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Reisemobile des Jahres 2009 - Die Ergebnisse der großen promobil-Leserwahl: Auf dem Laufsteg

Reisemobile des Jahres 2009: Rekordbeteiligung, spannende Konkurrenzen, überraschende Ergebnisse – der rote Teppich ist ­ausgerollt für die Favoriten der promobil-Leser.

Das Superwahljahr 2009 ist eröffnet: Bundespräsident, Kanzlerin, gleich fünf Ministerpräsidenten – alles wird neu. Oder eben nicht. Wie auch bei den Reisemobilen des Jahres. Welch eine Wohltat, wenn sich die zurzeit heftig gebeutelte Reisemobilbranche wieder an guten Nachrichten wärmen kann. Die Leser von promobil schicken zum Auftakt des Jahres einen lange erhofften Sonnenstrahl: Exakt 25884 Teilnehmer bei der Wahl zum Reisemobil des Jahres 2009 sind ein Rekord, der alle bisherigen Werte aus mehr als 20 Jahren Leserwahl bei Weitem in den Schatten stellt.

Dieses Engagement der Leser beweist: Das Interesse an Reisemobilen ist ungebrochen. Obwohl so mancher Kauf in den vergangenen Monaten verschoben wurde. Doch wer hätte angesichts der Hiobsbotschaften aus der Finanzwelt und abgeschmolzener Aktiendepots sowie niedriger Inzahlungnahme von Gebrauchtwagen dafür kein Verständnis?

Im Gleichklang mit dem vielfältigen Angebot der Branche ist die Zahl der Kandidaten groß wie nie gewesen: In 14 Kategorien stellte promobil 364 Campingbusse, Alkovenmobile, Vans, Teilintegrierte, Integrierte und Basisfahrzeuge zur Wahl. Die Spanne reichte vom Adria 3-Way-­Space als Nummer A 001 bis zum VW Crafter, Kandidat O 364.

Überdies feierte eine komplett neue Gruppierung Premiere, die Kategorie A der Kompakt-Campingbusse. Sie umfasst die treuen Begleiter für alle Tage, Pkw-Ersatz und schlankes Wochenendhaus zugleich, ausgestattet meist mit Aufstelldach und deshalb folgerichtig ohne Bad.

Sowohl an der Spitze der Zulassungsstatistik als auch der Lesergunst steht hier der VW California, in dritter Generation kürzlich 20 Jahre alt geworden. Technisch und optisch ist das aktuelle Modell von Geburt an in einer eigenen Liga unterwegs, profitiert von einer spannenden Mixtur aus Tradition und Innovation, hat zusätzlich einen hohen Reifegrad.

Mit respektvollem Abstand, aber einem gleichfalls ausgezeichneten Ergebnis reiht sich dahinter als Zweitplatzierter der Ford Nugget ein. Der Klassiker schiebt sich damit vor den Mercedes Marco Polo auf dem dritten Rang. In Stückzahlen ist die Reihenfolge anders, aber Wahlen haben ihre eigenen Gesetze. Die drei Campingbusse der Autohersteller machen das Rennen also unter sich aus, die Leser setzen auf große Marken. Obschon dahinter Spezialisten von erfahrenen Ausbauern wie Pössl, Fischer und Reimo ansehnliche Resultate im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Dieses Trio basiert auf dem VW T5, in dieser Kategorie das überwiegend verwendete Basisfahrzeug.

Diese Rolle übernimmt in der Parallelklasse der Campingbusse bis 45000 Euro kraftvoll das Dreigestirn Fiat Ducato, Citroën Jumper und Peugeot Boxer. Überwiegend mit einem günstigen Serienhochdach ausgestattet, bekommen Käufer hier besonders viel Einrichtung fürs Geld. Fast alle dieser Busse sind mit kompaktem Bad und einer Heizung an Bord komplett und reisetauglich ausstaffiert.

Konzerne wie Hymer oder Trigano bauen derartige Campingbusse zentral und verteilen sie, in Ausstattung und Optik dezent angepasst, auf die einzelnen Marken. Die Herkunft indes hat mit dem Abschneiden der einzelnen Reisemobile wenig zu tun – es zählen individuelle Lösungen und vor allem, ob derlei Busse überhaupt zur Marke passen.

