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Geheim-Tipps der promobil-Redaktion: 10 sonnige Wohnmobil-Ziele fürs Frühjahr

Sie lechzen nach den langen Wintermonaten auch nach Wärme? Dann sind unsere Tipps für Reisen im Frühjahr genau das Richtige für Sie, denn hier hält die Sonne schon früh im Jahr Einzug.

1. Perle im Dornröschenschlaf von Steffen Zink

Montenegro – irgendwie schon mal gehört, für viele jedoch ein weißer Fleck auf der Reiselandkarte. Das kleine Balkanland zwischen Kroatien und Albanien gilt (noch) als Geheimtipp. Besonders in der Vorsaison hat man hier schon Sonnen- und Badegarantie. Gleich hinter der kroatischen Grenze erreicht man die eindrucksvolle, fjordähnliche Bucht von Kotor am Fuße von mächtigen, über 1.000 Meter hohen Felsmassiven. Vorgelagert ist die Luŝtica-Halbinsel. Dünn besiedelt, gibt es hier nur kleine, schmale Sträßchen. Wir sind auf der Suche nach Camp Begović, die Ausschilderung ist dürftig, GPS-Koordinaten nicht vorhanden. Mit etwas Geduld finden wir ihn doch und sind begeistert. Wir campieren einsam direkt an der Küste, vor uns eine Felsbucht mit glasklarem Wasser. Wem das Klippenspringen zu waghalsig erscheint, erkundet die Unterwasserwelt mit Taucherbrille und Schnorchel. Neben der Lage das Beste an diesem Platz – der Chef kreiert wunderbare Crêpes!

2. Anne Mandel: Wo die alten Burgen stehen

Weit im Süden Frankreichs, kurz vor der spanischen Grenze, liegt das Katharerland. Uralte Burgen zeugen hier von einer bewegten Vergangenheit. Eine dieser monumentalen Anlagen ist die Burg Peyrepertuse, die in 800 Meter Höhe auf einem Felsen über dem Tal des Flusses Verdouble thront. Schon von weitem sieht man ihre Mauern in der Sonne gleißen, der steile Aufstieg wird mit einem grandiosen Panoramablick belohnt. Im Frühjahr muss man hier noch nicht mit Menschenmassen rechnen, obwohl das Wetter mit rund sieben Sonnenstunden im März der südlichen Lage bereits gerecht wird. In der Ortschaft Duilhac-sous-Peyrepertuse unterhalb der Burg gibt es den Stellplatz Aire de Camping-cars. GPS: 42°51'41"N, 2°33'54"O.

Die Maremma ist einer der vielen guten Gründe, im Frühjahr mal wieder in die Toskana zu reisen.
3. Unberührte, wilde Maremma von Dominic Vierneisel

Einer der vielen guten Gründe, im Frühjahr mal wieder in die Toskana zu reisen, ist der Maremma-Naturpark. Das geschützte Reservat südlich von Grosseto darf man in der Vorsaison noch auf eigene Faust erwandern. Los geht’s am Besucherzentrum in Alberese. Mehrere Routen für jeden Anspruch führen durch intakte Natur. Den von Schwemmholz gesäumten Strand muss man sehen, und mit Glück hat man ihn ganz für sich allein. Noch 50 Meter vom Ufer reicht das Wasser gerade bis zur Hüfte und ist schon früh im Jahr badewarm. Nicht weit ist der nächste Stellplatz. Der auch bei Surfern beliebte Talamone Wind Beach Parking liegt direkt Meer.

4. Stefan Weidenfeld: Venedig sehen und weiterleben 

Die grandiose Lagunenstadt an der Adria genießt weltweit einen betörenden Ruf. Trotzdem habe ich lange gezögert, die "Serenissima" zu besuchen, weil mich Menschenmassen und Gedränge ziemlich stressen. Wem das auch so geht, der nutzt am besten die Zeit deutlich nach Karneval und vor Pfingsten – unter Auslassung von Ostern. Da ist es schon relativ mild und ein bisschen ruhiger als im Sommer. Als Stellplatz bewährt sich der ab Mitte Februar offene, beliebte Agricampeggio Al Bateo in 30010 Cavallino-Treporti, Lungomare Dante Alighieri 19a, GPS 45°26'34"N, 12°25'18"O, www.albateo.it 

5. Sophia Pfisterer: Katalonien Kultur erleben

Bereits im April, wenn der Camping Las Palmeras an der Costa Daurada öffnet, herrschen in Tarragona angenehme 19 Grad. Die Stadt ist römisch geprägt, wie das Amphitheater und das Forum Romanum beweisen. Zur Vorsaison lässt es sich gemütlich in den Gässchen bummeln. Hektischer geht es zu, wenn in der Karwoche Prozessionen durch die Straßen ziehen oder beim Feuerwerkfestival im Juni. Beim Fest für die heilige Tecla im Herbst bauen die Katalanen Castells, Menschenpyramiden. Im Frühling können Besucher in Ruhe das Denkmal der Castelleres bestaunen.

