Reisende kommen aus dem Staunen nicht heraus. 15 Bilder Zoom

Wohnmobil-Tour nach Kroatien: 5 gute Gründe für die Kvarner-Bucht

Mit dem Wohnmobil lässt es sich prima nach Kroatien fahren. Am Meer genießen Sie die Vielfalt der verschiedenen Inseln und die traditionelle Küche. Hier sind fünf gute Gründe für die Kvarner-Bucht.

1. Die nicht alltäglichen Erlebnisse

Veli Lošinj, ein gemütliches Hafenstädtchen auf der Insel Lošinj, ist ein Pilgerort für Delfin-Freunde. Das Marine Education Centre, Teil eines meereskundlichen Instituts, setzt bei Flipper & Co. einen Schwerpunkt. Es ist in einem engen Altstadthaus untergebracht und informiert multimedial über die Meeressäuger, die sich mit etwas Glück bei einer der am Hafen angebotenen Bootsausfahrten beobachten lassen (www.blue-world.org). Wer mehr Naturerlebnisse sucht, macht sich zur Tropfsteinhöhle Biserujka auf Krk auf (www.spilja-biserujka.com) und zur Ortschaft Beli, wo das das Ökozentrum Caput Insulare Gänsegeier pflegt (www.supovi.hr). Sportive kommen beim Segeln, Surfen, Tauchen, Schnorcheln und Rafting auf ihre Kosten, beim Biken und Wandern sowieso. Schon 1200 vor Christus siedelten Menschen an der Kvarner-Küste – Mauerreste der Burgen des Liburner-Volkes sind bis heute sichtbar. Später kamen vielerlei Eroberer hierher. Wer all die interessanten Spuren verfolgen will, die sie hinterließen, hat mehr als einen Urlaub lang zu tun.

2. Die Vielfalt der Inselwelt

Kaum eine Gegend, wo schon allein das Fahren mit dem Wohnmobil derart Spaß macht wie hier. "Kvarner" leitet sich ab vom lateinischen "quaternarius" und verweist auf die vier Himmelsrichtungen, in die sich die Region höchst vielfältig erstreckt. Die Straßen sind überwiegend gut ausgebaut, einige schmale und kurvige Abschnitte sorgen für kleine fahrerische Herausforderungen. In jedem Fall darf man sich auf überraschende Ausblicke hinter jeder Biegung freuen, ein unglaublich vielgestaltiges, rasch wechselndes Landschaftsbild aus uralten Dörflein, aus dichtem Wald, aus Feldern und Wiesen, aus blanken Felsen, mal schroff, mal rundgeschliffen, aus weiter Meeresfläche und kuscheligen, kleinen, stillen Buchten. Wer die Inselwelt erkundet, genießt dabei auch die ein oder andere kurze Fährpassage als wiederum elementar verschiedenes Reiseerlebnis.

Am Festland setzt sich die Vielfalt fort. Hier, zwischen der in Südostrichtung verlaufenden Küste und dem dahinter liegenden rauen Bergland, findet sich mediterranes, mitteleuropäisches und fast alpines Ambiente auf engstem Raum versammelt. Vielfältig wie das Land sind auch Flora und Fauna. Im östlich gelegenen Nationalpark Risnjak zum Beispiel leben in freier Wildbahn Braunbären, Wölfe, Luchse und Adler. Der Naturpark Ucka nahe Rijeka beherbergt eine üppige Pflanzenwelt mit vielen seltenen Arten.

3 Die Strände und Campingplätze

Wer die Fähre von Brestova/Istrien aus nutzt, um auf die Insel Cres zu gelangen, wird gleich beim Einlaufen im Hafen von Porozina von einem riesigen Schild daran erinnert, dass das Übernachten außerhalb von Campingplätzen (und ausgewiesenen Stellplätzen) verboten ist. Freisteher sind in ganz Kroatien nicht willkommen. Wer unbeschwert urlauben will, findet in der Kvarner-Region rund 50 Campingplätze, die meisten am Meer.

