Mobil-Tour: Süd-Norwegen 25 Bilder Zoom

Mobil-Tour Süd-Norwegen: Es ist Sommer...

... im Süden von Norwegen, und das bedeutet: helle Nächte voll magischem Licht, pralle Lebensfreude in den Städten, und nach einem kräftigen Regenschauer duftet die Luft umso frischer. Willkommen in Europas El Dorado für Wohnmobil-Urlauber!

Ankunft in Oslo, wir steuern das Reisemobil von der Fähre und fahren gleich hoch auf den Stadtberg Holmenkollen. Von hier aus, nahe der berühmten Skisprungschanze, hat man einen prächtigen ersten Überblick über die Metropole jenes Landes, das wie wenige sonst als Idealrevier für einen Wohnmobil- oder Campingurlaub gilt.

Da unten also liegt die Hauptstadt, rot und weiß zieht sich Oslo am Fjord entlang, strahlt, glitzert, blinkt, schimmert. Wie ein großes Dorf in einer schönen nordischen Landschaft, so wirkt die Stadt an diesem sonnigen Tag, und die Luft ist mild und wunderbar frisch.

Sommer in Südnorwegen: Das ist die Zeit der weißen Nächte, des magischen Lichts, der prallen Lebensfreude. Und manchmal ist es auch die Zeit tagelangen Regens. Aber nicht abschrecken lassen von der Statistik - warum finden denn in Oslo mehr Open-Air-Konzerte statt als irgendwo sonst im Norden, warum werden auf dem quirligen Fischmarkt in Bergen so unglaublich viele Sonnenbrillen verkauft? Auf jeden Regen folgt auch hier blauer Himmel - garantiert.

Wir sind unterwegs im heiteren Süden des hohen Nordens. Auf Straßen, die oft genug den Atem anhalten lassen, so spektakulär sind sie, aber nahezu alle gut ausgebaut für die Fahrt im Wohnmobil. Zunächst geht es von Oslo auf der E 16 Kurs Nordwest, über Geilo (mit Wander-Abstechern auf die Hardanger-Hochebene), dann via Myrdal (hier startet die Flambahn, Europas steilste Bergbahn) nach Voss. Dort sollte man unbedingt eine Kaffeepause einlegen in Fleischers noblem Traditionshotel, um des deutschen Kaisers Thron zu bewundern, ein Holzklo im Foyer, das Wilhelm II. vor über hundert Jahren aus Berlin geschickt wurde, damit er hier gemütlich seine Sitzungen abhalten konnte.

Weiter geht es nach Westen, nach Bergen: Norwegens Perle. Sie glänzt durch Attraktionen wie das Bryggen-Viertel aus der Hansezeit, vor allem aber durch eine südländisch-heitere Atmosphäre. Wer bis hierhin noch nicht seine Vorurteile abgebaut hat, etwa über die temperamentlosen Nordmänner oder über ein Speiseangebot, das sich in Stockfisch und unbezahlbaren Getränken erschöpft, der lernt schnell um. Zum Beispiel zwischen Bryggen und Fischmarkt: Vor den bunten Häusern des historischen Hanseviertels sitzen Urlauber und Einheimische an langen Holztischen, trinken Wein und Bier vom Fass, wobei zumindest hier die Preise nur wenig über unseren liegen. Man kommt schnell miteinander ins Gespräch, weil Norweger bestens Englisch sprechen, man genießt die Brise, die vom Meer her in die Stadt weht. Und auf dem Fischmarkt lässt man es sich bei Krabbenbrot, Räucherfisch und Softeis gut gehen. Die Sonnenschirme leuchten in vielen Farben, die Atmosphäre ist fröhlich, alles andere als nordisch-spröde.

Weiter in Richtung Süden steuern wir jetzt unser Wohnmobil, durchs Vestland und durch norwegische Bilderbuchlandschaft. Höhepunkt auf dem Weg in die Öl-Metropole Stavanger wird dabei der Abstecher zum Preikestolen (Predigerstuhl) sein. Fitness und ein bisschen Mut gehören dazu, erst den steilen Anstieg zu bewältigen und sich dann bis fast an die Kante der Felskanzel zu wagen. 600 Meter stürzt die Steilwand in die Tiefe, dem Lysefjord entgegen. Wer das volle Panorama ohne Mühen genießen will, bucht einen Hubschrauberflug über die spektakuläre Kanzel - Start für die lohnende Luftfahrt ist am Campingplatz Preikestolen.

