Reise-Tipp: Tirol 10 Bilder Zoom

Reise-Tipp Tirol: Winterfreude auf den Sommer

Jede Menge Natur, Genuss und Kultur, all das findet man auf einer Wohnmobiltour nach Tirol. Wer wird denn hier immer gleich bis in den Süden durchfahren wollen?

Tirol hat sein eigenes Meer - den Achensee, mit neun Kilometer Länge nicht nur der größte See des österreichischen Bundeslandes, sondern mit bis zu 133 Meter Tiefe auch ein echtes Alpengewässer, das je nach Wetterverhältnissen tannengrün oder türkisblau leuchtet. Nur wenige Kilometer vor der bayerischen Grenze füllt er schmal und fjordartig das Achental, begrenzt von den hellen Felswänden des Karwendel- und den waldbedeckten Ausläufern des Rofangebirges.

Zuverlässige Windverhältnisse - vormittags bläst ein leichter Südwind, nachmittags ein kräftiger Nordwind - haben den Achensee zum Paradies für Wassersportler aller Art gemacht. Auf alle, die hier vor spektakulärer Gebirgskulisse lernen wollen, wie man auf Segelboot oder Surfbrett über die Wellen reitet, warten jede Menge Wassersportschulen. Der Achensee lässt sich aber auch trockenen Fußes entdecken, mit einer Fahrt auf einem der beiden Dampfer etwa, die zwischen Scholastika und Hausern kreuzen. Oder bei einer schönen Wanderung am Westufer entlang, an dem es zur Freude aller Naturliebhaber keine Fahrstraße gibt. Übrigens ist der Achensee zwar der größte, aber keineswegs der einzige See Tirols. Bei insgesamt 43 Badegewässern - darunter dem Haldensee im Tannheimer Tal und dem Piburger See bei Imst - fällt Reisemobilurlaubern in Tirol die Wahl schwer.

Auch die Landeshauptstadt von Tirol lockt mit vielen Attraktionen

Nicht nur das „Goldene Dachl“ glänzt in der Landeshauptstadt (die vergoldeten Kupferziegel auf dem Prunk-Erker des Fürstenhofs stammen aus dem Jahr 1500), auch sonst beeindruckt die römische Grün-dung am Zusammenfluss von Sill und Inn mit architektonischer Pracht - von den prunkvollen Innenräumen der Hofburg bis zu dem barock ausgeschmückten Dom St. Jakob, vom Renaissance-Schloss Ambras (mit drei Rüstkammern und Habsburger Porträt-Galerie) bis hin zu den Altstadtstraßen mit ihren fresken- und stuckverzierten Rokoko- und Barockfassaden.

Doch in all dieser musealen Pracht klopft ein junges Herz. Als Universitätsstadt ist Innsbruck Heimat für 20000 Studenten und viele Kneipen. Und in den Randbereichen hat Londons Star-Architektin Zaha Hadid mit der neuen Sprungschanze und den Stationen der Hungerburgbahn den modernen Geist der Stadt in passende Formen gebracht - futuristische Formen vor alpinen Bergketten.

Der Adler ist das stolze Wappentier Tirols

Er hat seine Silhouette freundlicherweise auch einem Weitwanderweg geliehen, der zu den schönsten im Alpenraum zählt: Als folgte man den Schwingen des majestätischen Raubvogels, so wandert man 280 Kilometer weit quer durch Tirol und lernt dabei die Vielfalt seiner Berglandschaften kennen.

Von St. Johann im relativ flachen Osten führt der Weg in 23 Tagesetappen erst durch das mächtige Gebirgsmassiv des Wilden Kaisers, dann durch die sanften Almwiesen des Rofangebirges, weiter an den kalkweiß leuchtenden Wänden des Karwendels vorbei und schließlich durch die abgeschiedenen Lechtaler Alpen bis nach St. Anton im Westen. Ein anspruchsvolles Programm, das selbst leistungsfähige Alpinisten in der Regel in mehrere Unternehmungen aufteilen. Schön: Dank jeder Menge „Nebenrouten“ in weitere Tiroler Täler und Gebirgszüge lässt sich der Adlerweg auf 126 Etappen mit insgesamt 87000 Höhenmetern ausdehnen.
Zusätzliche „alpine Varianten“ bieten erfahrenen Bergfexen zudem die Möglichkeit zu Gipfelüberschreitungen und anderen anspruchsvollen Kraxeltouren.

In Tirol gibt es Süsses und noch viel mehr

So verlockend Speck und Knödel sein mögen: Wer sich nicht auch ein bisschen Appetit für den süßen Nachtisch aufspart, verpasst wichtige Glücksmomente. In Tirol sind nicht nur die klassischen österreichischen Mehlspeisen wie Kaiserschmarrn, Strudel sowie süße Nocken und Knödel zu Hause, sondern in den Alpentälern rund um Innsbruck hat sich auch eine eigene Dessert-Kultur entwickelt.

Echte Versuchungen sind süße Maultaschen und mit Zwetschgenmus gefüllte Germknödel, die im Dampf gegart und mit Mohn bestreut werden. Unbedingt probieren muss man den Tiroler Hochzeitskuchen, in dem eine saftige Mandel-Schokolade-Füllung steckt, oder die Zelten, ein weihnachtliches Gewürzbrot. Eine Rarität ist die vom Unterinn stammende Prügeltorte, die, anders als ihr Name vermuten lässt, zu friedlichen Feierlichkeiten gebacken wird - am Spieß und über offenem Feuer. Ein knuspriger Genuss in Baumkuchenform, der sich lange hält und damit auch als Souvenir gut eignet.
Übrigens: Die feinen süßen Desserts verlangen nach einer soliden Grundlage - also Tiroler Knödel und Speck auf gar keinen Fall missachten!

