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Kauf-Tipp Schmale Teilintegrierte: Elf kurze schlanke Vans

Schmale Teilintegrierte, kurz Vans genannt, vereinen kompakte Maße mit den Vorteilen des Sandwich-Aufbaus. Doch welcher Camping-Van bringt welche Eigenschaften mit? Eine Marktübersicht.

Campingbusse liegen im Trend. Doch nicht jeder mag sich mit ihren Nachteilen – gewölbten, wenig isolierten Wänden und laut schließenden Schiebetüren – arrangieren. Kompakte Teilintegrierte, deren Aufbau nur wenig über die Fahrerhausbreite hinausragt, sind eine interessante Alternative. In diesem Kauf-Tipp stellen wir Ihnen elf Modelle vor, die jeweils in der schmalsten Baureihe dieser Marken die kürzesten Grundrissvarianten darstellen.

Legt man die Preisgrenze bei 60.000 Euro an, finden sich neben dem Gros des Angebots auf Basis Fiat Ducato auch extravagantere Modelle auf VW T5 und Renault Master sowie solche mit besonderer Aufbautechnik – eine spannende Auswahl, von günstig bis exquisit.

Einst zog der Dethleffs Bus – später Globebus T genannt – jahrelang einsam seine Spur, bevor auch andere Hersteller das Segment der schlanken Teilintegrierten für sich entdeckten. Das gilt zumindest für Deutschland. In Italien zählt außerdem die Marke Wingamm zu den Vorreitern.

Heute können Interessierte aus einem breiten Angebot auswählen. Einige Hersteller bieten sogar zwei oder mehr Baureihen an. Bei Bürstner etwa brachte der Brevio neben dem Travel Van neuen Schwung in diesen Bereich. Zuletzt überraschte Hymer mit dem ML-T auf Mercedes Sprinter und zeigte damit, wie lebendig und vielfältig dieses Segment ist.

Schlanke Teilintegrierte: Geringe Fahrzeugbreite

Besonderes Merkmal dieser Mobilklasse ist die reduzierte Fahrzeugbreite – wobei eine klare Grenze nicht so einfach gezogen werden kann. Üblicherweise zählt man Teilintegrierte unter einer Gesamtbreite von 2,25 Meter zu den Vans.

Einige Baureihen wurden mit dem Ehrgeiz entwickelt, ganz dicht an die vom Basisfahrzeug vorgegebene Breite zu kommen – der Bürstner Brevio und der Tikro gehören dazu. Mit 2,05 Meter sogar exakt auf Ducato-Maß bleibt der neue Wingamm City-Suite. Der schmalste aller Teilintegrierten kommt indessen von Woelcke. Der Autark Crosser ist lediglich 1,90 Meter breit, so wie dessen VW-T5-Basis. Damit das Einparken Freude macht, bleiben auch die Längen übersichtlich. Lediglich der Hobby Premium Van und der Reimo Monos überschreiten hier die Sechs-Meter-Marke. Sieben von elf liegen knapp darunter. Merklich kürzer bleibt der Tikro mit 5,75 Meter und vor allem der Benjamin dieser Auswahl, der Woelcke Autark Crosser C1, mit 5,60 Meter Länge. Wer es noch kürzer haben möchte, findet in den Modellen Micros auf VW T5 und Brownie 5.0 auf Fiat Ducato mit 5,30 und 5,25 Meter Länge weitere Alternativen bei Wingamm, allerdings mit ein paar Zentimetern mehr Breite, als der hier gezeigte City-Suite.

Möglich wird diese kompakte Länge durch Verzicht auf ein fest installiertes Bett. Die beiden Wingamm-Alternativen setzen voll auf Längshubbetten, während beim Woelcke Autark Crosser C1 die durchaus stattliche Liegefläche aus der Hecksitzgruppe entsteht. Alle anderen Modelle dieser Auswahl haben ein mehr oder weniger breites Doppelbett quer im Heck. Die größten finden sich in Hymer und Reimo.

Teilintegrierte Einzelbetten Modelle

Die beliebten Einzelbetten-Modelle, die es in den meisten der hier gezeigten Baureihen ebenfalls gibt, sind dagegen durchweg länger als sechs Meter. Fürs Rangieren auf dem Supermarktparkplatz ist neben der Länge und Breite aber auch der Radstand eine wichtige Größe. Die rund 3,50 Meter bei Adria, Dethleffs, Hymer, Knaus, LMC, Reimo und Woelcke machen sich da positiv bemerkbar. Während die über vier Meter Achsabstand des Bürstner und vor allem des Hobby an der Kompaktheit des Fahrzeugs Zweifel aufkommen lassen.

Aufbautechnik

Große Unterschiede offenbart auch die Aufbautechnik der hier versammelten Kandidaten. Bei den eher günstigen Modellen, die um 45.000 Euro liegen, wird meist auf die herkömmliche Technik gesetzt mit Alu-Blech außen, EPS-Isolierung (Styropor) und foliertem Sperrholz an der Innenseite. Außer beim Hobby hüllt sich das Dach aber stets in hagelresistenteres GfK, beim Hymer und beim Knaus gegen Aufpreis. Verrottungsfestes GfK ist auch das Material der Wahl für die Aufbauunterseite, außer bei Adria, Dethleffs und Hobby, die hier noch mit beschichtetem Holz hantieren.

