Schutz vor Diebstahl und Einbruch 5 Bilder Zoom

Sicherheitssysteme fürs Wohnmobil: Schutz vor Diebstahl und Einbruch

Türen und Fenster eines Reisemobils bieten keinen umfassenden Schutz vor Einbrechern. Wer weiß, wie er vorgehen muss, kann sich in relativ kurzer Zeit Zutritt verschaffen. Auf dem Markt findet man daher diverse Sicherheitssysteme, die Schutz versprechen.

Die Fenster sind besonders beliebt bei Einbrechern, da sie sich leicht aufhebeln lassen. Vorgehängte Fenster sind noch anfälliger als Rahmenfenster. Um das Aufhebeln zu verhindern, kann man ein Metallprofil einsetzen, das von außen über den Scheibenrand geschoben wird und von innen den Fensterausschnitt verstärkt. Der eigentliche Schwachpunkt der Fenster sind jedoch die Riegel, die einem starken Einwirken wenig entgegensetzen können. Riegel aus Metall gibt es nicht für jedes Reisemobil, eine Alternative ist zum Beispiel eine Fenstersperre, die das Drehen der Riegel von außen verhindert.

Gegen das Aufhebeln sind auch die Aufbautüren nicht gefeit, vor allem wenn sie wie manches ältere Modell nur über einen mittigen Verschluss verfügen. Zusatzschlösser schließen diese Sicherheitslücke. Es gibt sie nicht nur für die Aufbautür, sondern auch für Außenklappen und die Fahrerhaustüren. Beachten sollte man beim Einsatz von zusätzlichen Schlössern, dass die Fluchtwege nicht versperrt werden beziehungsweise ein zügiges Öffnen der Tür von innen gewährleistet ist.

Alarmanlagen sind ein weiteres Extra, das mehr Sicherheit verspricht. Im Reisemobil müssen sie auch dann funktionieren, wenn die Besatzung anwesend ist. Alarmanlagen für Reisemobile arbeiten häufig mit Magnetkontakten für Türen, Fenster und Außenklappen, die über Funk oder Kabel mit einer Zentraleinheit verbunden sind. Wird eine Tür geöffnet, während die Anlage scharf geschaltet ist, schlägt das System mittels akustischer Signale und der Blinker Alarm. Alarmanlagen, die mit Funk arbeiten, sind etwas teurer in der Anschaffung, haben aber einen geringeren Installationsaufwand. Genau umgekehrt verhält es sich bei den kabelgebundenen Anlagen.

Einem Einbrecher, der es bis ins Fahrzeug schafft, kann man das Leben mit einem Tresor schwer machen. Dieser wird am Boden installiert und mit dem Rahmen verschraubt, so dass er nicht so leicht zu entfernen oder wegzutragen ist. Ein Modell gibt es beispielsweise von Alko. Empfehlenswert ist ein Zahlenschloss, da man sich sonst wieder einen Platz für den Schlüssel überlegen muss.

Wer Angst davor hat, dass sein Reisemobil komplett geklaut werden könnte, kann ein Rad blockieren, indem eine Radkralle installiert wird. Immer wieder kursieren Gerüchte über sogenannte "Gas-Überfälle", bei denen die Besatzung eines Reisemobils mittels Gas betäubt wird. Verbürgte Fälle sind offiziell nicht bekannt, trotzdem gibt es einige Gaswarner auf dem Markt. Ob sie tatsächlich das verwendete Narkosegas erkennen können, sei einmal dahingestellt. Eine Aufgabe erfüllen sie dennoch: die Warnung vor einer leckgeschlagenen Gasanlage, die eine reelle Gefahr darstellt. Da Propan und Butan schwerer als Luft sind und daher nach unten sinken, sollten die Warner in Bodennähe installiert werden.

Übertriebene Angst vor Einbrechern braucht niemand zu haben, auch wenn hundertprozentige Sicherheit mit keinem der vorgestellten Systeme erreichbar ist. Wichtig ist, es einem potenziellen Eindringling so schwer wie möglich zu machen und sein Eindringen hinauszuzögern. Mit etwas Glück gibt er dann beizeiten von selbst auf.

Sicherheits-Tipps
  • Niemals die komplette Reisekasse an einem Ort aufbewahren, insbesondere nicht in einem Brustbeutel, der zum täglichen Bezahlen benutzt wird und daher Diebe neugierig machen könnte.
  • Einen Geldbeutel mit Kleingeld und abgelaufenen Karten an einem auffälligen Platz im Fahrzeug deponieren.
  • Auf einem gut versteckten Zettel Konto und Kartennummern notieren sowie die Notrufnummer des entsprechenden Bankinstituts. Karten und Konten lassen sich so bei Bedarf schnell sperren.
  • Vor Reiseantritt Fotokopien (Vorder- und Rückseite) der wichtigsten Reisedokumente erstellen, das erleichtert im Verlustfall die Ausstellung von Ersatzdokumenten bei der nächsten Deutschen Botschaft.
  • Viele große Campingplätze bieten kostengünstige Schließfächer an oder bewahren Wertsachen sicher in ihrem Tresor auf.
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Autor

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promobil

Datum

21. Oktober 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 10/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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