Ratgeber: Mit beschränkter Haftung?

Eine Klausel in unserem Kaufvertrag gibt uns zu denken: „Bei Fremdprodukten, die Gegenstand des Kaufvertrags sind, wie Basisfahrzeug, Heizung etc. hat sich der Käufer wegen einer Mängelbeseitigung zunächst an den Zulieferer oder einen vom ihm anerkannten Betrieb zu wenden.“ Ist das rechtens?
Mechthild Otto, 55396 Bingen

Antwort:

Unter Umständen bestehen zwischen dem Reisemobilhersteller und dem Zulieferer tatsächlich Verträge, die Reparaturen oder Gewährleistungsarbeiten im Endkunden-Geschäft regeln. Und sehr wahrscheinlich finden Sie als Kunde mit einem defekten Kühlschrank beim Service des jeweiligen Herstellers tatsächlich den kompetenteren Ansprechpartner. Für die Organisation, also die Vermittlung zwischen Ihnen und dem entsprechenden Betrieb, ist rechtlich allerdings Ihr Kaufvertragspartner zuständig. Keinesfalls kann er die Zuständigkeit mit Verweis auf die fragliche Klausel ablehnen. Wenn er Ihnen die Servicestelle eines möglichen Zulieferers in Ihrer Nähe nennt, können Sie den Vorschlag annehmen; Sie sind aber nicht dazu verpflichtet. Der Händler sollte den entsprechenden Service in Kenntnis setzen. Um vor Überraschungen gefeit zu sein, sollten Sie sich dort vorher erkundigen. Keinesfalls kann von Ihnen verlangt werden, hunderte von Kilometern zu fahren. In einem solchen Fall können Sie die Abwicklung auch komplett dem Händler überlassen.

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Datum

4. November 2006
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