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Ratgeber: Gasversorgung: Energie in Harmonie

Der Ölmulti BP baut ein europaweites Vertriebsnetz für Gaspfandflaschen auf.

Bei den norwegischen Flaschen passen die Anschlüsse nicht, und Italien liefert unpassende Behälter. In Spanien weigern sich die Energieversorger, ausländische Flaschen zu füllen. Ein Armutszeugnis: Im vereinten Europa herrscht größte Disharmonie, was die Gasversorgung für reisende Verbraucher betrifft. Jetzt scheint der Erdöl-Konzern BP auf eine Idee gekommen zu sein, die dem zaudernden Europa eine einfache wie befriedigende Lösung für eine reibungs- und grenzenlose Gasversorgung verschafft. Von Österreich ausgehend will die BP Propangas unter dem Namen BP Gas Light an Tankstellen und bei anderen Servicepartnern vertreiben, europaweit und flächendeckend. Beim Alpennachbarn gibt es bereits über 600 Flaschengasstützpunkte, darunter rund 100 BP-Tankstellen, an denen die Pfandflaschen in zwei Größen (fünf und zehn Kilogramm Inhalt) erhältlich sind. Dänemark, Belgien und die Niederlande sind bereits auf dem besten Weg zu einer vergleichbaren Versorgungsdichte. In diesem Frühjahr erreichte die Initiative die Länder, Norwegen, Schweden, Finnland und Großbritannien, wobei teils heimische Partnerfirmen am Vertrieb beteiligt sind. In Deutschland ist die grüne Gasflasche vereinzelt auch schon erhältlich, das Versorgungsnetz soll zügig ausgebaut werden. Ein hoffnungsvoller Ansatz, denn alle Harmonisierungsversuche scheiterten bislang an unterschiedlichen Flaschenarten und -größen.

Der Fortschritt dank BP: Die Form und Größe der Flaschen (fünf und zeh Kilo Inhalt) in den verschiedenen Ländern ist grundsätzlich gleich. Der große Behälter entspricht ungefähr der 11-Kilo-Stahlflasche und dürfte in die meisten Gaskästen der Reisemobile passen. Eine im Urlaub eingetauschte norwegische Flasche kann man an der BP-Tankstelle in Deutschland problemlos wieder abgeben. Und das, obwohl die Anschlüsse wie bisher länderspezifisch bleiben. Die Unterschiede werden allerdings durch an den Tauschstellen erhältliche Adapter kompensiert. Die Flasche von BP Gas Light ist eine Pfandflasche. Beim ersten Bezug wird ein Flaschenpfand (48 Euro) entrichtet, das bei einer möglichen Rückgabe erstattet wird. Im Gegensatz dazu ist die übliche, graue Propangasflasche eine Tauschflasche. Mit der Zahlung einer einmaligen Gebühr wird das Nutzungsrecht gekauft. Die Flasche wird vom Gasversorger getauscht, muss aber nicht von ihm zurückgekauft werden. Der Preis fürs BP Gas soll sich am regionalen Umfeld orientieren. Im Raum Hannover, wo es bereits zu haben ist, gilt eine Preisempfehlung von 14 Euro für die 10-Kilo-Füllung. Neben der Verfügbarkeit bringt die BP-Flasche selbst eine Reihe von Vorteilen. Sie wird von ihrem Vertreiber als Leichtgewichtflasche tituliert. Tatsächlich liegen die aus GfK hergestellten Fünf- und Zehnkilobehälter mit einem Eigengewicht von 4,5 und 6,7 Kilogramm im Bereich der leichten Alugasflaschen. Ein weiterer Pluspunkt ist das transparente Flaschenmaterial, das den Blick auf den Inhalt zulässt und damit die Information über den Füllstand erleichtert. Wenn der Schwung ausreicht, um auch die südeuropäischen Zweigstellen von den Vorteilen der BP-Flasche zu überzeugen, hätte sich ein großes Problem der Reisemobilwelt wie frisch gezapftes Propan verflüchtigt.

Interview

Paul Zelenka, Operationsmanager bei BP Gas Österreich, zuständig für den europaweiten Vertrieb der BP-Gas-Light-Flasche.

promobil: Wann gibt es BP Gas Light in Deutschland?

Zelenka: Seit drei Monaten ist BP Gas Light auch in der Bundesrepublik Deutschland erhältlich. BP Gas Light wird in den nächsten Jahren flächendeckend in Deutschland angeboten werden.

promobil: Und wie sieht es im restlichen Europa aus?

Zelenka: BP Gas Light ist bereits in den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, England und Österreich erhältlich. In Portugal, Türkei und Polen wird die Flasche noch 2004 auf den Markt gebracht.

promobil: Passen die in Deutschland gebräuchlichsten Gasregler direkt auf das Flaschenventil der BP Gas Light?

Zelenka: Die Niederlande, Deutschland und Österreich weisen dieselben Anschlüsse auf. In den anderen Ländern, in denen die BP Gas Light erhältlich ist, werden Adapter für die Ventile angeboten.

promobil: Soll es neben den Tankstellen auch andere Verkaufsstellen für BP Gas Light geben, beispielsweise Campingplätze?

Zelenka: Wir planen eine flächendeckende Versorgung in ganz Deutschland, auch auf Campingplätzen, ähnlich dem österreichischen Vorbild.

promobil: In Deutschland gehört Aral zu BP. Werden Aral-Tankstellen zur Verbreitung des BP-Produkts genutzt werden?

Zelenka: Es ist noch nicht entschieden, ist aber im Sinne der Verbraucher, wenn Aral-Tankstellen dazu beitragen, BP Gas Light zu vertreiben.

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Datum

2. Oktober 2004
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