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Kaufberatung Campingbusse auf Mercedes Sprinter: Sternen-Flotte

Darf's etwas mehr sein? Bequeme und luxuriöse Campingbusse sind vor allem auf Mercedes-Sprinter-Basis zu haben. Dem guten Fahrkomfort stehen die handwerklich hochwertigen Ausbauten nicht nach.

Sein Name ist Programm für die Fahrer zahlloser Kurierdienste: Sprinter. Eigentlich aber ist er viel zu schade, um voll bis unters Dach über Autobahnen gejagt zu werden. Denn der Mercedes Transporter ist aufgrund seines guten Fahrkomforts die ideale Basis für Umbauten, die in Sachen Flexibilität und Hochwertigkeit, Individualität und Geräumigkeit das gewisse Extra bieten.

Luxus hat seinen Preis

Als Kastenwagen ab 26.620 oder als Kombi ab 31.460 Euro hat Mercedes die Basis im Angebot, und schon diese Preise verdeutlichen: Eine günstige Angelegenheit ist ein Campingbus auf Sprinter-Basis nicht. Bei rund 43.000 Euro starten die Grundpreise, etwa für den nur mit rudimentärer Wohnausstattung bestückten Domo 520 T, und kommen beim HRZ-Top-Modell Sahara inklusive Allradantrieb dem sechsstelligen Bereich sehr nahe. Das Gros der Umbauten liegt je nach Motorisierung, Radstand, Ausstattung und Bauweise zwischen 50.000 und 75.000 Euro.

Die stolze Anzahl von 57 Campingbussen auf Mercedes Sprinter listet die Datenbank von promobil auf; die meisten in der Klasse bis sechs Meter Länge und mit einem Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen. 15 verfügen über Doppelboden, vier sogar serienmäßig über Allradantrieb, den es bei einigen anderen optional gibt. Nicht nur diesen tut als Motorisierung der stärkere Diesel mit 163 PS gut, weil er mit dem Gewicht weniger Mühe hat als der oft als Einstiegsantrieb angebotene Vierzylinder mit 136 PS.

Campingbus auf Mercedes Sprinter: Vorteile und Nachteile

Stichwort Gewicht: Einigen Ausbauten bleibt kaum eine halbe Tonne an Nutzlast, denn schwere Möbel und umfassende Ausstattung drücken auf die Waage. Vor allem die längsten Varianten kommen mit einer Zulassung als 3,5-Tonner nur knapp klar. Zwar ist es möglich, den Sprinter aufzulasten. Aber dann unterliegt man Einschränkungen wie dem Tempolimit von 100 km/h oder dem Lkw-Überholverbot, was Flexibilität und Beweglichkeit erheblich einschränkt.

Trotzdem haben die Busse mit dem Stern viele Vorteile: Reichhaltige Auswahl und vielfältige Kombinationsmöglichkeiten sprechen für einen Mercedes-Bus. Kurzer, mittlerer oder langer Radstand gehen zusammen mit verschiedenen Dachhöhen, Grundrissen und Möbeln, die teils modular angeboten, aber auch nach persönlichen Vorstellungen auf Maß gefertigt werden. Der Anteil der Hersteller, die individuell nach Kundenwunsch bauen, ist in dieser Klasse vergleichsweise hoch.

Grundrisse

Zum Standard-Grundriss hat sich die Verbindung aus Hochdach mit Bett, Sitzgruppe im Bug sowie Sanitärraum und Küche im Heck entwickelt – meist basierend auf dem 5,91 Meter langen Kastenwagen und zu finden bei Bresler, CS, HRZ, Reimo und La Strada. Zur Wahl stehen daneben verschiedene Sitzgruppen-Layouts. Im Heck strecken sich die Betten auch mal quer oder längs, neben- oder übereinander. Ähnlich einfallsreich platzieren und konfigurieren die Ausbauer auch Sanitärräume und Küchenzeilen im Heck oder der Mitte des Fahrzeugs.

Jeweils mehrere Größen und Konfigurationen des Sprinter bieten Bresler, CS, Domo, HRZ, Reimo, La Strada, Tonke sowie Urban Mobile an. Die meisten Herrsteller setzen auf wohnliche Ausbauten im Holzdekor.

  • Große Auswahl bietet mit fünf Modellen in neun Ausführungen vor allem CS. Im kompakten Amigo bringt der norddeutsche Hersteller auf 5,24 Meter ein Längshubbett und quer im Heck ein Bad unter. 1,7 Meter mehr Länge nutzt CS im Top-Modell Rondo XL, um Stabilität und Fahrkomfort des Kastenwagens mit noch mehr an Format zu kombinieren.
  • Hochwertigkeit und originelle Detaillösungen zeichnen auch die zwölf Modellvarianten aus, die HRZ vom Mercedes Sprinter fertigt. Im Toskana zum Beispiel ersetzt ein integriertes Miniklärwerk die klassische Kassetten-Toilette, der HRZ Beach setzt auf Flexibilität, das Modell Dream auf Komfort, und der Racing hat einen sogar für Motorräder ausreichenden Stauraum unter dem Heckbett.
  • Bresler bringt im Heck des in hoher handwerklicher Präzision gefertigten Junior Exclusiv ein Bad mit separater Dusche unter und widmet sich besonders der Wärmedämmung des Top-Modells.
  • La Strada stellt Interessenten den Regent als S mit Querbett im Heck und als L mit Dachbett sowie Heckbad und -küche zur Wahl.

Innenausstattung

Geschmackssache und weniger eine Frage der Qualität sind die verschiedenen Polsterdesigns, die viele Hersteller zur Wahl anbieten.

  • Wer an einem eher nüchternen Ausbaustil Gefallen findet, wird in der Business-Star-Reihe von Reimo oder bei Domo fündig. Verbundwerkstoffe bringt Domo in ein automotives Design und geschwungene Formen, anstatt auf die Optik klassischen Möbelbaus zu setzen.
  • Ganz im Gegensatz dazu Dopfer und Kirchgessner, die ganz auf individuelle Lösungen setzen. Dopfer greift auf Massivhölzer und Echtholzfurniere zurück und erzielt mit Handarbeit und geölten Oberflächen im Möbelbau einen sehr hochwertigen Eindruck. Kirchgessner ist seit Jahrzehnten spezialisiert auf die Verwendung gewachster Naturhölzer, die er in Rahmenbauweise verarbeitet.
  • Naturmaterialien wie geölte Hölzer und Korkböden zählen auch zum Repertoire von Joko; flexible Grundrisse ebenso: zum Beispiel eine Bettenanordnung übereck im Heck oder Individuallösungen einschließlich Verbreiterungen der Karosserie.
  • Die Ausbauten des niederländischen Herstellers Tonke wiederum stechen im Innenraum durch ihren leichten, modernen Yacht-Charakter mit einem Schuss maritimer Atmosphäre hervor. Tonke führt seine äußerlich unauffälligen Vans in vier Varianten, 6,95 beziehungsweise 7,35 Meter lang.
  • Ähnlich wie Woelcke konzentriert sich auch Urban Reisemobile auf individuelle und einzeln angefertigte Ausbaulösungen. Darüber hinaus bietet Urban auch Unterstützung und Teile für den Selbstausbau an – vielleicht die richtige Option für alle, die sich trotz des reichhaltigen Angebots nicht für eine vorgefertigte Lösung entscheiden wollen. Oder sie nicht finanzieren können.

Autor

Foto

promobil

Datum

11. März 2014
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