Gewonnen hat mit dem Concorde Compact ohnehin ein sieggewohnter Solitär. Obwohl auch er inzwischen eigene Wege geht: Was Concorde heißt, vertreibt in diesem Fall der Spezialist Pössl, gefertigt wird ebenfalls separat. Der Ruf des Concorde mit seinem eigenständigen Hochdach und althergebrachtem Grundriss mit Bad im Heck ist trotzdem unangefochten. Und, ohne zuviel vorwegzunehmen, ausgerechnet der kleinste Concorde ist mit seinem Erfolg Fahnenträger der gesamten Marke.

Knapp hinter ihm erringt der Hymer Car die Silbermedaille. Die Wiederentdeckung eines alten Namens, des einst beackerten Segments und eine Vielzahl findiger Ideen sichert dem Neuling bereits ein Jahr nach dem Start Ruhm und Ehre. Hinter dem führenden Duo geht’s knapp zu, Zehntelprozente entscheiden über die Platzierungen. Der Eura Mobil Quixta schiebt sich auf den Bronzerang, den der überraschende Vierte, Knobloch Heyerdahl, nur knapp verpasst.

Danach reihen sich mit Knaus, Bürstner und Karmann große Marken auf, die jedoch in ganz anderen Fahrzeugklassen wurzeln. Erst auf Rang acht landet mit Pössl der Pionier der günstigen Bus-Klasse, vertreten durch das Modell 2Win. Und auch der Westfalia Big Nugget trägt zwar einen klangvollen Namen, erringt hier aber wenig Ruhm – promobil-Leser suchen die Marke woanders. Adria als einstige Pössl-Heimstatt landet auf Rang elf, gleichbedeutend mit dem Importsieg vor Laika und Chausson. Dieses Trio räumt so oder in anderer Abfolge auch in weiteren Klassen ab und gehört zu den Gewinnern dieser Wahl.

Zu ihnen zählt ebenso der James Cook – wer sonst? – als Sieger in der Edelkategorie Campingbusse über 45000 Euro. In den Wahlunterlagen als Mercedes präsentiert, ist der James Cook inzwischen offiziell heimgekehrt zu seinem Hersteller Westfalia. Dort fertigt man mit dem Zweitplatzierten Sven Hedin ebenfalls den Verfolger – auch hier zieht ein großer Name der Reise­mobilgeschichte. Einen guten Klang hat ebenso der La Strada Regent als Dritter im Bunde – die Reihenfolge des Trios hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Mit Bavaria Camp Marino, Schwabenmobil Florida und Burow VIP 600 folgen drei feine Busse von ausgewiesenen Spezialisten dieser Klasse. Rang sieben erreicht mit dem Fischer Exclusive ein schicker VW T5. Der schlanke VW wirkt ungewohnt in dieser Liga, in der man Großkalibriges unter dem Sternzeichen des Sprinter oder dessen Kollegen VW Crafter gewohnt ist. Eines steht auch in diesem Jahr fest, die Luxusklasse ist fest in deutscher Hand – Importeure sind weit und breit nicht zu sehen. Unter den günstigen Alkovenmobilen sieht dies ganz anders aus: Rund die Hälfte der 36 Teilnehmer stammt aus Frankreich, Italien oder Spanien. Trotzdem haben heimische Reisemobile die Alkovennase vorn. Allen voran der Hymer Camp: Er rutscht aufgrund der auf 45000 Euro angehobenen Preisgrenze in diese Klasse, sichert sich prompt den Sieg. Das bedeutet für den Vorjahressieger Dethleffs Advantage die zweite Platzierung, dem Hobby Siesta bleibt der dritte Platz. Es wird die einzige Medaille der Marke bei der Wahl bleiben. Der Eura Mobil Profila behält seinen undankbaren vier­ten Rang aus dem Vorjahr, der Bürstner Nexxo Family ebenso Platz fünf. Der Knaus Sport-Traveller dagegen fällt aus den Medaillenrängen, symptomatisch für die heikle Lage der Marke. Mit etwas Abstand folgt der Palmowski Nobel-Art als erstes Produkt einer aggressiv vermarkteten Handelsmarke.

Die Importe dominiert der Adria Coral Sport vor Chausson Flash und Bavaria. Der Drittplatzierte distanziert nur um einen Wimpernschlag Rimor Europeo und Elnagh Baron – die Leserwahl reflektiert originalgetreu das heftige Hauen und Stechen auf den Handelsplätzen.

