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Hymer-Großhandel in Wertheim: Hymer-Multimarkencenter

Große Pläne konkretisieren sich: Direkt neben dem neuen Schnäppchenjäger-Mekka in Wertheim sollen an der A 3 alle sieben Hymer-Marken angeboten werden.

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, doch der Hymer-Konzern nimmt zielstrebig Kurs auf dieses Projekt: In direkter Nachbarschaft zum neuen Factory Outlet Center (FOC) in Wertheim am Main soll ein Freizeit- und Caravaning-Center entstehen, das gewohnte Dimensionen sprengt und in dem alle Marken aus dem Verfügungsbereich Erwin Hymers präsentiert werden. Das heißt: Neben Mobilen von Hymer, Niesmann + Bischoff, Bürstner und Laika, die zur Hymer AG gehören, sollen auch Modelle von Dethleffs, LMC und TEC stehen. Ob es die Fahrzeugschau mit Werkstätten und einem großen Zubehörzentrum wirklich geben wird, wollen die Manager der beteiligten Unternehmen vom Erfolg des neuen Einkaufszentrums in Wertheim-Bettingen abhängig machen. Im November 2003 öffnet das so genannte Wertheim Village seine Pforten. Es ist das mit Abstand größte aktuelle Einzelhandelsprojekt im Südwesten. Die Dimensionen sind gigantisch: In mehr als 60 Läden werden bekannte Top-Designer-Marken auf einer Fläche von nahezu 10 000 Quadratmetern Sonder- und Überschussproduktionen, Auslaufmodelle und Saisonendwaren zu günstigen Preisen anbieten. Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Walter Döring ist davon überzeugt, dass Wertheim mit seiner Lage an der viel befahrenen A 3 Frankfurt–Würzburg damit zum neuen Schnäppchenjäger-Mekka werden wird.

Rund 60 Millionen Euro investiert das weltweit agierende amerikanisch-britische Unternehmen Value Retail in Wertheim derzeit. In ganz Europa betreibt, baut oder plant Value Retail zurzeit acht Factory Outlet Center. Allen Schnäppchenzentren ist gemeinsam, dass sie wahre Publikumsmagnete sind. Das gilt auch für Wertheim: Rund 1,5 Millionen Besucher jährlich – durchschnittlich 5000 pro Werktag – werden hier im FOC prognostiziert. Mit weiteren 800 000 Besuchern pro Jahr rechnen obendrein die Betreiber eines neuen Freizeitparks, der ebenfalls in den kommenden Jahren in Wertheim realisiert werden soll. Von diesem stattlichen Besucherstrom wollen auch die Hymer-Firmen profitieren – mit einem Multimarkencenter, das in dieser Dimension höchstens mit dem „Freistaat“ an der A 8 bei Sulzemoos vergleichbar ist. Bereits im Januar 2003 wurde deshalb die Freizeit und Caravaning Center Wertheim GmbH am Hymer-Stammsitz Bad Waldsee ins Handelsregister eingetragen. Das junge Unternehmen, dessen Geschäftsführer Roland Haag (39) ist, hält nun eine Option auf eine 62 000 Quadratmeter große Fläche direkt neben dem Factory Outlet Center in Wertheim. „Das wird ein Caravan-Salon en miniature“, ist Bürstner-Chef Klaus-Peter Bolz ob der geplanten Dimensionen sicher: An die 200 Neufahrzeuge von sieben Marken – vom preisgünstigen TEC-Wohnwagen bis zum Luxusmobil von Niesmann + Bischoff – sollen hier ständig zu sehen sein. Ergänzt wird das Angebot durch Gebrauchtfahrzeuge. „Eine richtige Ganzjahresmesse“, schwärmt deshalb auch Dethleffs-Geschäftsführer Thomas Fritz. Bei der reinen Schau soll es nicht bleiben: Vorgesehen sind auch Handel und Vermietung. In den Plänen ist neben zwei stattlichen Ausstellungshallen auch ein großer Werkstatt- und Servicekomplex enthalten.

Abgerundet werden soll das Angebot durch passende Dienstleistungen: Vom TÜV über einen 750 Quadratmeter großen Zubehörshop bis zur Finanzierungsbank wird es alles in der Wertheimer Caravaningwelt vor Ort geben. Zudem sind auch Reisemobil-Stellplätze vorgesehen. „Das wird imagefördernd für die gesamte Branche“, ist sich Hymer-Vorstand Hans-Jürgen Burkert sicher. Und Roland Haag ergänzt: „Das wird ein Vorzeigebetrieb.“ Von dem Multicenter versprechen sich die Geschäftsführer der Hymer-Marken neue Impulse für den Markt, liegt Wertheim doch im 150-Kilometer-Radius kaufkräftiger Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart, Heilbronn, Koblenz, Kassel, Nürnberg, Erfurt, dem Ballungsraum Mannheim-Ludwigshafen und Karlsruhe. Den besorgten Einwänden von Händlern, die Einbußen für eigene Geschäfte durch die potente Konkurrenz befürchten, entgegnet Thomas Fritz, dass das Projekt „nicht gegen, sondern mit dem Handel verwirklicht“ werden solle. Deshalb soll es im Caravaning Center – anders als im benachbarten Outlet Center – auch keine besonderen Niedrigpreise geben. Rund 20 Millionen Euro wollen die Hymer-Firmen in ihr gemeinsames Handelszentrum investieren. Alle beteiligten Manager betonen, dass der Betrieb in dieser Form einmalig bleiben wird. 60 Mitarbeiter sollen dereinst beschäftigt werden. Nach derzeitiger Planung ist die Eröffnung für Ende 2005 oder Anfang 2006 vorgesehen. Ob das Vorhaben tatsächlich realisiert werden kann, wird sich in den nächsten Monaten herausstellen. Bis Ende März 2004 muss sich der Konzern aus Bad Waldsee entscheiden, ob er seine Option auf das Grundstück in Wertheim wahrnehmen will.

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Datum

29. November 2003
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