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Paris, Reise-Tipp 11 Bilder Zoom

Reise-Tipp Paris: Unter dem Eifelturm

In vielen Filmen spielt die große alte Dame die Hauptrolle. In unzähligen Museen zeigt sie ihre Kunst. Kochen kann sie, dass man neidisch werden könnte. Und wer sie im nächsten Sommer besucht, findet sie sogar ganz lässig am Strand. Doch eine Stippvisite in der französischen Hauptstadt ist zu jeder Jahreszeit ein großartiges Vergnügen.

Ganz große Kunst

Bleiben Sie einfach locker - Sie werden nicht alle der über 160 Museen der Stadt besuchen können. Allein im Louvre, dem drittgrößten Museum der Welt mit rund 35 000 Exponaten auf über 60 000 Quadratmeter Fläche, halten sich Kunstbegeisterte mitunter tagelang auf. Vor der Reise empfiehlt es sich deshalb, eine gute Übersicht über alle Ausstellungen zu bekommen, zum Beispiel bei den Verkehrsämtern.

Paris bietet Kunst für jeden Geschmack, monumentale Werke und Prachtbauten, aber auch moderne Kunst und Architektur, berühmte Monumente sowie versteckte kleinere Museen wie das sehenswerte Musée Rodin. Eine aktuelle Ausstellung beginnt im Oktober „Cézanne et Paris“ im Musée du Luxembourg, das seit Anfang 2011 nach langer Renovierung wieder geöffnet ist (12. Oktober 2011 bis 26. Februar 2012). www.museeduluxembourg.fr

Die Stadt als Filmkulisse

Paris ist eine begehrte Filmkulisse, Hunderte von Filmen sind hier entstanden - und fast immer spielt die Stadt selbst auch eine Hauptrolle. Ein guter Grund, sich die schönsten Plätze der Stadt mit den Augen französischer und internationaler Filmemacher anzuschauen.
Im Jahr 1895 erfanden hier die Gebrüder Lumière den Cinématographen zum Aufnehmen und Abspielen von bewegten Bildern - die erste  Kinovorführung der Welt gab es folglich in Paris. Heute werden jede Woche mehr als 1000 Filme in über 500 Kinosälen gezeigt. Zur Einstimmung eignet sich der Episodenfilm „Paris, je t’aime“ (2006), in dem 21 Filmemacher wie etwa die Coen-Brüder oder Tom Tykwer eine Liebeserklärung an 19 der 20 Arrondissements von Paris machen. In „Funny Face“ (1956) von Stanley Donen singt Audrey Hepburn mit Fred Astaire unter anderem vor dem Eiffelturm; Catherine Deneuve treibt ihr Doppelleben als „Belle de jour“ im Quartier Champs-Elysées.

Durch Montparnasse zieht man am besten mit den Chansons der Piaf in den Ohren und lässt die Szenen aus „La Vie en Rose“ (2007, Oliver Dahan) Revue passieren - und Montmartre erwacht zu charmantem Leben in „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (2001) von Jean-Pierre Jeunet. Bei einem Kaffee im Café „Les deux Moulins“ darf die eigene Fantasie den Film im Kopf ganz frei besetzen.

Bistros und Cafés

Die französische Küche gehört seit dem Jahr 2010 zum immateriellen Welterbe - wegen ihres unnachahmlichen Geschmacks, man denke da nur an Bœuf Bourgignon und die wunderbaren Tartes. Und wo könnte man all die Spezialitäten besser probieren als in der Hauptstadt?

Über 10.000 Bistros, Brasserien, Cafés und hochklassige Nobelrestaurants kredenzen tagtäglich Köstlichkeiten - von rustikaler Landküche bis zu feiner Haute Cuisine. Ganz wie die Pariser Multikulti-Lebensart sind auch die Küchenkreationen: Die zahlreichen Migranten bereichern den ohnehin fantasievollen Speiseplan mit Spezialitäten vor allem aus Asien oder Afrika. Diese Einflüsse werden gern mit traditioneller französischer Kochkunst verquickt - ein Paris-Wochenende bietet also die Gelegenheit, sich quer durch die Küchen der Länder zu schlemmen.

Wer selbst einmal französisch kochen möchte, kann dies auf einem der Lebensmittelmärkte tun: Hier werden von leidenschaftlichen Amateurköchen Kochkurse angeboten. www.ffcuisineamateur.org

Strände in Paris?

Wäre das Baden in der Seine erlaubt, würden wahrscheinlich noch mehr Menschen in Paris leben wollen. Leider macht der rege Schiffsverkehr dies unmöglich - was die Pariser nicht daran hindert, die Ufer der Seine zu wahren Lieblingsorten umzugestalten.

Seit 2002 verwandeln sich jeden Sommer mehrere Kilometer rechts und links der Seine sowie der Rathausplatz von Ende Juli bis Ende August in einen Strand in der Stadt - die Paris plages. Sand, Sonnenschirme und Sonnenhungrige gehören genauso dazu wie Beach-Bars, Konzerte und Open-Air-Events. Und das Beste: Die Paris plages sind komplett gratis.

Aber auch außerhalb des Strandmonats finden Gäste und Einwohner hier Erholung. Das ganze Jahr über sind die stark befahrenen Uferstraßen der Seine, dank des Projektes „Paris atmet auf“, an Sonn- und Feiertagen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Wer mag, sucht sich ein Plätzchen auf der Böschung oder der Kaimauer, skatet oder radelt über die Boulevards - und genießt die Wochenendruhe.

Die berühmten Stadtviertel

Die Quartiers von Paris haben allesamt ihren eigenen Charakter. Hier drei der Viertel, in denen immer noch ein wenig Hemingwaysche Wehmut und Sartresche Tiefgründigkeit zu spüren ist: Es heißt, wer nicht auf den Stufen von Sacré-Cœur stand und über die Stadt schaute, der war nicht wirklich in Paris - ein guter Grund, dem Künstler- und Vergnügungsviertel Montmartre einen Besuch abzustatten.

Besonders in den Seitenstraßen lebt noch die-se besondere Atmosphäre, die Picasso, Degas und Cézanne inspirierte. Auf der anderen Seine-Seite, der „rive gauche“, genießt man das studentische Quartier Latin bei einem Bummel über den Markt Rue Mouffetard mit seinen Fischhändlern, Patisserien und Fromagerien. Das benachbarte St. Germain-des-Prés ist das Viertel der Literatencafés, etwa Les Deux Magots und das Café de Flore, auch der Jardin du Luxembourg liegt hier.

Führungen durch die Viertel gibt es unter www.meetingthefrench.com

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Autor

Foto

Steffen Zink, Joachim Negwer

Datum

12. November 2011
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