Auf der Landzunge des Camp Grebisce auf Hvar kommen größere Fahrzeuge und damit natürlich auch Wohnwagen unter – unserer ist auf dem Bild ganz klein und ganz allein zu erkennen.
6. Ingo Wagner: Der schönste Platz der Insel

Die kroatische Insel Hvar entfaltet in der Nebensaison noch ihren ursprünglichen Reiz. Auf einer Wohnwagen-Tour im Mai entdeckten wir das wunderbare Camp Grebisce. Der obere, vom unteren durch eine kaum frequentierte Straße getrennte Platzteil offeriert schattige Stellplätze für Zelte und Campingbusse. Auf der Landzunge kommen größere Fahrzeuge und damit natürlich auch Wohnwagen unter – unserer ist auf dem Bild ganz klein und ganz allein zu erkennen. Links und rechts der Landzunge finden sich traumhafte Badebuchten mit Sandboden und Liegeterrassen, Stühle und Bistrotische stehen bereit. Die Beachbar nimmt erst im Sommer den Betrieb auf, das niedliche Café im Rezeptionsgebäude ist immer geöffnet. Dass die Anlage außerdem top gepflegt und das Personal super freundlich ist, macht die ganze Sache noch schöner. Ich komme wieder. Ganz sicher.

7. Sonneninsel mit Charakter von Ulrich Kohstall

Zugegeben, Sardinien im Frühjahr ist kein echter Geheimtipp mehr. Ab Mai steigt die Anzahl der Camper spürbar an. Das ist aber kein Wunder angesichts der rundum angenehmen Temperaturen und Landschaften. Dennoch wirkt die Insel in der Vorsaison nicht überfüllt. Sardinien hat Platz und ist fast zu groß, um alles Sehenswerte während einer Tour zu erkunden. Als Einstieg bietet sich der Nordosten an, die Costa Smeralda, die sich gut mit gängigen Fähren erreichen lässt. Dort findet man auch besonders viele Campingplätze. Mein Tipp: Centro Vacanze Isuledda bei Arzachena. Der traumhaft gelegene Platz, der sich über eine Halbinsel erstreckt, hat alles, was den Reiz der Gegend ausmacht: rote Felsen, Buchten mit hellem Sand und klares blaues Wasser. Auf den meisten Stellflächen genießt man einen ungestörten Meerblick. Das unvermeidliche Animationsprogramm hochklassiger italienischer Campingplätze bleibt Sommergästen vorbehalten.

Sportliche Aktive können in der Sierra Nevada die Schluchten und Seen, wie beispielsweise den Canales-See, erwandern oder mit dem Mountainbike erkunden.
8. Maddalena Fanelli: Die Alpen Südspaniens

Wer die Vielfalt liebt, sollte die Sierra Nevada im Frühjahr bereisen. Die Bergwelten, bis hinauf zum schneebedeckten Gipfel auf 3.396 Meter, sind bequem mit dem Auto erreichbar. Das Gebirge bei Granada bietet neben einmaligen Panoramastrecken die höchstgelegene Straße Europas. Sportlich Aktive können die Schluchten und Seen, wie beispielsweise den Canales-See (siehe Foto), erwandern oder mit dem Mountainbike erkunden – spektakuläre Aussichten garantiert! Die Temperaturen im Tal sind im Frühjahr bereits so angenehm, dass man seinen Cortado gemütlich im Freien genießen kann, während auf dem Gipfel noch Schnee liegt. Das Bedürfnis nach Meer oder Kultur kann man in den nahgelegenen Strandorten entlang des Mittelmeers stillen – ein Klassiker wäre ein Besuch Granadas mit seiner weltberühmten Alhambra. Übernachtungstipp: Campground Las Lomas.

9. Jürgen Bartosch: Die Steine zum Leben erweckt 

Auf Sizilien gibt es beeindruckende Landschaften und als Höhepunkt im doppelten Wortsinn den Ätna, den aktivsten Vulkan Europas. Mindestens ebenso vielfältig sind aber auch die Zeugnisse menschlicher Schaffenskraft, die sich aus verschiedensten Epochen und Kulturen hier erhalten haben. Im Frühjahr lassen sie sich bei mildem Klima und wenig Andrang besonders intensiv erkunden. Mein Tipp: die Mosaikböden in der Villa Romana del Casale in Piazza Armerina. Wie ein überdimensionales Fotoalbum geben die Bilder aus tausenden bunter Steinchen einen ungemein anschaulichen Einblick in das Leben eines reichen römischen Kaufmanns. Nett übernachten kann man auf dem Stellplatz der Trattoria La Ruota direkt an der Straße zur Villa.

10. Nadine Maier: Das Tor zur Provence 

Der Grand Canyon liegt in Europa. Wo sich der wilde Verdon in Jahrmillionen tief in den Stein geschnitten hat, stapfen Wanderer über den Sentier Martel durch eine überwältigende Kulisse. Hoch am Himmel kreisen Geier und machen das Naturerlebnis perfekt. Taschenlampe nicht vergessen, der Weg führt durch einige Tunnels. Ein guter Ausgangsort für den Ausflug ist Moustiers Sainte-Marie. Das malerische Bergdorf hat seinen mittelalterlichen Charme bewahrt und ist im Frühjahr noch nicht überlaufen. Für uns ein guter Grund, hier auf dem Weg in die Provence noch einen Tag länger zu bleiben. Bummeln, zur Kapelle Notre-Dame aufsteigen, regionale Töpferwaren (Fayencen) einkaufen und im kleinen Café bei der Kirche die Zeit vergessen – Balsam für die Seele. Sowohl vom Stellplatz am Chemin de Quinson als auch vom Campingplatz Manaysse erreicht man den Ort gut zu Fuß.

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Autor

Foto

Steffen Zink

Datum

24. Februar 2017
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 03/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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