In der Alkoven-Mittelklasse zwischen 45000 und 60000 Euro revanchiert sich Dethleffs für den Nasenstüber durch Hymer in der niedrigeren Gruppe: Kaum ist der Hymer Camp ausgeschert, geht der Dethleffs Fortero auf die Überholspur, hängt als Sieger alle Wettbewerber ab. Das ist um so bemerkenswerter, als sich parallel dazu das Schwestermodell Advantage A-2 auf den dritten Platz nach vorne arbeitet. Die beiden Dethleffs nehmen den Eura Mobil Terrestra in die Zange, er behält seinen Silberrang aus dem Vorjahr.

Abgerutscht sind dagegen mit Platz vier und sechs die beiden prozentgleichen Vorjahresdritten Karmann Colorado und Karmann Ontario. Zwischen ihnen siedelt sich der Hobby Toskana an, erobert damit erneut den fünften Platz.

Bei den Importen liegt erneut ein Adria vorn, diesmal der Coral. Ihm folgen mit Ecovip und X-Serie gleich zwei Laika dicht an dicht. Das italienische Duo verhindert, dass sich Chausson mit dem Welcome ins Vorderfeld vorarbeitet, es bleibt der vierte Platz.

Dethleffs als klassische Alkovenmarke dominiert mit dem Globetrotter XXL ebenfalls die Oberklasse ab 60000 Euro. Jeweils eine halbe Länge dahinter sortieren die promobil-Leser Bürstner Argos und Eura Mobil Activa ein. Den Platz für das Trio hat Vorjahressieger Carthago Chic geräumt, er tritt bei Alkovenmobilen nicht mehr an. Der Concorde Cruiser gehört zwar dazu, gleitet aber aus den Medaillenrängen auf Platz vier ab. Ihm folgen mit Frankia A, Hobby Sphinx, LMC Explorer große Reisemobile alteingesessener Marken.

Reisemobile italienischer Herkunft dominieren die eher dünn besetzte Importklasse. Der Laika Kreos distanziert das Doppel Mobilvetta Naxos und Nazca. Alle drei gelten als prächtige Beispiele für die gekonnte italienische Handschrift bei großen Reisemobilen.

Ein Kuriosum prägt bei dieser Wahl die Kategorie der Vans: Die ersten fünf Plätze bleiben zum Vorjahr unverändert. Dies bei einem Angebot von immerhin 28 Modellreihen, zehn mehr als im Vorjahr. Doch so kommt’s, wenn die großen heimischen Hersteller das Terrain abgesteckt haben und ausländische Marken nachziehen müssen.

Die Wiederholung schmälert den Erfolg der Sieger nicht. Im Gegenteil, sie machen offensichtlich alles richtig. Die Vorläufer des Dethleffs Globebus etwa haben diese Klasse einst erfunden. Der Bus hat einen langen Anlauf zum Erfolg genommen – jetzt heimst er ihn Jahr für Jahr ein, die branchenunübliche Stetigkeit hat sich gelohnt. Vor einigen Jahren hat der damals neue Hymer Van die Van-Klasse durchgesetzt, Ergebnis ist der unangefochtene zweite Platz. Der elegante Knaus Van TI hält tapfer seinen dritten Rang – in diesem Jahr die einzige Platzierung der angeschlagenen Marke auf dem Treppchen.

Der Hobby Van Exclusive belegt einen stabilen vierten Rang. Doch wie es scheint, ist es weder dem Van noch seinen größeren Geschwistern vergönnt, in die großen Fußstapfen des legendären Hobby 600 zu treten. Sie bleiben außerhalb der Medaillenränge.

Der elegante und aufwendige La Strada Nova als Fünfter fährt als Luxusausgabe unter den Vans seit Jahren in einer eigenen Sphäre – die Individualität des Edelmanns wird geschätzt. Dies könnte auch dem Westfalia West-Van gelingen, das junge Schmuckstück rollt auf Platz sechs.

Unter den Importeuren liegt der Adria Compact S vorn, die Marke hat diesmal ein Abonnement auf Platz eins. Mit Wingamm Micros und McLouis McVan folgen kontrastreiche italie­nische Modelle: Der edle Wingamm auf VW T5 überzeugt mit seinem GfK-Aufbau, der McLouis traditionell vor allem mit dem Preis – beides hat seine Berechtigung.

