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Ratgeber: Mobiles Fernsehen

Wer in die Röhre guckt, kann was erleben. Auch im Reisemobil heißt das Zauberwort Multimedia. promobil zeigt aktuelle Fernseh-Trends.

Der Fernseher bringt längst mehr als nur die Tagesschau ins Reisemobil. Mit Helferlein wie Video-Gerät, DVD-Player oder einer Spielkonsole verscheucht er an Regentagen aufkommende Langeweile im Nu. Das Zentrum der Unterhaltungselektronik, neudeutsch: das Multimedia-Center, bleibt allerdings der Bildschirm und damit das TV-Gerät. Theoretisch ist im Reisemobil jedes Gerät nutzbar, das der Elektrohandel anbietet und das durch Tür oder Fenster bugsiert werden kann. In der Praxis sollte man sich jedoch erst darüber Gedanken machen, wann und wo man den Fernseher betreiben will. Am flexibelsten sind TV-Geräte, die auch mit zwölf Volt ihren Dienst tun. Allerdings konzentriert sich die Auswahl auf eher schlichte No-Name-Produkte. Nur wenige namhafte Hersteller bieten Fernseher für den direkten Anschluss an das Bordnetz an. Unproblematisch beim Einkauf sind dagegen die haushaltsüblichen 230-Volt-Geräte. Sie stellen dafür beim ausgedehnten Fernsehabend höhere Ansprüche: Für die Stromversorgung benötigt man einen regelmäßigen Netzanschluss oder eine starke Bordbatterie und einen Wechselrichter. Bleibt die Frage nach dem idealen Format: Beim häuslichen TV-Gerät ermittelt eine einfache Formel das richtige Verhältnis von Raum- und Bildschirmgröße.

Der ideale Abstand vom Bildschirm zum Betrachter sollte das Sechsfache der Bildhöhe betragen. Das ergibt bei einem Abstand von zwei Metern eine Bildschirmhöhe von rund 33 Zentimetern und eine Diagonale von 55 Zentimetern (21 Zoll). Ein Trost, dass die alte Regel „je größer, desto besser“ ganz und gar nicht gilt. Das Bild auf der Mattscheibe setzt sich nämlich aus Punkten zusammen, deren Anzahl beim TV-Standard stets gleich bleibt, egal wie groß das Bild ist. Bei gleichem Abstand wirkt somit ein größeres Bild gröber gerastert und weniger scharf als ein kleineres. Bei geringem Betrachtungsabstand kann es also durchaus sinnvoll sein, nicht das größte Bild zu wählen. Die Proportionen des Bildschirms sind längst keine feste Größe mehr. Jahrelang galt das Seitenverhältnis vier zu drei als das Nonplusultra, bis jemand darauf kam, dass die großen Kinosäle mit ihren überbreiten Leinwänden das bewegte Filmgeschehen viel besser darstellen. Prompt wurde das Format 16:9 für TV-Geräte aus der Taufe gehoben. Was noch fehlt, ist die passende Animation, sprich: das tägliche TV-Programm in 16:9.

Wer viel fernsieht, kann sich immer noch für die konventionelle Bildschirmgröße entscheiden und fährt damit in der Regel günstiger. Einen teureren 16:9-Fernseher sollte sich derjenige zulegen, der unterwegs überwiegend auf DVD-Konserven zugreift, denn die Silberlinge sind zumeist auf das neuere Breitbandformat zugeschnitten. Spätestens wenn die Fußballbundesliga und andere Sportarten in 16:9 ausgestrahlt werden, dürfte dieses Format zum Standard werden. Fernseher gibt es mit Mono- oder Stereoton. Stereo: ein Luxus, den man nur bei der Musikanlage braucht? Weit gefehlt, gerade die kleinen TV-Geräte piepsen in Mono oft jämmerlich vor sich hin. Stereo-sound klingt in der Regel schon wegen der beiden Lautsprechersysteme besser. Dazu wird hier mehr Wert auf guten Klang gelegt als bei einem vergleichbaren Monogerät. Eine nette Zugabe bei Stereosystemen: Manche Filme werden im Zweikanalton ausgestrahlt – mit einem für diesen Zweck ausgerüsteten Stereofernseher kann man auf die synchronisierte oder originale Tonversion des Films zugreifen.

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Datum

12. Januar 2004
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