Zoom

Ratgeber: Fernsehen im Reisemobil

Klein, aber fein ist das Angebot an TV-Geräten fürs mobile Pantoffelkino. promobil ist bei der Suche behilflich.

Der eine kann ohne sie nicht leben, der andere jedoch verzichtet aus Überzeugung darauf: Die Rede ist von der Flimmerkiste im Reisemobil. Mit einer Sat-Schüssel und der passenden Ausrüstung nimmt der Reisende die Heimat ins Handgepäck. Dank moderner TV-Technik wurde aus einem eher regionalen Medium ein kontinentales. Die Anforderungen an eine optimale mobile TV-Anlage sind anspruchsvoller als die an die Heimgerätschaften. So arbeitet eine ideale Glotze für unterwegs nicht nur mit 230-Volt-Strom aus der Dose, sondern auch mit der bordüblichen Spannung von zwölf Volt.

Die Auswahl an Zwölf-Volt-Fernsehern war noch vor rund fünf Jahren wesentlich größer als heute. Fast jeder Markenhersteller führte mindestens ein solches Gerät im Programm. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen verließen die renommierten Unterhaltungselektroniker einer nach dem anderen dieses Terrain. Mittlerweile engagieren sich von den großen Herstellern der Elektronikbranche gerade noch Grundig und Panasonic in diesem Marktsegment.
Unter dem Namen Davio 37 bietet der fränkische Konzern zwei Geräte (P 37-4101/12 MV und P 37-4101/12 MV/SAT) mit Zwölf-Volt-Anschluss, die eine 37er-Bildröhre aufweisen und TV-Programme in Pal, Secam und NTSC-Norm übertragen. Das Gerät bringt eine Besonderheit mit sich: Es verfügt über einen eingebauten Sat-Receiver. Verschiedene Satelliten und deren Sender sind bereits vorprogrammiert und können per Bildschirmmenü abgerufen werden. Zudem reduziert sich die Fummelei mit Kabeln auf ein Minimum.

Die Zukunft gehört dem Flachbildschirm

Auch die übrige Ausstattung kann sich sehen lassen, als da wären Videotext, Sleeptimer und Kindersicherung. Über die Scart-Buchse können Videorecorder, Camcorder, DVD-Player oder aber eine Set-Top-Box angeschlossen werden. Damit lassen sich auch verschlüsselte Programme decodieren. Die Leistungsaufnahme im Betrieb liegt bei rund 45 Watt, der Preis bei rund 500 Euro. Der Panasonic TX-G10/C, ein kompakter Henkelmann mit 25-cm-Diagonale, kann ebenfalls mit Betriebsmöglichkeit in 12, 24 und 230 Volt aufwarten. Dieser Winzling bearbeitet nahezu jede Fernsehnorm in Europa und verfügt darüber hinaus über einen Frontanschluss für das S-Video-Signal.

Die etwas weniger renommierten Marken wie Roadstar oder Lenco sowie No-Name-Produkte liefern mehrere Alternativen. Diese Produkte sind sehr günstig, wechseln aber häufig und können in puncto Bildqualität meist mit den Markengeräten nicht ganz mithalten.

Noch nicht allzu lange auf dem Markt sind so genannte Flachbildschirme, wie man sie aus den Laptops der Computerbranche kennt. Sie dürften in Zukunft im Reisemobil Karriere machen, da einige ihrer Qualitäten gerade hier von besonderem Vorteil sind. Dank ihrer Bauweise benötigen sie zum Beispiel keinen voluminösen Schrank, um darauf zu stehen oder darin zu verschwinden. Man kann diese Geräte wie ein Bild direkt an einer Wand befestigen. Verglichen mit Röhrengeräten wiegen Flachmonitore weniger als die Hälfte und verbrauchen weniger Energie. Das größte Hindernis vor dem Kauf eines TV-Geräts mit Flachbildschirm ist der hohe Preis. Bei einer Diagonale von 31 Zentimeter sind mindestens 2.000 Euro fällig. Etwas günstiger sind Monitore, bei denen der TV-Tuner und auch die Lautsprecher fehlen.

Ein Schaltpult übernimmt die Verwaltung des einzelnen Komponenten einer modernen Unterhaltungselektronikanlage

Wer bei der Bildschirmgröße spart, tut sich keinen Gefallen. Das TV-Gerät sollte nicht zu klein gewählt werden. Schon deshalb nicht, weil der Blickwinkel auf ein kleines Bild enger ist als auf ein größeres. Und da die Sitzverhältnisse im Mobil nicht immer ideal sind, hat man hier von einem möglichst großzügigen Format einfach mehr. Auch die Platzwahl ist wichtig. Die vom Reisemobilhersteller häufig vorgegebenen TV-Plätze bieten meist Strom- und Antennenanschluss direkt am Ort an, was die Aufstellung sehr vereinfacht. Der Herstellervorschlag darf aber kein Dogma sein, da hier manchmal die Ergonomie auf der Strecke bleibt. In anderen Worten: Wenn der TV-Seher sich manche Verrenkung und chronische Genickstarre ersparen kann, darf das TV-Gerät auch an einem anderen Platz stehen.

Für die maximale Größe eines mobilen Fernsehers kann folgende Faustregel gelten: Ein Gerät, an dem ein Henkel oder Tragegriff dran ist, taugt auch fürs Reisemobil. Die maximale Bildschirmdiagonale läge nach dieser Vorgabe bei 25 bis 45 Zentimeter; diese Geräte wiegen zwischen fünf und zwölf Kilogramm. Sitzt man von zwei bis maximal drei Meter entfernt vor ihnen, ist die Sicht bestens. Es gibt TV-Geräte, Videorecorder oder Receiver, bei denen alles stimmt, nur die benötigte Spannung nicht. In diesem Fall kann der Reisemobilist zum Wechselrichter greifen und damit die Bordspannung von zwölf Volt in 230 Volt umformen.

Je nach Aufbau und Preis des elektronischen Bauteils entspricht die gelieferte Spannung mehr oder minder dem hochwertigen Strom aus der Steckdose. TV-Geräte oder PCs sind sensible Verbraucher, die auf unsaubere Spannung und auf Störungen empfindlich reagieren. Hier muss die Stromversorgung dann von einem Wechselrichter mit reiner Sinusspannung vorgenommen werden. Der MT 200-SI von Mobile Technology zum Beispiel ist ein Vertreter dieser Klasse und liefert 200 Watt Dauerleistung zum Preis von rund 210 Euro.

promobil Logo

Autor

Datum

6. August 2002
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++
+++ Viele Tipps +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
02:15 Offroad-Fahrschule mit promobil vor 5 Tagen
114 Aufrufe
06:27 Bürstner Lyseo 2016 Supercheck vor einem Monat
589 Aufrufe
  • Alle Bereiche
  • News
  • Tests
  • Stellplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
Alle Marken von A-Z