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Richtiges Verhalten im Straßenverkehr

Sicher durch den Nebel im Herbst

Nebel Foto: Stefan Glaser

Im Herbst verursacht der Nebel auf den Straßen immer wieder Unfälle. promobil erklärt, was bei schlecher Sicht hilft, wie man richtig reagiert und wann man die Nebelscheinwerfer einschalten darf.

07.11.2016 Redaktion promobil

Laut Deutscher Verekhrswacht verunglückten im Jahr 2015 insgesamt 456 Menschen auf deutschen Straßen aufgrund von schlechter Sicht durch Nebel, elf davon starben. Dabei gibt es einige Regeln, die für mehr Sicherheit bei schlechten Sichtverhältnissen sorgen. Die wichtigste dabei ist: Geschwindigkeit anpassen und genügend Abstand halten.

Bei Nebel erscheinen Gegenstände weiter entfernt

Der Nebel sorgt dafür, dass Dinge anders wahrgenommen werden und weiter weg scheinen, als sie tatsächlich sind. Daher sollte man sich besser nicht am Rücklicht vorausfahrender Autos orientieren. Leitpfosten am Fahrbahnrand eignen sich besser dazu, um Abstände richtig einzuschätzen. Auf Landstraßen und Autobahnen beträgt ihre Entfernung voneinenader 50 Meter.

Als Faustregel gilt: Abstand ist gleich Geschwindigkeit

Wenn Sie also 50 Meter weit sehen können, sollten Sie keinesfalls schneller als 50 km/h fahren. Bei einer Sichtweite unter 50 Meter ist die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sogar vorgeschrieben (StVO § 3 Abs. 1), wobei es dann meist sinnvoll ist, noch langsamer zu fahren.

Wann darf man Nebelscheinwerfer anschalten?

Viele Autofahrers sind sich unsicher, ab wann der Nebelscheinwerfer angeschaltet werden soll. In der Straßenverkehrsordnung in §17 Absatz 3 ist es eindeutig geregelt: Behindert Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich, dürfen Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden. Zusätzlich schreibt die Straßenverkehrsordnung vor: "Behindert Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich, dann ist auch am Tage mit Abblendlicht zu fahren." (StVO §17,3). In diesem Fall dürfen auch die Nebelscheinwerfer eingeschaltet sein.

Nebelschlussleuchten dürfen Autofahrer erst benutzen, wenn die Sichtweite nebelbedingt weniger als 50 Meter beträgt. Sobald sich die Sichtverhältnisse gebessert haben, müssen Autofahrer die Schlussleuchten ausschalten, damit sie den nachfolgenden Verkehr nicht blenden.

Bei den Lichteinstellungen sollten sich Fahrer von neuen Fahrzeugen nicht nur auf die Automatik verlassen: "Viele Fahrer moderner Autos verlassen sich auf die Lichtautomatik, doch die reagiert häufig nur auf Helligkeitsunterschiede und greift deshalb bei Nebel nicht und muss manuell eingeschaltet werden", sagt ARCD-Pressesprecher Josef Harrer.

Nebelfahrten sind anstrengend

Das Fahren bei Nebel erfordert viel Aufmerksamkeit und Konzentration. Fahrer sollten Ablenkungen vermeiden, wie etwa laute Musik oder während der Fahrt zu telefonieren. Außerdem empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht bei eine Pause einzulegen, wenn die Augen ermüden oder Sie sich unsicher fühlen. Dabei kann man die Pause auch dazu nutzen, Scheinwerfer und Leuchten abzuwischen und Schmutz und Feuchtigkeit zu beseitigen.

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