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Lesertour in der Hauptstadt-Region Berlin: Lesertour Werder an der Havel

Vor den Toren Berlins: Ein Weinberg mit Havelblick? Der existiert hier wirklich. An den Seen warten noch mehr Merkwürdigkeiten.

Lästermäuler behaupten, Werder an der Havel sei der Polarkreis des Weinbaus. Gibt es das wirklich – ein Weinberg mit Havelblick? Das weckt unsere Neugier. Nach einem Blick auf die Landkarte ist klar, dass Wer­der an der Havel wunderbar zu unserer geplanten Berlin­reise passen würde.

Ein Campingplatz ist auch schnell gefunden: Der Ferienpark und Campingplatz Riegelspitze am Stadtrand von Werder – direkt an der Havel – entpuppt sich geradezu als idea­ler Ausgangspunkt für unsere geplanten Ausflüge in die Hauptstadt, nach Potsdam und zu
den Havelseen.

Morgens im See schwimmen, danach etwa zehn Kilometer mit dem Fahrrad nach Potsdam. Spätestens in dem riesigen Schlosspark ist man dankbar, nicht alles zu Fuß gehen zu müssen. Am nächsten Tag starten wir mit dem Bus direkt zum Ausflug in die Hauptstadt. Mit Umsteigen am Bahnhof Werder braucht man dafür gerade mal 45 Minuten. Und für sechs Euro pro Person ist es ein bezahlbares Vergnügen. Die nette Kleinstadt Werder ist vom Campingplatz aus in zehn Minuten per Rad zu erreichen. Alljährlich findet hier im April das Baumblütenfest statt. Das historische Zentrum liegt auf der Werderinsel. Von hier starten wir auch zur großen Havelsee-Rundfahrt. Es ist eine eindrucksvolle Entdeckungsreise rund um Potsdam – mit Blick auf die Havelseen und die am Ufer liegenden Orte. Bei einer Berliner Weiße genießen wir an Deck die idyllische Landschaft und tuckern an historischen Sehenswürdigkeiten vorbei: am Schloss Cecilienhof, dem Schauplatz der Potsdamer Konferenz, und an Caputh mit Schloss und Park. Hier ließ sich Albert Einstein 1929 ein Ferienhaus errichten.

Begeistert dichtete er 1931 an seinen Sohn Eduard: Sei ein faules Tier Streck’ alle vier von Dir Komm nach Caputh Pfeif auf die Welt und auf Papa wenn’s Dir gefällt. Der Wachtelberg ist nicht nur der höchste Punkt von Werder, er entpuppt sich auch als Höhepunkt unserer Reise. Bei einer zünftigen Brotzeit verkosten wir in der Straußwirtschaft Weintiene mitten im Weinberg einige Gläser – und wir sind begeistert. Schließlich handelt es sich hier um die nördlichste Qualitätsweinlage der Welt (52°24’). Da die Reben auf Sandboden wachsen ist der Wein eher weich und von geringem Säuregehalt. Und er widerlegt klar den Spottvers aus dem 16. Jahrhundert: „Märkischer Erde Weinerträge gehen durch die Kehle wie ’ne Säge.“ Wir sind sicher, dass das nicht unser letzter Besuch auf dem Wachtelberg gewesen ist.

Text und Fotos: Claire und Gernot Stepper, 85551 Kirchheim

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Datum

15. März 2007
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