Darunter sind reisemobilfreundliche und solche, die von einem ehrgeizigen Management ständig verbessert werden. Camping Krk, zur Valamar-Gruppe gehörig, hat sich innerhalb kurzer Zeit auf Spitzenniveau emporgerankt und ist seit wenigen Tagen Mitglied der Leading Campings of Europe. Camping Cikat auf Lošinj hat ähnliches Niveau und besticht durch Gesundheits- und Überwinterer-Angebote. Mehr über Camping- und Stellplätze lesen Sie auf der nächsten Seite.

Ebenfalls empfehlenswert: Camping San Marino auf Rab mit seinem einmaligen langen, flachen Sandstrand sowie Camping Padova 3 direkt am Meer und der Stadt Rab (www.rab-camping.com). Ein schöner, feiner Kiesstrand erwartet die Gäste von Camping Zabla´ce in Baška auf Krk (www.hotelibaska.hr) und Camping Kovacine auf Cres (www.camp-kovacine.com).

4. Die romantischen Hafenstädtchen

Kroatien hat 6176 Kilometer Küste, rund ein Viertel mehr als zum Beispiel Spanien. Besonders in der Kvarner-Inselwelt siedelten seit vorgeschichtlichen Zeiten Fischer, Fährleute und andere Seefahrer. Viele der Hafenorte haben sich längst hübsch herausgeputzt und in Marinas für Freizeitkapitäne verwandelt, wo man gerne bummelt, in einem Straßencafé sitzt und die geschichtsträchtige Atmosphäre genießt. Der enge Kern von Veli Lošinj ist ein gemütliches Beispiel, während die Stadt Krk ein wenig mondäner wirkt und zum Beispiel mit Kathedrale, venezianischem Hafenturm, alten Stadtmauer- und Festungsteilen, Mosaiken und einem Venustempel aus römischen Zeiten bedeutende Sehenswürdigkeiten birgt. Vrbnik im Osten der Insel Krk liegt bezaubernd auf einem Fels über dem Meer. Die Altstadt von Rab auf der gleichnamigen Insel zieht Besucher mit einem Dutzend Palästen und Kirchen in ihren Bann; bei nächtlicher Beleuchtung wirkt der Glockenturm der Kathedrale besonders romantisch. Wer Ende Juli hier sein kann, darf sich keinesfalls das traditionelle Mittelalterfest "Rabska Fjera" entgehen lassen (www.rab-visit.com/de).

5. Die charaktervollen Gaumenfreuden

Cevapcici und Ražnjici – wer kennt sie nicht, die würzigen Hackfleischröllchen und die leckeren Spießchen, beides Klassiker der kroatischen Küche. Wer indes meint, dass sie sich darin auch erschöpfe, liegt gründlich schief. Gerade an der Küste und auf den Inseln der Region Kvarner werden anspruchsvolle maritime und andere Genüsse angeboten. Fischsuppe, mit Schinken und Käse gefüllte Calamari, geräucherter Krake und als Nachtisch Raber Torte oder Semifreddo (Halbgefrorenes) sind nur wenige Beispiele. Und dann wären da noch Vrbnicka žlahtina und andere Weine (zum Beispiel von Familie Juranic, www.nada-vrbnik.hr) sowie raffiniertes Süßgebäck (zum Beispiel von der Bäckerei Margareta, www.slastice-margareta.hr).

Der besondere Tipp

Der Duftgarten von Mali Lošinj ist ein kleines Paradies, in dem Sandra Nikolic die Lebensräume der Inseln nachempfunden hat. Wilde Rosen gedeihen hier neben Eukalyptus, Lavendel, Rosmarin und weiteren rund 250 aromatischen, teils einheimischen Pflanzenarten. Ein kleiner Laden hält Feines für Augen und Nase bereit. März-Juni u. September-Dezember, Eintritt frei. miomirisni-vrt.hr

Stefan Weidenfeld

Foto

Stefan Weidenfeld, Weinhäupl, TVB Kvarner, Bernleitner, TVB Lošinj, Wolfgang Neuhuber, Valamar Camping Krk

Datum

17. Februar 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 02/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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