verlagert und die Fahrstabilität verbessert.

Heckgarage: Campingmöbel, Grill und Zelt passen prima in die üppige Heckgarage. Spanngurte und Zurrösen fixieren zusätzlich großes Ladegut. Vorsicht, wenn zum Beispiel Motorroller dort befördert werden. Durch die Hebelwirkung entsteht ein Ungleichgewicht der Achsen. Vorher klären, ob die Hinterachslast und auch die Tragfähigkeit des Garagenbodens für so hohe Gewichte ausreicht.

Auf den nächsten Seiten erklären wir wie Zuladung, Leergewicht und Hebelwirkung zusammenhängen. Außerdem listen wir auf, wieviel Strafe Übergewicht in den europäischen Urlaubsländern kostet.

Autor

Foto

Ingolf Pompe, Archiv

Datum

2. April 2013
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