Stavanger überrascht dann alle Besucher, die hier nur die Verwaltung der Ölmilliarden aus der Nordsee vermuten. Die Stadt lebt vom spannungsreichen Kontrast zwischen hochmodern und traditionsreich - wie in Bergen ist auch hier der bunte, vor Kuttern und Schiffen aller Art wimmelnde Hafen ein beliebtes Fotomotiv. Technikfreaks wird es ins Ölmuseum ziehen, der futuristische Gebäudekomplex erinnert an eine Raffinerie.

Die Südspitze Norwegens mit Kap Lindesnes könnte das nächste Etappenziel sein, vorbei an Küstenabschnitten, die eben noch wild und schroff, eine Kurve weiter schon wieder lieblich wirken und zum Bleiben verlocken. Von Kristiansand, schon am Skagerrak gelegen, zieht sich die „norwegische Riviera“ bis hinauf zum Oslofjord bei Larvik. Schönster Ort an dieser Teilstrecke ist Grimstad mit seinen weißen Holzhäusern im alten Viertel.

Aber ein letzter Abstecher ins Binnenland muss noch sein. Die Telemark rundet die Reise ab: Sie ist so etwas wie Norwegen in der Nussschale, mit allen Naturschönheiten gesegnet, die dieses Land zu bieten hat. Wer mal für ein paar Stunden das Steuer aus der Hand geben und sich gemütlich durch eine Traumlandschaft schippern lassen möchte, sollte eine Tour auf dem Telemarkkanal buchen. Und noch einmal tief durchatmen, bevor es dann Richtung Oslos Fährhafen zurückgeht.

Sehenswürdigkeiten in Südnorwegen

Sagenhaft: die Heddal-Stabkirche - Holz ist seit alten Zeiten ein wichtiges Element norwegischer Architektur, auch im sakralen Bereich. Daraus ist eine Baukunst auf hohem Niveau entstanden, die das Bild Norwegens in aller Welt mit geprägt hat - die Stabkirchen. Diese Stilrichtung zeichnet sich durch verspielte Dachformen aus, wie man sie in ähnlicher Art nur an den Pagoden und Faltdächern asiatischer Tempel findet. Der Name deutet darauf hin, dass die Gotteshäuser mit hohen Stäben (norwegisch stav) errichtet wurden und nicht in Blockhaus-Bauweise mit horizontal geschichteten Baumstämmen. Während es im späten Mittelalter an die 1000 Stabkirchen gab, haben heute in ganz Norwegen nur 30 dieser symbolträchtigen Sakralbauten „überlebt“. Die größte, schönste und meistbesuchte ist Heddal in der Region Telemark (direkt an der E 134). Sie stammt aus dem Jahr 1250, ein Troll namens Finn soll sie innerhalb von drei Tagen erbaut haben.

Bergener Hochfjellseilbahn - Hoch hinaus führt die Ulriksbanen in Bergen. Die Schwebebahn gleitet zum Gipfel des Ulriken (643 Meter), höchster der sieben Fjellberge rund um den Hafenort. Von dort oben hat man einen großartigen Ausblick auf Bergen, die Schärenküste, das gebirgige Inland und das Meer. Ein Shuttle-Bus fährt jede halbe Stunde vom Fischmarkt im Stadtzentrum zur Talstation der Bahn, von dort geht es hinauf (bei starkem Wind geschlossen). Auf dem Aussichtsplateau liegt ein Panoramarestaurant, das zum Beispiel den „Gebirgsfisch“ serviert. www.ulriken643.no

Auf der nächsten Seite finden Sie eine Übersicht über alle Städte in Südnorwegen und Infos zu Stellplätzen.

Autor

Foto

Visitnorway.com: Terje Rakke/Nordic Life AS, Johan Berge, Kurt Hamann, CH, Frithjof Fure, Anders Gjengedal, Jessica Mintelowsky, Bernd Schiller

Datum

4. September 2013
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