Alles über Städtereisen, Städtetouren
Hofburg mit Prinz-Eugen-Denkmal in Wien 11 Bilder Zoom

Wohnmobil-Städtetour nach Wien: Fünf gute Gründe für die Donau-Metropole

Paläste, Kirchen, Kaffeehauskultur und eine Portion Wiener Schmäh - Mehr als 2000 Jahre Geschichte prägen Österreichs Hauptstadt. Dort spürt man noch heute den Hauch der großen Vergangenheit.

Grund 1: Die kaiserliche Architektur

Prunkvolle Barockbauten, rauschende Bälle, Etikette mit Handkuss und österreichischem Charme – diese Stadt bietet eine ungeheure Fülle an Sinneseindrücken. Im Kaffeehaus schlürfen wir zur Klaviermusik einen Großen Schwarzen oder eine Melange und fühlen uns wie zu Zeiten der k. u. k.-Monarchie. Jahrhundertelang wurde in Wien imperiale Politik gemacht, 640 Jahre lang regierten die Habsburger von hier aus ein Weltreich. Sie haben damit das Stadtbild bis heute geprägt.

Die Hofburg im Stadtzentrum war bis 1918 Residenz und Schaltzentrale der Habsburger Kaiser. In 18 Gebäuden mit 2600 Räumen waren rund 5000 Menschen beschäftigt – heute beherbergt die prächtige Anlage unter anderem das Ephesos- und das Museum für Völkerkunde, zudem ist sie repräsentativer Sitz des Bundespräsidenten. Und zur Ballsaison heißt es im Redoutensaal wie in vielen anderen Wiener Palais: "Alles Walzer!"

Eine weitere Residenz der Habsburger zählt zu Wiens größten Sehenswürdigkeiten: Schloss Schönbrunn mit seinen 1441 Räumen (viele davon können besichtigt werden), dem großen Park samt Palmenhaus und dem ältesten Zoo der Welt, der 1752 unter Kaiserin Maria Theresia errichtet wurde. Belvedere, Burgtheater, Albertina, Staatsoper, an weiteren imposanten Gebäuden herrscht kein Mangel – bringen Sie viel Zeit mit! www.wien.info

Grund 2: Der berühmte Prater

Kinder jauchzen, es duftet verlockend von Würstelständen und aus den Cafés. Mit einem gemächlichen Tempo von 2,7 km/h dreht sich das historische Riesenrad, aus bis zu 64,75 Meter Höhe hat man einen großartigen Blick über die Stadt. Der klassische Vergnügungspark Prater gehört zu Wien wie die Hofburg und die Kaffeehäuser, und das bereits seit ewigen Zeiten.

Ursprünglich war der Prater ein kaiserliches Jagdgebiet in den Auen der Donau (das lateinische "pratum" bedeutet Wiese oder Fluss), schon im 16. Jahrhundert wurde hier eine Kastanienallee angelegt. 1766 schenkte Kaiser Josef II. der Bevölkerung das Areal als Erholungsgebiet. Heute warten rund 250 Attraktionen auf kleine und große Kinder: Vom Geisterschloss über den Praterzug, Aqua Gaudi, Planetarium und Apollo 12 bis zum Prater Museum wird jede Menge Abwechslung geboten. Allem voran natürlich das ehrwürdige Riesenrad – es bietet sogar Luxusgondeln fürs Dinner zu zweit. www.praterservice.at

Grund 3: Der Stephansdom

Von den Wienern wird er auch schon mal ganz liebevoll "Steffl" genannt – dabei ist der Stephansdom wahrlich kein Kleiner. Sein 137 Meter hoher Südturm ragt weit über die Skyline der Stadt hinaus und ist eins der Wahrzeichen von Wien; er gilt als bedeutendstes Bauwerk der Gotik in ganz Österreich und zählt zu den höchsten Sakralbauten Europas. Wer die 343 Stufen zur Türmerstube emporklettert, wird mit einem herrlichen Blick über Wien belohnt.