38 Reisemobile drängeln sich bei den Teilintegrierten unter 50000 Euro. Während der Hymer Tramp CL als Sieger den Vorjahreserfolg wiederholt, ist der bisherige Zweite Knaus Sun TI eine Preisgruppe höher gerutscht. Der Knaus Sport TI kann ihn als Fünfter nicht ganz ersetzen. Platz zwei erobert sich stattdessen der Bürstner Ixeo. Hut ab, war doch der Teilintegrierte mit seinem typischen Hubbett à la Integrierter im Frühjahr als Quadro auf die Welt gekommen. Dass er nun Ixeo heißt, verdankt er den Juristen eines Autoherstellers, der sich gewisse Begriffe hat schützen lassen. Der Karriere des Bürstner scheint’s nicht zu schaden.

Hinter ihm rangeln mit Fortero und Advantage zwei Baureihen von Dethleffs um Bronze, der Fortero liegt um eine Stoßstangenlänge vorn. Hinter Knaus belegt der Hobby Siesta Platz sechs.

Die drei Importmarken oben auf dem Treppchen sind bereits bestens bekannt: Laika X-Serie vor Adria Coral Sport und Chausson Welcome lautet diesmal die Reihenfolge. Das Trio liegt Kopf an Kopf, hat sich von den anderen ausländischen Marken abgesetzt.

Die drei treffen sich auch bei den Teilintegrierten über 50000 Euro wieder. Jedoch lautet die Aufreihung Adria Coral vor Laika Kreos und Chausson Allegro. Dahinter verpassen zwei Rapido knapp einen Platz an der Sonne, die Stunde für Rapido schlägt anderswo.

In der Gesamtwertung liegt der Dethleffs Globeline T in Front, gefolgt von Hymer Tramp SL und dem Carthago Chic T auf dem dritten Platz. Enger hätte es nicht zugehen können: Der Carthago, im Vorjahr noch Fünfter, liegt exakt ein Zehntel vor dem Bürstner Solano – Glück für den einen, Pech für den anderen.

Gehörigen Abstand zum Spitzenquartett halten Dethleffs Esprit, Concorde Credo, Knaus Sun TI, Hobby Toskana Exclusive. So unterschiedlich wie ihre Herkunft ist auch die jeweilige Ausprägung. Allen gemeinsam dürfte der Ehrgeiz sein, im kommenden Jahr der Spitze näher zu rücken.

Diese Position ist unter den integrierten Reisemobilen seit Menschengedenken Hymer vorbehalten. Die B-Klasse – wer anders? – führt die Integrierten bis 65000 Euro an. Mit Distanz folgt ein Kollege aus dem eigenen Haus, der drahtige Hymer Exsis-i. So kann Hymer genussvoll beobachten, wer sich dann einreiht. Der Dethleffs Advantage I zum Beispiel heimst eine Bronzemedaille ein. Er hält mit Knaus V-Liner und Eura Mobil Terrestra zwei höchst unterschiedliche Reisemobile auf Distanz. TEC I-Tec, Dethleffs Globebus und die Bürstner Aviano und Viseo bilden das Mittelfeld.

Mit einem Doppelschlag holt sich die französische Marke Pilote Platz eins und zwei unter den Importeuren, an Reference und Reference Premium kommt keiner vorbei. Den französischen Erfolg bei den Integrierten komplettieren die Zwillinge Challenger Elitis und Chausson Alteo auf den Verfolgerplätzen.

Hymer dominiert ebenfalls die Integrierten-Oberklasse von 65000 bis 100000 Euro. Die B-Klasse SL erneuert als Sieger den Vorjahreserfolg. Dahinter werden die Karten neu gemischt, gibt es ein Fotofinish. Da sich der Bürstner Elegance eine Auszeit genommen hat, drängeln sich auf den Plätzen zwei bis fünf Carthago Chic E-Line, Hymer B-Klasse SL Bestline, Dethleffs Esprit, Niesmann + Bischoff Arto. Das Quartett trennt nur ein Wimpernschlag, zwischen Silber (Chic) und fünftem Platz (Arto) liegt nur ein Prozentpunkt. Es wird diejenigen nicht stören, die vorn liegen, diejenigen kaum trösten, die knapp das Podest verfehlen. Concorde Credo und Knaus Sun-Liner folgen der Gruppe.

Der französische Doppelsieg bei den günstigeren Integrierten wiederholt sich eine Kategorie darüber, aber mit einer anderen Marke: Rapido Serie 9/90 und Rapido Serie 9 M schieben sich nach vorn. Laika, an Preise inzwischen gewohnt, nimmt sich den dritten Rang.

