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Mobil-Tour: Vorarlberg, Winter, Reisemobile, Wohnmobile 26 Bilder Zoom

Mobil-Tour Vorarlberg: Winter-Wunderland

Vorarlberg, das westlichste Bundesland Österreichs, punktet mit zauberhaften Bergwelten, kulturellem Charme, tollen Pisten und vielen anderen Attraktionen - und hat schöne Plätze fürs Wintercamping.

Der Arlberg ist ein Traumziel für Winterurlauber aus aller Welt, und die „vor dem Arlberg“ gelegene Region, also Vorarlberg, zählt zu den schönsten Regionen für zünftiges Camping im Schnee. In Österreich gilt zwar generell, dass die Übernachtung im Fahrzeug nur zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“ gestattet ist. Tatsache ist aber: Es gibt in Vorarlberg fast keine ausgewiesenen Stellplätze, jedoch eine Vielzahl sehr guter Campingplätze, die oft auch eigene Bereiche für Wohnmobile anbieten.

Ideal für Wintersportler hier im äußersten Westen Österreichs ist zum Beispiel der Alpencamping Nenzing. Dort gibt’s eine Loipe direkt am Platz, geführte Skitouren und einen kostenlosen Shuttle zum Skilift.

Es wäre grundverkehrt, Winterurlaub in Vorarlberg mit dem gebirgigen Montafon, dem sanfteren Bregenzerwald, Brandnertal, Lech und Zürs allein aufs Skifahren zu beschränken. Es gibt so viele andere Möglichkeiten, die Spaß machen. Wie wär’s zum Beispiel mit einer zünftigen Rodelpartie - von 42 Rodelbahnen können gleich 16 auch noch zu später Stunde befahren werden, dank Beleuchtung ein romantischer Spaß vorm kräftigen Abendessen im Wohnmobil oder in einem der vielen hervorragenden Restaurants. 

Ganz andere Schlitten spielen im Brandnertal auf der Tschengla bei Bürserberg die Hauptrolle, unweit von Camping Seeberger nahe Bludenz gelegen. Während Langläufer und Schneeschuhwanderer auf tief verschneiten 1200 Meter Höhe ihre Kreise ziehen, freuen sich die 13 vierbeinigen Freunde des Husky-Toni schon mit lautem Geheul auf die nächste Tour.

Sibirische und Eskimo-Huskys, Samojeden und Malamuten bilden ein kinderfreundliches „Multi-Kulti-Gespann“, in wildem Lauf jagen die kräftigen Tiere über das glänzende Weiß. Das Führen eines Hundeschlittens fordert dabei dem Neuling einiges ab: Gewichtsverlagerung und Rollertritt als Unterstützung bei Steilstücken. Kinderleicht sei das, grinst Toni: „Meine Tochter ist schon mit vier Jahren gefahren.“ Also, dann nichts wie los.

Pisten für jeden Geschmack

Auch die beiden Skigebiete des Brandnertals lassen Groß und Klein jubeln, sie zeichnen sich durch ihre familienfreundlichen Pisten aus. Seit Inbetriebnahme der neuen Palüdbahn mit tollem Panoramablick bei Brand hat die Region noch an Attraktivität gewonnen. Noch höher hinaus fährt die Glattjochbahn, bis auf den höchsten Punkt des Brandnertals bei 2000 Metern. Sportlich zu Tal geht es für Abfahrtsliebhaber auf der Palüdalpe oder über die „Kanonenrohr“-Buckelpiste durchs malerische Lorenzital.

Nur rund 30 Kilometer über die Silvretta-Bundesstraße entfernt öffnet sich das weite Montafon. Was als u-förmiges, von Gletschern geebnetes Trogtal beginnt, wird nach zehn Kilometern zusehends zu einem von kantigen Berggipfeln umsäumten hochalpinen Zentrum. Morgens um sieben Uhr drängen an der Talstation zum Hochjoch in Schruns schon Dutzende ungeduldige Wintersportler in die Gondel. Die ersten Bergspitzen erröten sanft, manche werfen während der Auffahrt ihren Morgenschleier ab. An der letzten Liftstation, dem Kreuzjoch (2395 Meter), wird noch ein heißer Tee genossen - aber dann: zwölf Kilometer bergab, 1700 Höhenmeter, da kommt Freude auf.