Das heutige Erscheinungsbild des Doms geht auf verschiedene Bauabschnitte vom 12. bis zum frühen 16. Jahrhundert zurück, einen großen Anteil an seiner Gestaltung hatten die Habsburger. Die Heidentürme, das spätromanische "Riesentor", der Nordturm mit seiner 1951 gegossenen, 21 Tonnen schweren Glocke "Pummerin" (per Aufzug kann man zur Besichtigung hochfahren), das Hochgrab Kaiser Friedrichs III. und vieles Sehenswerte mehr lohnen einen Besuch. Zudem finden täglich bis zu zehn Gottesdienste statt. www.stephanskirche.at

Grund 4: Das Wiener Kaffeehaus

Für die Einheimischen ist es ein zweites Wohnzimmer, für Künstler und Literaten eine Institution und für Wien-Urlauber ganz einfach ein Highlight, das man zumindest einmal besucht haben muss: das Wiener Kaffeehaus. Rund 800 gibt es in der Stadt, 150 davon im klassischen Stil mit Holzfußboden, kleinen Marmortischchen und plüschigen Bänken, die Bedienung trägt natürlich Schwarz-Weiß. Im Kaffeehaus wird Zeitung gelesen, diskutiert, meditiert, Billard oder Schach gespielt und, natürlich, auch Kaffee und Kuchen genossen. Es sei "eine Art demokratischer, jedem für eine billige Schale Kaffee zugänglicher Klub", hat Stefan Zweig einmal geschrieben.

Große Namen werden mit den bekanntesten Adressen in Verbindung gebracht. Im Café Museum in der Nähe des Naschmarkts etwa saßen, tranken und diskutierten zur vorletzen Jahrhundertwende Kreative wie Gustav Klimt, Egon Schiele, Joseph Roth, Oskar Kokoschka und Elias Canetti. Kaum ein namhafter Schriftsteller oder Schauspieler, der nicht bisweilen im Café Central in der Herrengasse vorbeischaute. Genossen wurden gestern wie heute Dutzende leckere Kaffeespezialitäten, vom Kapuziner (Mokka mit Sahne) bis hin zum kräftigen Fiaker (Mokka mit Rum) – probieren Sie’s doch einfach mal aus! www.wiener-kaffeehaus.at

Grund 5: Die Spanische Hofreitschule

Das "Ballett der weißen Hengste" zählt zu den eindrucksvollsten Erlebnissen, die Pferdefreunde von ihrem Wien-Besuch mitnehmen können. In der Spanischen Hofreitschule präsentieren die berühmten weißen Lipizzanerhengste klassische Reitkunst wie "Pas de deux" und "Große Schulquadrille". Die Vorführung findet statt in der barocken Winterreitschule sowie auf der Sommerreitbahn, das Besucherzentrum am Michaelerplatz ist täglich geöffnet.

Ihre Stallungen haben die Lipizzaner in einem der berühmtesten Renaissance-Gebäude der Stadt, der Stallburg. Alljährlich findet hier die Fête Impériale statt, ein großer Sommerball, dessen Reinerlös der Zucht dieser ältesten Kulturpferderasse Europas zugutekommt. www.srs.at

Autor

Foto

Wien Tourismus/Peter Rigaud, Lois Lammerhuber, Karl Thomas, MAXUM, Popp & Hackner

Datum

15. Oktober 2014
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++
+++ Viele Tipps +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
06:27 Bürstner Lyseo 2016 Supercheck vor einem Monat
491 Aufrufe
Der markante Rahmen mit den c-förmigen Rückleuchten prägt die Rückseite des C-Tourer. 10:39 Carthago C-Tourer I im Supercheck vor einem Monat
881 Aufrufe
  • Alle Bereiche
  • News
  • Tests
  • Stellplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
Alle Marken von A-Z