Darf’s etwas mehr sein? Die Frage stellt sich in der Spitzenklasse der Integrierten über 100000 Euro nicht, Luxus ist selbstverständlich. Traditionell bevorzugen die promobil-Leser vernunftbetonte Reisemobile, siedeln individuelle Traumschiffe der Superliga im Mittelfeld an. Prompt steht die Hymer S-Klasse sieggewohnt auf Platz eins, gefolgt vom neuen Markenkollegen Hymer Liner. Platz drei nimmt der Flair ein, während Concorde mit Carver/Charisma auf Platz vier ein wenig schwächelt.

Dethleffs Premium-Liner, Concorde Liner und Carthago Chic S-Plus belegen die Plätze fünf bis sieben. Alle verdienen sie Erwähnung, liegen doch die Plätze eins bis sieben im Schnitt nur einen Prozentpunkt auseinander – Hoffnung für Jäger, Motivation für Gejagte.

Seit die Amerikaner aus Europa verschwunden sind, ist das Gebiet der Importeure in dieser Kategorie sehr dünn besiedelt. Esterel, Laika Rexosline und Notin Prestige zeigen in dieser Reihenfolge Flagge.

Viel Bewegung herrscht immer in der Kategorie Pick-up und Allrad. Sie umfasst eine Bandbreite vom unspektakulären Campingbus mit Allradantrieb über Pick-ups mit Wohnkabine bis zum professionellen Expeditionsmobil.

Manch bunter Vogel ist dabei, einer hat in diesem Jahr die Nase von: Der TEC Cross-Tec Taurus (inzwischen Panther) ist ein Teilintegrierter auf Ford Transit 4x4 in extrovertierter Verpackung. Zu den Klassikern der Pick-up-Szene gehört Bimobil, hier auf Rang zwei mit dem EX auf Daily ­Allrad. Beim Drittplatzierten Weinsberg Imperiale X-pedition handelt es um die Ableitung eines Teilintegrierten mit Allradantrieb. Ähnlich funktioniert der Campingbus La Strada Avanti X-Cross. Der Weinsberg LEV auf Sprinter 4x4 bewegt sich zwischen dem herkömmlichen Alkoven- und einem Expeditionsmobil.

Der klassische Bimobil Husky macht dagegen eine sehr klare Aussage: Allradgetriebener Pick-up plus Wohnkabine. Zwischen den Welten bewegt sich der Heku Car-Camp, die Kombination aus dem Pkw Opel Astra und einem schnittigen abnehmbaren Wohnaufbau auf eigener Achse.

Gibt’s in dieser Kategorie Verwerfungen in den Listen, so bescheren die promobil-Leser den Herstellern von Basisfahrzeugen ein Déjà-vu-Erlebnis. Die Reihenfolge auf den Plätzen eins bis sechs bleibt unverändert. Das hat seine Logik, seit dem umfassenden Modellwechsel im Jahr 2006 ist die Lage hier ruhig. Seine kecke Nase vorn hat also erneut der Fiat Ducato, sein Traumwert von 51,9 Prozent entspricht exakt seinem Marktanteil. Davon zu träumen verbietet sich für Mercedes, doch ein herausragendes Ergebnis von genau 50 Prozent als Zweiter spricht sowohl für die Klasse des Sprinter. Tapfer schlagen sich VW Crafter und Ford Transit. Der vielseitige Ford verfehlt nur knapp den dritten Platz. Auch sein Ergebnis von 22,3 Prozent entspricht fast aufs Zehntel dem wachsenden Marktanteil. Iveco Daily und der VW T5 halten ihre Positionen sicher – der Abstand zu den weiteren Basisfahrzeugen ist groß.

Hut ab vor den Siegern, Respekt gebührt den Verfolgern, Mut den Marken und Modellen auf den hinteren Rängen. Die Siege sind hart erarbeitet, doch nichts ist so vergänglich wie der Ruhm von gestern.

Das trifft im Wahljahr 2009 nicht nur auf Reisemobilheroen zu, auch auf Bundespräsident, Kanzlerin und fünf Ministerpräsidenten. Wer von ihnen möchte nicht als Sieger auf dem Laufsteg paradieren und sich an guten Nachrichten wärmen? Wer Erfolg begutachten will, der kommt zur Frühjahrsmesse CMT: Dort stellt promobil alle Wahlsieger aus.

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Datum

16. Januar 2009
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