Reise-Service Fähren in Südeuropa, Ratgeber 10 Bilder Zoom

Fähren im Mittelmeer: Fair Play mit Fähren

Alles über Fähren im mediterranen Raum: Die wichtigsten Verbindungen, Preise und Buchung, Camping an Bord und - aus aktuellem Anlass - auch Sicherheit auf See.

Auf Inseln wie Korsika oder Sardinien gelangt man ohnehin nur per Fähre über den Seeweg, nach Griechenland geht es komfortabler, schneller und unterm Strich günstiger als über Land: Fähren transportieren Mann und Mobil zu vielen attraktiven Reisezielen.

Wie ist es um die Sicherheit der Fähren bestellt?

Wasser hat keine Balken. Die tragische Havarie des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia bei der Insel Giglio im Januar dieses Jahres mag alte Ängste schüren.

Ist aber die Fortbewegung auf einer Fähre generell riskanter als zum Beispiel im gewöhnlichen Straßenverkehr?

Statistisch sicher nicht. Seit dem Untergang der Fähre Estonia 1994 sind in Europa glücklicherweise keine Fähren-Unfälle dieser Größenordnung mehr passiert. Trotzdem kann es gewiss nicht schaden, die wichtigsten Verhaltenstipps zu kennen, die man bei Schiffsreisen mit Fähren beachten sollte.

  • Gleich zu Beginn der Reise Beschilderung und Orientierungspläne auf den Fähren studieren und anhand dieser feststellen, wo man sich im Schiff befindet und welcher der schnellste Fluchtweg ist. Diesen einmal abgehen. 
  • Sich informieren, wo sich Rettungsboote, -inseln und Evakuierungsrutschen befinden.
  • Sich mit der Handhabung der Rettungswesten der Fähre vertraut machen. Prüfen, ob auch kleinere Westen für Kinder vorhanden sind. Übergroße und Babywesten bei der Crew erbitten.
  • Sicherheitshinweise an Bord der Fähre lesen und beachten.
Camping an Bord: Wie funktioniert das?

Camping an Bord heißt: Das Wohnmobil parkt in einem speziellen Bereich der Fähre, in der Regel auf einem seitlich offenen Zwischendeck, selten auf einem offenen Oberdeck. Häufig werden auf den Fähren Elektroanschlüsse nach CEE-Norm angeboten, ebenso eigene Sanitäreinrichtungen mit Duschen. Wer Camping an Bord gebucht hat, schläft im eigenen Mobil und hat jederzeit Zugang zum Fahrzeug. Gasflaschen müssen zugedreht, Gasgeräte dürfen nicht betrieben werden - die Küche bleibt also kalt.

Camping an Bord gibt es nur auf Fähren im Mittelmeer und nur maximal vom 1. April bis 31. Oktober. Es wird auf den Griechenland-Routen zwischen Venedig sowie Ancona und Patras von Minoan Lines, Superfast Ferries und Anek Lines auf einigen dafür vorbereiteten Fähren angeboten. Alternativ findet man bei Anek ab Venedig das „Camper special“ und bei Minoan ab Ancona das „All inclusive Camping“. In beiden Fällen parkt man sein Mobil im Bauch der Fähre, bekommt einen Stromanschluss für den Kühlschrank, bezieht dann eine Innenkabine, bezahlt aber nur den Fahrzeugpreis und die Deckpassage. Nach Abfahrt der Fähre ist der Zugang zum Fahrzeug nicht mehr möglich.

Sizilien und Sardinien sind ebenfalls per Camping an Bord auf Fähren erreichbar, vielleicht auch wieder Korsika: In den vergangenen Jahren haben sich einige Reedereien oft erst kurzfristig während der laufenden Saison dafür entschieden - eine Nachfrage könnte also lohnen.

Was kostet die Reise? Wie und wann buchen?

Die Fluggesellschaften haben es vorgemacht, die Reedereien ziehen mehr und mehr nach, jetzt auch im Mittelmeerraum. Gemeint ist der Verzicht auf eine Saison-Preisliste zugunsten von völlig flexiblen Preisen, die das computergesteuerte Buchungssystem automatisch an die momentane Nachfrage anpasst. Auf der Strecke bleiben Transparenz, Planbarkeit und, was Reisemobilurlauber am meisten ärgert, die Chance, auch bei spontanem Einschiffen auf die Fähren noch einen günstigen Preis zu bekommen. Je früher man die Fähren bucht, desto besser der Preis - spontane Reisemobilisten reisen oftmals teurer.

Griechenland-Urlauber finden bei Anek Lines und Superfast Ferries, die bei Buchung und Vermarktung neuerdings kooperieren, (noch) die kundenfreundlichere Alternative: Hier gibt es auch für 2012 wieder eine Fähren-Preisliste, die online und gedruckt vorliegt.
Buchen kann man in jedem Reisebüro, bei Spezialisten wie Voigt Seereisenagentur, online auf der Homepage der jeweiligen Reederei oder bei Portalen wie www.aferry.de oder www.ocean24.com. Beim Vergleich der Fähren sollte man nicht nur die Preise, sondern auch die oft stark abweichenden Stornobedingungen berücksichtigen. Wertvolle allgemeine Hinweise zum Thema Fähren finden sich unter www.faehrverband.org

Darf ein Haustier mit auf die Fähre?

Grundsätzlich ja, vorbehaltlich der Einreisebedingungen des Ziellandes. Eine Buchung ist im Voraus erforderlich und kann häufig nicht online erfolgen. An Deck der Fähren besteht für Hunde in der Regel Leinen- und Maulkorbpflicht. Ansonsten differieren Preise und Konditionen bei den Reedereien stark.

Auf der nächsten Seite gibt's eine Übersicht über alle Fähr-Anbieter, nach Regionen sortiert.

Foto

Jürgen Bartosch, Moby Lines

Datum

23. Februar 2012
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