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Praxis-Tipp: Batteriepflege: Eine Kur für die Kraft-Pakete

Sie arbeiten meist im Verborgenen, und oft erinnern sich Mobilisten erst an die Bordbatterien, wenn die Lichter von selbst erlöschen. Doch wenn eine Batterie tiefentladen wird, trägt sie irreparable Schäden davon. Deshalb lohnt die rechtzeitige Pflege.

Dazu gehört bei Akkus mit flüssiger Säure die Kontrolle des Elektrolyts (verdünnte Schwefelsäure). Zweimal pro Jahr prüft man den Pegelstand durch die geöffneten Einfüllstopfen. Die Bleiplatten müssen ganz bedeckt sein, und über der Säure muss noch ein Luftpolster verbleiben.

Zum Nachfüllen nur destilliertes Wasser nutzen. Im Zuge der Säurekontrolle prüft man auch die Verlegung des Gasungsschlauches. Er leitet die beim Laden entstehenden, explosiven Gase ins Freie. Der Schlauch muss an der Batterie festsitzen und darf nicht geknickt sein.

Auch den festen Sitz der Polklemmen prüft man regelmäßig. Lockere Kontakte können Funkenbildung verursachen, wodurch die Pole verschleißen. Außerdem schmiert man die Kontaktstellen mit Fett ein, um Korrosion zwischen den Bleikontakten und den Polklemmen zu vermeiden.

Der schleichende Tod jeder Batterie ist die Lagerung im entladenen Zustand, weil sich bei der Energieentnahme Bleisulfat bildet. Beim Laden löst sich das Sulfat normalerweise wieder. Beim Lagern jedoch beginnen die Kristalle zu wachsen. Und ab einer kritischen Größe lösen sie sich beim Laden nicht mehr. Folge: Der Akku verliert einen Teil seiner Speicherfähigkeit. Deshalb Batterien am besten immer rasch wieder vollladen.

Doch Bleibatterien verlieren beim Lagern von selbst ihre gespeicherte Energie. Deshalb sollte man sie beim Stillstand alle zwei Monate nachladen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass Batterien mit jeder Entladung auch verschleißen. Je tiefer die Entladung, desto stärker das Altern. Und so verschleißt bei gleicher Stromentnahme eine kleinere Batterie schneller als ein gleich stark belasteter, aber deutlich größerer Akku. Die kleine Batterie wird prozentual zu ihrer Kapazität stärker entladen.

Tipps kompakt

● Möglichst Batterien mit großer Kapazität verwenden, damit
die Akkus nicht so stark entladen werden und so länger halten.  
● Nach der Energieentnahme möglichst rasch wieder vollladen, damit die Sulfatschicht zügig aufgelöst werden kann.
● Während längerer Standzeiten, etwa in der Winterpause, sollte man regelmäßig nachladen, um so die Selbstentladung zu kompensieren. Dazu eignet sich auch ein kleineres Solarpanel.
● Ein angeschlossener Batterie-Pulser ist eine lohnende Investition (Preis rund 50 Euro). Diese kompakten Geräte verhindern das Wachsen der Sulfatkristalle und können eine vorhandene Sulfatierung sogar teilweise wieder rückgängig machen.
● Nassbatterien: Säurestand zweimal pro Jahr kontrollieren
und gegebenenfalls mit destilliertem Wasser auffüllen.

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Archiv, Fotolia

Datum

19. Mai 2011
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