Alles über Gebrauchte Wohnmobile
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Gebrauchte Wohnmobile kaufen - Ratgeber Teil 1/3: Gebrauchtmobil finden und zuschlagen

Schnäppchen möchte jeder machen – doch wichtiger als ein Dumpingpreis ist der Zustand des Gebrauchten. Mit den promobil Tipps klappt der Kauf eines gebrauchten Wohnmobils bei Ihnen.

Die Nachfrage nach gebrauchten Freizeitfahrzeugen steigt stetig – dieses Ergebnis vermeldete Anfang Januar der Deutsche Caravaning Handels-Verband (DCHV) anlässlich der Eröffnungspressekonferenz der Caravan- und Touristik-Messe CMT in Stuttgart. Zwar dürfte dieser Trend auch steigenden Neupreisen für Campingfahrzeuge geschuldet sein, dennoch ist er sowohl für Käufer als auch Verkäufer eine gute Nachricht: Die einen können aus einem größeren Pool auswählen, die anderen dürfen mit einem gesteigerten Interesse und einem guten Preis für ihr Fahrzeug rechnen.

Der Kauf eines gebrauchten Wohnmobils ist kein Hexenwerk – ein paar Grundregeln sollte man aber beachten. Erstellen Sie zuerst eine Liste mit allen Kriterien, die Ihr Wunschkandidat erfüllen soll. Daran muss sich von nun an jedes Angebot messen. Bei der Suche werden Sie auf Mobile treffen, die mehr bieten als auf Ihrer Liste steht – zu einem entsprechend höheren Preis. Lassen Sie sich von überbordenden Zubehörregistern nicht aus dem Konzept bringen, und überlegen Sie genau, ob Sie die zusätzliche Ausstattung überhaupt benötigen.

Der Kauf-Check für gebrauchte Wohnmobile

Gebrauchte Wohnmobile werden sowohl von Händlern als auch von privat angeboten. Prinzipiell sollte man beiden Optionen gegenüber aufgeschlossen sein. Seien Sie sich aber darüber im Klaren, dass eine Privatperson üblicherweise keine Gewährleistung bei auftretenden Mängeln gibt. Eventuell ist der Kauf von privat dafür aber günstiger.

Haben Sie einen interessanten Kandidaten gefunden, vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin. Wichtig: Planen Sie genügend Zeit dafür ein. Fragen Sie nach, ob eine Probefahrt möglich ist und ob Gas, Wasser und Strom für einen vollständigen Check der Systeme vorhanden sind. Lassen Sie sich das Mobil zuerst innen und außen vom Besitzer zeigen. Schauen Sie sich dann noch einmal in Ruhe alle Details an (siehe Bildergalerie).

Besonders achten sollte man auf Feuchteschäden. Ein guter Gradmesser ist dabei die eigene Nase, denn feuchte Wohnmobile riechen muffig. Ist dann auch noch Schimmel zu sehen, sollte man besser die Hände vom Kauf lassen. Auch mit Hilfe eines Feuchtigkeitmessgeräts kann man zuverlässig feststellen, ob es versteckte Undichtigkeiten gibt. Brauchbare Geräte gibt’s im Fachhandel ab etwa 150 Euro. Bei der Beurteilung des Basisfahrzeugs kann der Dekra-Gebrauchtwagenreport hilfreich sein, der bekannte Schwachstellen an verschiedenen Transportern listet. Mehr Infos dazu unter: www.gebrauchtwagenreport.com

Wollen Sie sich bei der Beurteilung des Wohnmobils nicht nur auf Ihre eigene Meinung verlassen, können Sie auch einen Profi einen Blick darauf werfen lassen. So bietet zum Beispiel die Handelskette Intercaravaning den sogenannten Campercheck an. Dabei wird in etwa zwei Stunden der Kaufkandidat auf verschiedene Kriterien hin geprüft und anschließend ein umfassendes Gutachten ausgestellt.

Kontrollieren Sie die Papiere

In der Gasprüfbescheinigung müssen alle Verbraucher, in den Fahrzeugpapieren sollten Sonderanbauten eingetragen sein. Gleichen Sie die Fahrgestellnummer mit dem Eintrag in den Papieren ab. Prüfen Sie außerdem, ob regelmäßig eine Dichtigkeitsinspektion durchgeführt wurde. Bedenken Sie vor der Kaufentscheidung auch mögliche Folgekosten. Liegt ein Zahnriemenwechsel oder eine größere Inspektion an, muss das in den Kaufpreis einkalkuliert werden. Auch die Nachrüstung eines Rußfiltersystems kann mit mehreren tausend Euro zu Buche schlagen.

Kostenfaktor KFZ-Steuer

Ältere Wohnmobile können je nach Schadstoffklasse mit empfindlich hohen Steuersätzen Löcher ins Budget reißen. Auch die Nachrüstung eines Filters ändert an der Einstufung für die Kfz-Steuer nichts. Wichtig: Die Farbe der Umweltplakette sagt noch nicht zwangsläufig etwas über die Schadstoffklasse aus. Im Zweifelsfall klärt das ein Blick in die Fahrzeugpapiere.

Kostenfaktor KFZ-Steuer
Zul. Gesamtgewicht bis S0/S1* S2/S3* S4*
3200 kg 460 € 300 € 220 €
3400 kg 470 € 310 € 230 €
3600 kg 480 € 320 € 240 €
3800 kg 490 € 330 € 250 €
4000 kg 500 € 340 € 260 €
4200 kg 510 € 350 € 270 €
4400 kg 520 € 360 € 280 €
4600 kg 530 € 370 € 290 €
4800 kg 540 € 380 € 300 €
5000 kg 550 € 390 € 310 €

*Schadstoffklasse, ergibt sich aus Emissionsschlüsselnummer in Fahrzeugpapieren

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19. März 2014
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