Trittschutz für Duschtasse 8 Bilder Zoom

DIY-Tipps fürs Badezimmer: Bäder im Reisemobil optimieren

Optimieren und ausbessern gehört zum Hobby Reisemobil einfach dazu. Sechs promobil-Leser verraten ihre besten Handwerker-Tipps zum Selbermachen rund um die Nasszelle im Wohnmobil

"Mach es zu deinem Projekt" – mit diesem Slogan wirbt nicht nur ein bekannter Baumarkt, es könnte auch das Motto vieler Reisemobilisten sein. Schließlich gibt es in den rollenden vier Wänden oftmals auch Bereiche, die der Individualisierung oder Optimierung bedürfen.

Dabei geht es nicht immer um Großprojekte – oft sind es die kleinen Dinge wie fehlende Haken, verstopfte Abflüsse oder ein aufdringlich an den Beinen klebender Duschvorhang, die den Genussam Reisen stören. Gut, wenn man sich dann zu helfen weiß. Etwa so, wie unser Leser Herbert Dirschowski, der eine Klappe für Schmutzwäsche in die Badwand einbaute, oder Hans Habets, der eine unkonventionelle Wäscheleine für sein Reisemobil ersann. Vielleicht ist der eine oder andere Tipp ja auch etwas für Ihr Reisemobil.

1) Trittschutz

Schon nach einem halben Jahr Benutzung hatte Leser Horst Hückmann Risse in der integrierten Duschwanne zu beklagen. Der Hersteller ersetzte diese zwar, doch der Haßfurter dachte sich dennoch eine Möglichkeit aus, die Belastung der Duschtasse zu minimieren. Aus einer vier Zentimeter dicken Styrodur-Platte aus dem Baumarkt sägte er mit der Stichsäge eine Auflage für die Bodenwanne zurecht. Das Teil wiegt fast nichts und lässt sich zum Duschen leicht herausnehmen. Dadurch wird die Belastung, zumindest wenn die Dusche nicht benutzt wird, gleichmäßiger verteilt. Zur Verschönerung kann dann noch eine rutschfeste Duschmatte darübergelegt werden.

2) Wäscheleine

Sonne und Windsind der beste Wäschetrockner – das weiß auch Leser Hans Habets. Doch nachdem sein Wäscheständer wiederholt umgepustet wurde und samt Wäsche im Dreck gelandet war, kam ihm in Verbindung mit den vorstehenden Heckleuchtenträgern seines Reisemobils eine Idee. An der Rückwand der Heckgarage montierte er zwei Haken, befestigte daran einen Spanngurt, der außen um das Fahrzeugheck herumgeführt wird.Ergibt eine sturmsichere Wäscheleine. Die Heckgaragentüren lassen sich trotz der Vorrichtung schließen, die für die Weiterfahrt zudem zügig abgebaut ist.

3) Schmutzwäsche

Dem Erfindungsreichtum von Reisemobilfahrern scheinen keine Grenzen gesetzt. Besonders gefallen hat uns der Lesertipp von Herbert Dirschowski. Ihn störte immer die schmutzige Wäsche im Reisemobil. Um einen Hängeschrank dafür zu opfern, war ihm der Stauraum zu wertvoll. Aber wohin damit? Herbert Dirschowski montierte eine Katzenklappe im Sanitärraum, der glücklicherweise genau an den Heckstauraum angrenzt. Hinter der Klappe brachte er ein Auffangnetz an, in das die Wäsche einfach hineinfällt. Eine entsprechend angebrachte Wäschebox funktioniert natürlich auch.

Auch Andreas Maletz hat einen praktischen Sammelort gefunden. Das Bodenbrett des unteren Etagenbetts trennt in seinem Reisemobil den Wohnraum von der darunter befindlichen Heckgarage. In dieses Brett schnitt er mit einer Stichsäge einen Ausschnitt mit einem Durchmesser von zirka 150 Millimeter. Unter dem Loch in der Heckgarage platziert Andreas Maletz eine Klappbox als Sammelbehälter. Gebrauchte Socken oder verschwitzte T-Shirts verschwinden nach Anheben der Matratze ganz einfach durch das Loch in der Wäschebox. Das Bett kann uneingeschränkt genutzt werden.

4) Handtuchhaken

Reisemobilist Uwe Schlosser hat es immer gestört, dass es in der Duschkabine in seinem Fahrzeug nicht genügend Haken gab, an denen man Handtücher, Waschlappen, Jacken oder Ähnliches zum Trocknen aufhängen konnte. Es gab zwar eine Stange quer durch die Dusche, aber diese war nicht stark genug, um nasse und schwere Kleidungsstücke auf Dauer zu halten. Basteltalent Schlosser löste das Problem auf unkonventionelle und wenig aufwendige Weise. Er ersetzte an passenden Stellen die Befestigungsschrauben der Duschkabinen-Verkleidung durch kleine Edelstahl-Handtuchhalter (von Ikea für rund drei Euro), die mit dem gleichen Gewinde ausgestattet waren.

5) Abflussreiniger

Von Überschwemmungen im Bad hatte promobil-Leser Udo Günter aus Mannheim die Nase gestrichen voll. Da der Ablauf der Duschwanne im Reisemobil im Laufe der Zeit verstopfte, lief das Duschwasser in der Wanne schlechter ab. Erschwerend kam hinzu, dass der flache Siphon von unten nur schwer zu erreichen ist, was die Reinigung immens erschwerte. Sehr gute Reinigungskraft erzeugt hingegen eine Saugglocke, wie man sie auch bei Waschbecken verwenden kann. Einfach ein paar Mal pumpen und das Duschen macht wieder Spaß – ganz ohne Überschwemmung. Die Saugglocken heißen auch Reinigungspumpen und kosten im Baumarkt etwa zehn Euro.

6) Duschvorhang

In einfachen Sanitärräumenwird die Dusche häufig von einem Vorhang begrenzt. Nicht unbedingt die ideale Lösung, denn unangenehmerweise scheint der Körper diesen Vorhang fast magisch anzuziehen. Umso stärker, je enger es zugeht. Um mehr Weite zu schaffen, klebte promobil-Leser Axel Fessel kurzerhand rings an der Kabinenwand vier Flachmagnete mit doppelseitigem Klebeband auf. Beim Duschen halten dann von innen entsprechende Gegenmagnete den Vorhang auf Abstand. Clever auch der runde Ausschnitt für Brause und Schlauch. Er wird vom oberen Teil einer aufgeschnittenen Tupperdose samt Deckel gebildet.

Report: Service-Hotlines

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Foto

Archiv, Fotolia/tatomm

Datum

9. August 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 07/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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