Mobil-Tour: Kärnten 16 Bilder Zoom

Reise-Tipp Kärnten mit dem Wohnmobil: Balsam für Leib und Seele

Tage voller Lebensfreude verspricht eine Mobil-Tour rund um Villach und den Ossiacher See. Eine traumhafte Gegend für Wanderer, Wasserratten und Genießer. Hier alle weiteren Infos zu der Region:

Samtene Luft umweht uns, die Hitze des Tages ist jetzt, kurz nach Sonnenuntergang, angenehmer Wärme gewichen. Wir schlendern am schilfbewachsenen Ufer entlang. Zwischen Seerosen und mannshohen Halmen hindurch und über das sich kräuselnde Wasser hinweg fällt der Blick auf die stimmungsvoll angestrahlten, über 1000 Jahre alten Mauern des Stifts Ossiach, der ersten Klosterstätte im damaligen Herzogtum Kärnten.

In ein festliches Lichterkleid gehüllt ist ebenfalls die "MS Ossiach", die sich mit halber Maschinenkraft der Anlegestelle Bodensdorf nähert. Dort gehen Gäste von Bord, die sich heute Abend ein ganz besonderes Vergnügen gegönnt haben: eine "Schlemmertour", wie sie im Hochsommer einmal pro Woche angeboten wird. Das Paket umfasst eine zweieinhalbstündige Fahrt einmal quer über den schönen Ossiacher See – inklusive Speisen und Getränke, so viel man mag.

Doch nicht nur Genießernaturen erliegen dem Reiz des meist stillen, glitzernden Gewässers, dessen Ufer sich sehr naturnah präsentieren, sondern auch ambitionierte Freizeitsportler küren die Gegend um Villach samt dem Faaker See im Süden gerne zu ihrer Lieblingsferienregion.

Genuss und Sport müssen sich dabei keineswegs ausschließen – Beispiel Sassler-Rundwanderweg. Er führt von der Ufergemeinde Bodensdorf über die sogenannte Schönbergerleiten, vorbei an der gleichnamigen Buschenschenke und durch den Rautniggraben zum Winkl Ossiachberg, wo sich eine fantastische Aussicht über den Ossiacher See und das sich anschließende Bleistätter Moor eröffnet. Entlang bunter Sommerwiesen und dem Klebensteiner Wasserfall zur Rechten geht es dann zurück zum Ausgangspunkt.

Ambitionierte Gipfelstürmer zieht es zudem hinauf auf den Mittagskogel (2145 Meter), den über Villach aufragenden markanten Kalksteinriesen. Die Bergtour führt von Untergreuth über Altfinkenstein, Outschena, Greutherbach, die verfallene Annahütte und den Kleinen Mittagskogel auf den Gipfel. Bei guter Fernsicht genießen die Wanderer von hier oben ein unvergleichlich schönes Alpenpanorama, wobei ihnen das gesamte Südkärntner Gebiet zu Füßen liegt. Der Abstieg erfolgt gewöhnlich über den Hornerweg und die bewirtschaftete Bertahütte.

Villach ist nach der Hauptstadt Klagenfurt die zweitgrößte Stadt in Kärnten. Die Nähe zu Italien und Slowenien spiegelt sich vor allem im alten Kern wider, der von südlicher Heiterkeit bestimmt wird. Die malerischen Gässchen, kleinen Läden und Künstlerateliers laden zum Bummeln, Flanieren und zu Spontankäufen ein. Mittelpunkt der an einer Drauschleife gelegenen Altstadt ist der seit über 800 Jahren bestehende, lang gestreckte Hauptplatz mit (Freiluft-)Cafés und schmucken mittelalterlichen Bürgerhäusern zu beiden Seiten. Das beeindruckendste Gebäude ist das um 1500 erbaute, ehemalige Khevenhüller-sche Stadtpalais mit prächtiger Renaissancefassade. Hinter dieser soll einst viele Wochen lang Kaiser Karl V. logiert haben, als er vor seinem protestantischen Widersacher Moritz von Sachsen floh. Weitere Persönlichkeiten, welche die Geschichte der Drau-Metropole mitprägten, waren Wilhelm Bombast von Hohenheim, damaliger Stadtarzt, und sein hochbegabter Sprössling Philippus – besser bekannt als Paracelsus. An sie erinnern zwei Bildmedaillons im schönen Arkadenhof des Hauses Nummer 18. Villachs Hauptsehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche Sankt Jakob, ausgestattet mit filigranem Rippengewölbe und weiteren Schätzen.

Mit Campingplätzen gesäumt ist das Südufer des Ossiacher Sees. Zwischen ihm und der Stadt wacht die Burgruine Landskron. Im äußeren Burghof des einst prachtvollen Schlosses finden in den Sommermonaten spannende Greifvogelflugschauen statt. Im haubengekrönten Burgrestaurant kann man sowohl edel tafeln als auch die bodenständige Kärntner Küche genießen – also seine eigene, ganz private Schlemmertour starten.

promobil-Tipp für die Region: Echt Affenstark

Tierisch geht es auf dem Affenberg unterhalb der Burgruine Landskron zu: Dort leben seit 1996 Japanmakaken fast wie in der freien Wildbahn. Auf einem Rundgang mit Experten durch das Waldgelände kommt man den 145 Tieren erstaunlich nahe. Dabei entstehen tiefe Einsichten in das Leben der Affen, dem ein ausgeklügeltes Sozialverhalten zugrunde liegt. Täglich geöffnet von April bis Anfang November, 9.30 bis 18.30 Uhr. www.affenberg.com

Autor

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Thomas Cernak, VI-FA-OS Tourismus

Datum

18. Juni 2014
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