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Basisfahrzeuge von gebrauchten Wohnmobilen: Worauf Sie bei Motor und Getriebe achten müssen

Wie steht’s um Motor und Getriebe? So chec­ken Sie die lebenswichtigen inneren Organe des Basisfahrzeugs.

Über den Wert eines gebrauchten Wohnmobils entscheidet umso mehr das Basisfahrzeug, seit es Umweltzonen gibt. Nicht vorhandene Umweltplaketten schmälern den Wert eines Gebrauchtmobils inzwischen beträchtlich. Sicher lassen sich derzeit nur Euro-3-Fahrzeuge auf Grün umrüsten. Euro-2-Reisemobilen mit roter Plakette hilft nur ein aufwendiges und teures geschlossenes Rußfiltersystem zur begehrten grünen Plakette.

Käufer eines Gebrauchtmobils werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Fiat-Ducato-Fahrer. Ba­sisfahrzeuge von Ford, Mer­ce­des, Iveco, Renault und VW spielen eine eher untergeordnete Rolle. Das Grundsätzliche beim Check gilt jedoch für alle Fabrikate gleichermaßen.

Klären Sie vorab telefonisch, ob eine Probefahrt möglich ist. Verweigert dies der Verkäufer, dürfen Sie skeptisch werden. Nur auf einer ausgiebigen Testrunde erhalten Sie Auskunft über Kaltstartverhalten, Leistungsentfaltung, Fahrkomfort und Geräuschkulisse. Schalten Sie das Radio aus! Bauen Sie in Ihre Runde auch eine Schlechtwegstrecke ein. Knackt da etwas in den Eingeweiden? Eventuell sind Traggelenke der Radaufhängung oder Spurstangenköpfe fällig. Überprüfen Sie die Kupplung, indem Sie mit angezogener Handbremse anfahren: Der Motor sollte sofort ausgehen; bei verschlissener, rutschender Kupplung tut er das nicht. Auf einer freien Nebenstrecke checken Sie mit einer harten Bremsung, ob die Bremsen gleichmäßig verzögern. Im Stand überprüfen Sie anschließend die Beleuchtungseinrichtungen sowie alle sichtbare Blech- und Kunststoffteile auf Beschädigungen oder Rost.

Auch die Füllstände der Betriebsflüssigkeiten wie Mo­tor- und Getriebeöl und Bremsflüssigkeit geben Aufschluss über das Pflegeverhalten des Vorbesitzers. Ein frisch gereinigter Motor soll unter Umständen Ölverlust vertuschen.

Bleiben wichtige Formalien: Inspektionen sowie der lebenswichtige und kostspielige Zahnrie­menwechsel gehen aus dem Kundendienstheft hervor.

Checkliste für gebrauchte Wohnmobile: Basisfahrzeuge

  • Die wichtigsten Fakten vorab telefonisch klären. Besitzt das Fahrzeug eine Umweltplakette? Unbedingt Probefahrt vereinbaren.
  • Viel Zeit einplanen: Nehmen Sie strapazierfähige Kleidung, eine Taschenlampe und eine Isomatte für die Bodenkontrolle mit!
  • Öl- und andere Füllstände bei kaltem Motor überprüfen. Reifen auf Alter, Profiltiefe und gleichmäßige Abnutzung untersuchen.
  • Beleuchtungseinrichtungen checken: Sichtprüfung von Blech- und Kunststoff-Teilen. Sauberkeit im Motorraum und Cockpit.
  • Probefahrt: Auf Kaltstartverhalten, Laufruhe, Geräusch- und Rußentwicklung achten. Leichtgängigkeit des Getriebes prüfen.
  • Lenkung und Bremsen: Mehr als eine Handbreit Lenkspiel sind zu viel. Verzögern die Bremsen gleichmäßig und ausreichend?

Mehr Technik- und Kauftipps rund um gebrauchte Wohnmobile:

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Foto: Konstantin Tschovikov

Datum

27. Oktober 2009
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