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Globecar Revolution im Dauertest: Zwischenfazit zum großen Campingbus-Test

Dreiviertel der Testdauer hat der Globecar Revolution hinter sich. Zwischenfazit: Der große Campingbus ist beliebt, aber nicht fehlerfrei.

Das ist ein Vorteil von Campingbussen, an den man nicht in allererster Linie denkt: Man kann sie exzellent lüften. Wir sind unterwegs im frühherbstlichen Südengland, die Luftfeuchtigkeit ist entsprechend hoch und die Scheiben im Fahrerhaus sind am Morgen dick beschlagen. Also: Heizung auf volle Kraft, damit die warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Und dann: alle Tore aufreißen. Da der Globecar so einige große Türen hat, klappt der Luftaustausch im Nu.

Darüber hinaus bewährt sich der Dauertestwagen im Kompaktformat auf den schmalen Straßen der britischen Insel aber natürlich auch beim Fahren. Das ist jedoch sozusagen ein "überregionaler" Vorzug. Elba, Toskana, Ligurien, Tirol, Polen, Frankreich, England und natürlich Deutschland – der Globecar Revolution in Redaktionshänden ist ständig auf Achse und dabei sehr beliebt, wie sich am Tachostandablesen lässt. Nach nicht einmal einem Jahr in promobil-Diensten stehen knapp 45.000 Kilometer auf der Uhr. Der 148-PS-Motor macht Reisen entspannt und angenehm. Dabei kann man den Fiat mit knapp 10 Liter Diesel auf 100 Kilometer genügsam bewegen. Den Ölstand sollte man allerdings ebenfalls im Auge behalten. Im Moment pendelt sich der Verbrauch bei rund 1,5 Liter Schmierstoff auf 10.000 Kilometer ein, was prinzipiell in Ordnung ist, doch bei so vielen unterschiedlichen Nutzern verlässt sich der eine schon mal auf den anderen.

Welche Mängel zeigen sich beim Globecar Campscout Revolution?

An einem kalten Februarmorgen streikt plötzlich die Starterbatterie. Während das Fahrzeug zum Laden am Landstrom hängt, verliebt sich auch noch ein Marder unsterblich in einen Unterdruckschlauch. Die Werkstatt tauscht beides. Dass die Batterie auf Garantie geht, entlockt uns ein "Wow", die nicht gerade günstigen 55 Euro für das Auslesen und Löschen des Fehlerspeichers aber auch.

Auch selbst verschuldete Defekte bleiben nicht aus. Zwei typische Schäden am Heck – ein kaputtes Rücklicht rechts und die vom aneckenden Fahrradträger eingedrückte linke Heckfensterscheibe – machen indes deutlich, dass sich auch ein vergleichsweise handliches Fahrzeug mit einer Rückfahrkamera noch sicherer rangieren ließe. Da ist noch eine Nachrüstung fällig.

Insgesamt macht der Globecar Campscout Revolution also Spaß. Aber es gibt natürlich auch Dinge, die nerven. Die lauten Windgeräusche vom Dachfenster etwa, die ab etwa 100 km/h fast schon penetrant werden – ein Thema, das auch viele Besitzer kennen; wir suchen noch nach einer Lösung. Was auch für die Knarzgeräusche gilt, die der Möbelbau inzwischen entwickelt hat.

Wie bewährt sich der Stockbetten-Grundriss im Gobecar?

Sein Grundriss macht den Revolution zu einem vielseitig einsetzbaren Reisevehikel. Zu zweit oder mit der Familie geht es auf Tour. Doch der Benutzung zu viert sind auch Grenzen gesetzt. Ist das untere Zusatzbett im Heck als zweite Liegeebene eingezogen, bleibt sowohl unten als auch oben nicht mehr viel Kopffreiheit. Die Matratze unten ist hart und die Konstruktion der Stützstreben darunter verbesserungswürdig. Die zu schwach dimensionierten Einhängehaken der mittleren Strebe gaben unlängst unter Last plötzlich nach. Ohne Improvisationstalent wäre es dann vorbei mit der Nachtruhe. Vergleichsweise groß ist der Bedarf an Sicherungen für das Hubbett, die durchbrennen, sobald die Höhenverstellung gegen einen Widerstand läuft. Den Steckplatz im Sicherungskasten unterm Fahrersitz finden wir mittlerweile blind.

Die große, dank Hubbett gut zugängliche Fahrradgarage möchte keiner mehr vermissen. Nicht nur Bikes, sondern auch eine Menge Gepäck lagern hier trocken und sicher. So geht der Globecar weiter auf Reisen. Fortsetzung folgt ...

Ihre Erfahrung ist gefragt

Ein Jahr lang testet promobil den Globecar auf Herz und Nieren. Pausenlos ist der Campscout Revolution auf Dienst- und Urlaubsreisen im Einsatz und wird entsprechend rangenommen. So simulieren wir das Leben des Campingbusses quasi im Zeitraffer. Eine harte Schule für die Dauerhaltbarkeit und Qualität eines Reisemobils. Wenn Sie selbst einen Campingbus von Globecar oder Pössl besitzen, schreiben Sie uns Ihre persönlichen Erfahrungen an: Redaktion promobil, Stichwort Dauertest Globecar, 70162 Stuttgart, oder an dauertest@promobil.de

Supercheck: Concorde Carver 791 L

Foto

Bartosch, Vierneisel, Zink

Datum

24. Juli 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 06/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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