Besonders im Winter von Reiz: Das Dach von Tirol

Einmal wie ein Vogel majestätisch über der Gebirgswelt schweben? Dank der neuesten Hightech-Aussichtsplattformen in Tirol kein Problem. Im Stubaital etwa, an der Bergstation der Schaufeljoch-Gondelbahn, können Sie auf der neuen Gipfelplattform in 3210 Meter Höhe wie im Schwebeflug über der gleißenden Gletscherwelt verharren und ein Rundumpanorama genießen. Ein Tal weiter westlich wartet in Hochgurgl auf dem über 3000 Meter hohen Wurmkogl eine gläserne Aussichtskanzel, deren Fassade sich bei schönem Wetter zur Seite schieben lässt und einen unverbauten Blick in alle vier Himmelsrichtungen erlaubt. Ein weiterer spektakulärer Aussichtspunkt ist der Felssteg an der Bergstation Tiefenbach in Sölden.

Tirol: Informationen und Stellplätze

Anreise: Ab München auf der Brennerautobahn A 8/A 93 über Kufstein.
Ab Lindau über Bregenz auf der A 14/E 60 durch Pfänder- und Arlbergtunnel.

Sehenswertes: Swarovski-Kristallwelten: Der Künstler André Heller schuf eine „illusorische Glitzerwelt“ in 13 Wunderkammern, in der sich alles um das Funkeln der Kristalle dreht. Mittelpunkt der Einrichtung ist der „Centenar“, der mit 300000 Karat wohl größte geschliffene Kristall der Welt. Wattens, Kristallweltenstr. 1, kristallwelten.swarovski.com

Feste Kufstein: Die 1000-jährige Feste Kufstein hoch über dem Inn beeindruckt nicht nur mit ihrem Festungs- und Heimatmuseum, sondern auch mit der Heldenorgel: Die größte Freiorgel der Welt besteht aus 46 Registern und 4948 Pfeifen. Sie wird täglich um 12 Uhr gespielt. www.festungsarena.at

Auskunft: Tirol Info, Maria-Theresien-Straße 55, A-6010 Innsbruck, Telefon 0043/51272720, www.tirol.at

Stellplatz-Tipps

6215 Achenkirch: Alpen-Caravanpark Achensee
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 10 Mobile vor der Schranke zum Campingplatz und direkt am Seeufer. Geschotterter, ebener Untergrund. Kein Schatten. 19 Euro pro Nacht und Mobil inklusive 2 Personen. Ganzjährig nutzbar.
Standort: Achenkirch 17, GPS 47°29’58”N, 11°42’25”O, Telefon 0043/52466239.

6156 Gries am Brenner: Gasthof Humler-Hof
Gebührenfreier Stellplatz für 50 Mobile. Einkehr obligatorisch. Asphaltierter Parkplatz für Pkw und Reisemo-bile. Kein Schatten. Kein Ruhetag. Relaxbereich mit finnischer Sauna, Dampfbad, Solarium und Massage. Ganzjährig.
Standort: OT Nößlach, Nößlach 483, GPS 47°04’00”N, 11°28’18”O, Telefon 0043/527487500.

6060 Hall in Tirol: Schwimmbad-Camping
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 20 Mobile. Separater Wohnmobilpark. Ebener, befestigter Untergrund. WC, Dusche im Sommerbetrieb. Mai-September: 15 Euro pro Nacht und Mobil inkl. WC, Duschen, Strom, V+E sowie Eintritt ins Schwimmbad. September-April: 7,50 Euro pro Nacht und Mobil inkl. Strom, V+E. Ganzjährig.
Standort: Scheidensteinstraße 26, GPS 47°17’02”N, 11°29’45”O, Telefon 0043/69915855268.

6651 Häselgehr: Rafting-Center Rudi
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 45 Mobile. Ebenes Gelände. Kein Schatten. Duschen, WC, Waschmaschine, Trockner. Sommer: 20,40 Euro pro Nacht und Mobil inkl. 2 Erwachsene, V+E sowie Lechtal Aktiv Card. Winter: 18,80 Euro. Strom: 60 Cent/kWh. Hund: 1,50 Euro. Ganzjährig nutzbar.
Standort: Luxnach 122, GPS 47°18’55”N, 10°29’54”O, Telefon 0043/56346425,

6611 Heiterwang am See: Ferienhof Sunnawirt
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 30 Mobile an einem Aussiedlerhof. Fester Untergrund. Grill- und Spielplatz. 7 Euro pro Nacht und Mobil. Strom: 3 Euro. Ganzjährig.
Standort: Mühle 4, GPS 47°26’57”N, 10°44’53”O, Telefon 0043/56745464.

6458 Sölden: Berggasthof Rofenhof
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 10 Mobile auf einer Wiese. 10 Euro pro Nacht und Mobil. Saison: Mai-Oktober und 15. Dezember bis 1 Woche nach Ostern.
Standort: OT Vent, Rofenstraße 3, GPS 46°51’21”N, 10°53’29”O, Telefon 0043/52548103.

Von am 10. Dezember 2012
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