Reise-Service: Mieten in Übersee 10 Bilder Zoom

Reise-Tipp Wohnmobil mieten in Übersee: Miet me, Baby!

Der Traum von der Tour durch andere Kontinente wird mit einem gemieteten Wohnmobil Wirklichkeit. Unsere Miet-Tipps: worauf Sie bei Tourenplanung und Wahl des Vermieters achten müssen.

Stellen Sie sich das mal vor: Unterwegs auf einem Highway, die schneebedeckten Rocky Mountains am Horizont. Ein Frühstück vor der Kulisse des gewaltigen Ayers Rock in Australien - oder ein dramatischer Sonnenuntergang am Kap der Guten Hoffnung. Packt Sie da nicht auch schon die Vorfreude?

Lohnende Reiseziele gibt es jedenfalls auf der ganzen Welt, sie mit dem Reisemobil zu erkunden ist ein echter Traum. Aufgrund der großen Entfernung bietet es sich gerade für Ziele in Übersee an, vor Ort ein Fahrzeug zu mieten, anstatt die Strapazen und Kosten einer langwierigen Verschiffung auf sich zu nehmen. Ein Mietmobil ist auch dann die beste Alternative, wenn die Urlaubsdauer begrenzt ist.

Wohnmobile mieten: Nur mit dem richtigen Führerschein

Vor der Reise ist eine gute Planung das A und O. Diese fängt bereits bei der Wahl der besten Reisezeit an: für Kanada ist das zum Beispiel Mai bis Oktober, während man in Neuseeland von November bis Februar auf schönes Wetter hoffen darf. Haben Sie sich für ein Land und eine Reisezeit entschieden, sollten Sie sich auch noch über Ihren Führerschein Gedanken machen. Besitzer des alten grauen oder rosa „Lappens“ könnten vor Ort Probleme bekommen; die Vermieter sind nämlich nicht verpflichtet, ihnen unbekannte Führerscheine zu akzeptieren.

Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, tauschen Sie Ihren alten Führerschein gegen einen EU-Führerschein im Scheckkartenformat um. Mit diesem können Sie dann auch noch einen internationalen Führerschein beantragen, der allerdings nur in Verbindung mit dem nationalen gültig ist. Beachten Sie auch, dass es ein Mindestalter für die Fahrzeugmiete gibt: Unter 21-Jährige haben so gut wir nirgendwo eine Chance, manchmal muss man auch 25 Jahre alt sein, zum Beispiel in Kanada.

Routenplanung für das Mietmobil

Als Nächstes steht die Routenplanung auf dem Programm. Überlegen Sie sich gut, welche Punkte Sie anfahren möchten, und muten Sie sich keine zu großen Tagesetappen zu. Als Faustregel gilt: Mehr als 200 bis 300 Kilometer pro Tag sollte man nicht fahren. Tankstellen- und Campingplatzdichte sind ebenfalls Faktoren, die bei der Reiseplanung eine Rolle spielen.

Gerade in den Ländern Südamerikas und im südlichen Afrika sollten Sie sich darüber im Voraus informieren. Leichter ist das zum Beispiel in Kanada oder den USA, wo es eine gute Infrastruktur gibt. Wildes Campieren ist in der Regel überall dort erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten wird. Die Entsorgung von Müll und ein pfleglicher Umgang mit dem Stellplatz verstehen sich von selbst - ansonsten werden solche Übernachtungsplätze mit der Zeit immer mehr eingeschränkt.

Wohnmobil-Vermieter in Übersee finden

Wenn die Tour feststeht, kann man sich auf die Suche nach einem passenden Vermieter machen. Davon gibt es vor allem in den USA, Kanada und Australien jede Menge. Prinzipiell müssen Sie sich überlegen, ob Sie von zu Hause oder erst vor Ort buchen möchten. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie das Fahrzeug selbst in Augenschein nehmen können, birgt jedoch Risiken: unter Umständen ist nicht das passende oder gar kein Fahrzeug verfügbar.

Sicherer ist es, bereits im Vorfeld ein bestimmtes Wohnmobil zu reservieren. Entweder suchen Sie sich selbst das beste Angebot auf der Homepage des Vermieters aus, oder Sie greifen auf die Hilfe einer Reiseagentur zurück. Diese hat bei den Vermietern oft bessere Konditionen als eine Privatperson; so lassen sich mitunter sogar ein paar Euro sparen. Wer will, kann auch gleich die Flüge mitbuchen. So muss man sich auch nicht durch die zumeist englischsprachigen Webauftritten der Vermieter kämpfen.