Ein weiteres Freizeitvergnügen für Wintercamper ist das Tiefschnee-Erlebnis. Nirgendwo sonst wird dem Tourenskilauf so große Aufmerksamkeit gewidmet wie im Bregenzerwald. Der Campingplatz Au zum Beispiel liegt wunderbar zentral, ein Skibus bringt Wintersportler zu Bergbahnen wie Damüls und Saloberkopf. „Mit Tourenanfängern fahren wir auch gern auf den Diedamskopf“, verrät Tourguide Stefan Moosbrugger - die Bergbahn ist in wenigen Gehminuten vom Campingplatz aus erreicht.

Während hier die Fahrt durch den Tiefschnee im Mittelpunkt steht, zählt bei anderen Skitouren besonders der Aufstieg. Möglichst frühmorgens geht es los, zum Beispiel von Damüls-Schwende etwa 700 Höhenmeter hoch auf den Klippern (2066 Meter). Eine Mühe, die mit traumhaften Tiefschneeschwüngen belohnt wird - und natürlich auch mit dem anschließenden Einkehrschwung, das ist ja sonnenklar.

Ski fahren im Pulverschnee mit tänzerischer Leichtigkeit erlernen hier auch die Teilnehmer von Michael Widmer-Willams „SKI-Projekt“. Im Sommer mit diversen Modern-Dance-Companies auf internationalen Bühnen unterwegs, trainiert der Bewegungspädagoge im Winter Körperwahrnehmung und Gleichgewichtsinn seiner Skischüler.

Die leichten, von modernen Tanztechniken und -bewegungslehren entlehnten Aufwärmübungen werden fein auf die Alpinski- und Carving-Anforderungen zugeschnitten. Das Spiel mit der Schwerkraft gelingt dann auch auf der Piste mit geradezu träumerischer Sicherheit - ein alternativer, besonders schöner Zugang zum Skilaufen abseits von Trubel und elitärem Ambiente, der wunderbar zur Kulturlandschaft des Bregenzerwalds passt.

Horizon Field: 100 Männer im Schnee

Sie stehen einsam in schneeweißer Landschaft, manche an kaum zugänglichen Stellen, andere direkt an der Piste. Was ihnen neben ihrer gusseisernen Form noch gemein ist: Die lebensgroßen Statuen sind stets auf exakt 2039 Meter Höhe postiert, bilden also eine horizontale Linie von der Arlbergregion bis weit in den Bregenzerwald hinein. Dabei blicken die in unterschiedlichen Abständen aufgebauten Skulpturen in alle Himmelsrichtungen, sind sich jedoch nie zugewandt.

Unterstützt vom Kunsthaus Bregenz, schuf der britische Künstler Antony Gormley mit seinem „Horizon Field“ das logistisch aufwendigste Kunstprojekt Österreichs. Bis ins Jahr 2012 leisten die 100 Männer im Schnee den Skifahrern Gesellschaft. Wie sie auf eisige Höhen gelangt sind? Die meisten per Hubschrauber.

Gute Gegend für Gourmets

Die Vorarlberg-Region erfreut sich der europaweit höchsten Dichte an Gourmettempeln. Dort werden meist regionale Produkte von Spitzenköchen veredelt. Traditionelle Küche wunderbar verfeinert gibt es zum Beispiel im „Rössle“ in Braz (www.roesslebraz.at ). In Bezau konkurrieren gleich zwei Restaurants mit kulinarischen Highlights: das „Goldstück“ (www.hotel-gams.at ) und die Stube „Irma“ (www.hotelpostbezau.com ). Auch das Montafon verwöhnt Gourmets - Ausgefallenes gibts etwa im „Edel-Weiß“ in Schruns (www.loewen-hotel.com ).

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Autor

Foto

Udo Bernhart

Datum

10. Oktober 2012
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