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Ratgeber Versicherung: Garantieversicherung, lohnt das?

Mit langen Garantieversprechen sollen Kunden gelockt werden. Was ist bei den so genannten Anschlussgarantien zu beachten? Sind die Verträge besser als die gesetzliche Sachmangelhaftung?

Um Kunden zu binden, erweitern einige Marken kostenlos ihre Garantieversprechen auf 5, 6 oder 7 Jahre. Diese Angebote hören sich verlockend an. Doch häufig sind die Zusagen an Verkaufsförderungen gekoppelt, die nur einen gewissen Zeitraum laufen. Darüber hinaus darf man eine volle Absicherung nicht während der gesamten Vertragszeit erwarten. Nur innerhalb der 2-3 Jahre dauernden Neuwagengarantie sind alle Reparaturen komplett abgedeckt, danach wird die Mängelbeseitigung oft nur noch anteilig übernommen.

Wie hoch die Zuzahlungen ausfallen, hängt vom Fahrzeugalter und der Laufleistung ab. Bei einigen Herstellern gibt es bis 50.000 km volle Kostenübernahme, bei 100.000 km werden die Ausgaben für Ersatzteile nur noch zu 50% ersetzt. Die Lohnkosten dagegen sind von der Police gedeckt. Andere Marken dagegen bieten die volle Kostenübernahme bis zu 100.000 km.

Für eine solch lange Schutzzusage müssen die Kunden aber bisweilen tief in die Tasche greifen. Eine zweijährige Garantieverlängerung kostet zwischen 400 und 900 EUR. Bei solchen Preisen kann ein Blick zu freien Anbietern am Markt lohnen. Viele Versicherungen bieten mittlerweile auch Anschlussgarantien kostengünstig an. Schon ab 79 EUR gibt es günstige Policen. Bevor Kunden allerdings zu diesen Schnäppchen greifen, sind die Bedingungen genau zu studieren. Denn die Leistungen variieren - was schon damit beginnen kann, dass in manchen Verträgen nicht nur die Material-, sondern auch die Lohnkosten vom Kunden anteilig zu tragen sind. Zudem sind die Verträge oft nur auf  bestimmte Fahrzeugaggregate beschränkt, deshalb ist zu vergleichen, wofür kein Schutz besteht.

Auch Tuning oder mangelnde Wartung können zu Ärger führen. Obendrein spielt die Fahrzeuggröße noch eine Rolle: Manche Unternehmen versichern auf der Pkw-Seite nur noch ungern Autos mit Sechszylinder-Motoren oder mehr als 150 kW Leistung; auch SUV bekommen gelegentlich keine Police.

Und noch etwas: Wer sich für eine Anschlussgarantie interessiert, sollte sich Zeit für Vergleiche nehmen und sich nicht drängen lassen. In der Regel sind die Policen auch noch Monate nach dem Neuwagenkauf abschließbar. So läuft man nicht Gefahr, dass man einen Vertrag findet, der einen im Fall eines Mangels im Stich lässt.

Auf jeden Fall bietet eine mit guten Leistungen versehene Garantie rechtlich mehr Schutz wie die gesetzliche Sachmangelhaftung. Hier genießen die Kunden nur in den ersten sechs Monaten einen guten Schutz. Innerhalb dieser Zeit gilt die so genannte Beweislastumkehr. Das heißt: Der Händler muss nachweisen, dass der Mangel nicht schon beim Kauf vorlag, was ihm in der Regel schwer fällt. Danach liegt die Beweislast beim Kunden, und somit sind Schwierigkeiten vorprogrammiert.

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Datum

25. Oktober 2011
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