Damit Sie im Internet nicht an einen unseriösen Anbieter geraten, sollten Sie ein paar Dinge beachten: Verlangt der Vermieter Vorkasse? Sind die Kontaktdaten auf der Homepage unvollständig oder macht die Seite im Ganzen einen verwahrlosten Eindruck? Werden Fragen unvollständig oder gar nicht beantwortet? Dann sollte man im eigenen Interesse die Finger davon lassen.

Preisvergleich lohnt sich

Bei der Wahl des Mietmobils sollten Sie nicht nur auf den Preis schauen. Prüfen Sie genau, welchen Umfang das jeweilige Angebot hat. Sind zum Beispiel Freikilometer und die Versicherung inklusive? Auch der Service bei einem eventuellen Unfall oder einer Panne sowie die Ausstattung spielen eine Rolle. Viele Vermieter garantieren übrigens ein maximales Alter ihrer Reisemobile, das meist zwischen sechs Monaten und sieben Jahren liegt.

Die Fahrzeuge selbst unterscheiden sich oft deutlich von den in Europa gebräuchlichen Fabrikaten. In aller Regel werden Alkovenmobile vermietet, außerdem Campingbusse und Allradfahrzeuge mit Wohnkabinen oder Dachzelten. Vom einfachen Modell für wenig Geld und wenig Komfort bis zur luxuriösen Landyacht für den größeren Geldbeutel hat man vor allem in Amerika und Australien die volle Wahl. Ebenfalls ausschlaggebend für den Endpreis ist der Verlauf Ihrer Tour. Geben Sie das Fahrzeug nämlich nicht an der Mietstation ab, an der Sie es entgegengenommen haben, berechnen die meisten Vermieter einen Aufschlag.

Einige Preisbeispiele

Bei drei Wochen Mietdauer im September mit Start im australischen Perth zahlt man etwa bei Apollo umgerechnet 1224 Euro für einen einfachen Campingbus. Dagegen kostet ein gut ausgestattetes Alkovenmobil im selben Zeitraum 2964 Euro. In beiden Fällen sind Kilometer inklusive. In Kanada bekommt man bei Fraserway einen Camper Truck, also einen Pick-up mit Wohnkabine, im September für drei Wochen ab Vancouver für umgerechnet rund 1700 Euro. Für einen großen Integrierten legt man dagegen 2897 Euro an.

Kosten für Versicherungen sind bei den Mietpreisen oft nicht eingerechnet. Zumindest eine Reiserücktritts- und eine Auslandskrankenversicherung sollte man in jedem Fall abschließen. Schauen Sie sich das Mietmobil bei der Übernahme in Ruhe an, eine Einweisung durch das Personal ist obligatorisch. Eventuelle Mängel, wie zum Beispiel Kratzer oder Ähnliches, sollten protokolliert werden - sonst könnten Sie dafür verantwortlich gemacht werden. Auch als erfahrener Wohnmobilist kann man bei Mietmobilen noch Überraschungen erleben: So funktioniert zum Beispiel die Abwasser- und Fäkalienentsorgung in Kanada oft über einen Schlauchanschluss, der direkt in einen Bodentank entleert. Außerdem gibt es in Amerika viel mehr Reisemobile mit Benzin-Motor als etwa in Deutschland: Also Augen auf beim Tanken. Für alle Fälle sollten Sie die Notfallnummern des Vermieters parat haben: Vor allem die größeren Ketten bieten einen Reparaturservice an, sollte das Fahrzeug unterwegs einmal streiken oder zum Beispiel die Heizung ausfallen.

Wenn Sie diese Hinweise beherzigen und etwas Zeit in die Planung investieren, steht dem Trip zu den Traumzielen dieser Welt nichts mehr im Weg - und das Beste: Bis es so weit ist, steigt die Vorfreude mit jedem Tag.

Report: Service-Hotlines

Autor

Foto

Gatho Reisen, BOTG, Caprivi Car Hire, Canusa Touristik

Datum

13. März 2013
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