Auf höherwertige Isolierschäume wie PU oder XPS (Styrofoam) bauen Bürstner, Hymer, LMC, Reimo, Tikro, Wingamm und Woelcke sowie Knaus im Boden. Komplett in GfK – außen wie innen – kleiden sich die Aufbauten von Tikro, Woelcke und Wingamm, Reimo nur außen. Letztere beiden greifen dabei auf die aufwendige Monocoque-Technik zurück. Dabei werden nicht wie sonst fertige Sandwichplatten zusammengefügt, sondern die äußere GfK-Schicht in eine große Form einlaminiert. Nach dem Aushärten folgen Isolierung und Innenschicht. Neben dem Vorteil der freien Formgebung vermeidet diese Technik weitgehend Stoßkanten, die undicht werden könnten, erfordert aber viel handwerkliches Geschick und ist relativ teuer.

Basisfahrzeuge: Fiat, Peugeot, Renault

Den Aufbau schultert in sieben von elf Fällen ein Fiat Ducato – und den Peugeot Boxer des Tikro kann man im Prinzip auch dazurechnen, da er sich nur beim Motor geringfügig unterscheidet. Mit dieser Basiswahl macht man wenig falsch, nicht umsonst hat sich der italienische Transporter als wichtigstes Basisfahrzeug im Wohnmobilbereich etabliert. Zum Grundpreis ist meist nur der 115-PS-Motor an Bord. Empfehlenswert ist zumindest, die 130-PS-Variante zu nehmen, schon deshalb, um sechs statt nur fünf Gänge zur Verfügung zu haben, was Verbrauch und Geräuschkulisse reduziert. Nicht überall gibt es die 3,5-Tonnen-Variante des Ducato schon zum Grundpreis, die man für angemessene Zuladung mit einkalkulieren sollte.

Mit dem Renault Master als Fahrgestell geht der Hobby einen Sonderweg. Der bullige Transporter aus Frankreich macht aber vieles ähnlich wie der Fiat. Sein größter Vorteil im Vergleich ist der bessere Federungskomfort. Auf den schmaleren, Pkw-artigeren VW T5 setzen andererseits Reimo und Woelcke ihre Kabinen. Ersterer flanscht dabei an den Triebkopf den flacheren und etwas tragfähigeren Alko-Rahmen an. Letzterer belässt es beim Original-Fahrwerk mit der Option auf den Werks-Allradantrieb und verschiedene Höherlegungsmöglichkeiten, um die Geländegängigkeit zu verbessern. Nicht mehr in die Preisspanne hinein passen die Vans, die auf Basis des Mercedes Sprinter angeboten werden.

Sitzgruppe und Küche der Teilintegrierten

Die größte Sitzgruppe in dieser Zusammenstellung hat kurioserweise das kleinste Modell, der Woelcke. Das liegt daran, dass die Hecksitzgruppe mit Längsbänken gleichzeitig als Doppelbett herhalten muss. Alle anderen platzieren Tische und Bänke vorn und nutzen das Cockpit mit. Adria, Bürstner, Dethleffs, LMC und Reimo bieten noch einen Seitensitz oder zumindest Hocker, für Gäste oder zum Füßehochlegen. Der Bau eines Notbetts ist bei Adria, Bürstner, Dethleffs und LMC zumindest optional möglich. Gegen Aufpreis gibt es den Wingamm sogar mit zusätzlichem Längshubbett. Lediglich zwei Gurtplätze stempeln den Woelcke zum reinen Zwei-Personen-Mobil.

Urlaubsköche freuen sich im Hobby über den größten Kühlschrank – im Wingamm, Tikro und Woelcke sind sie am kleinsten. Bei letzteren beiden und dem Bürstner müssen dabei zwei Kochflammen ausreichen. Arbeitsfläche ist bei allen knapp. Der Hymer hilft sich mit einer klappbaren Verlängerungsplatte. Das engste Bad steht im kleinen Woelcke. Dank Klappwaschbecken und Banktoilette bleibt dennoch Platz für eine Duschgelegenheit. Schiebe-, Klapp- oder Drehwaschbecken helfen auch im Bürstner, Dethleffs, Hobby, Hymer, Knaus und LMC den wenigen Platz geschickt zu nutzen. Fahrradtaugliche Stauräume finden sich im Heck des Adria, Hymer, Knaus, LMC, Reimo, Tikro, Wingamm und Bürstner – in Letzterem nur mit weggeklapptem Bett.

In der Einstiegsklasse um 46.000 Euro buhlen bereits fünf Marken – Adria, Dethleffs, Bürstner, Knaus und LMC – um die Gunst der Van-Fans. Und wenn es etwas mehr sein darf, wartet ein höchst vielseitiges Angebot mit einigen echten Spezialitäten auf die Liebhaber der schlanken Linie.

Alle ausführlichen Daten, Preise und Vorteile der elf Teilintegrierten finden Sie auf den nächsten Seiten und in der Bildergalerie.

Vergleichstest: Forster T 738 EB/Sunlight T 67/ Weinsberg TI 700 MEH

Foto

Regenscheit, Archiv, Werk

Datum

18. Februar 2014
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